KG Regenbogen: Sommerfest im Wilden Westen

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Ausgelassene Stimmung und, wie sollte es bei einem Karnevalsverein auch anders sein, beste Kostümierung: Die KG Regenbogen bei ihrem diesjährigen Sommerfest im Yellowstone Indianerreservat Flingern. Foto: Oleksandr Voskresenskyi
 
Ausgelassene Stimmung und, wie sollte es bei einem Karnevalsverein auch anders sein, beste Kostümierung: Die KG Regenbogen bei ihrem diesjährigen Sommerfest im Yellowstone Indianerreservat Flingern. Foto: Oleksandr Voskresenskyi
Ihre Partys sind legendär, ihre Sitzungen bestens besucht und der Mitgliederzuspruch ungebrochen: als eine der drei größten Karnevalsgesellschaften der Landeshauptstadt erfreut sich die KG Regenbogen größter Beliebtheit. Ihr Sommerfest feierten sie in diesem Jahr im Wilden Westen Flingerns.

Man ist es nicht anders gewohnt, denn ihre Partys sind stets ausgefallen und exklusiv: die Düsseldorfer Karnevalsgesellschaft „KG Regenbogen“ feierte ihr diesjähriges Sommerfest im Yellowstone Indianer Reservat am Flinger Broich.
Staubige Prärie, durstige Kehlen, Duelle zum High-Noon, Cowboys, Indianer und Whiskey im Saloon – zum Sommerfest am vergangenen Wochenende wagten die Vereinsmitglieder und ihre Gäste eine außergewöhnliche Expedition in den Wilden Westen und ließen gemeinsam diese Epoche für einen Tag wieder aufleben. Unter dem Motto „Wer zieht am schnellsten den Colt?“, vor allem aber mit der Fragestellung, wie einst im Wilden Westen die zünftige Partys gefeiert wurden, ließ die Karnevalsgesellschaft Cowboy- und Indianerträume wahr werden.
Auf der 2,5 Hektar großen Parkanlage und der dort ansässigen Westernstadt war die Stimmung prächtig. Etwas anderes hätte man auch nicht erwartet.
Im Jahr 2000 von ausgerechnet elf feierwütigen Jecken gegründet, zählt die KG Regenbogen mittlerweile zu den drei größten Karnevalsvereinen Düsseldorfs. Der schwul-lesbische Karnevalsverein ist der größte seiner Art in ganz Deutschland und hat derzeit rund 450 Mitglieder. „Karneval“, so erklärt Pressesprecher Norman Sandrock, „steht im Mittelpunkt unseres Vereinslebens: Wir leben und lieben ihn.“
Eine erste eigene Sitzungsparty veranstaltete die KG in der Session 2001/2002. Die Party wurde ein voller Erfolg und ist seitdem jedes Jahr ausverkauft. Positiver Nebeneffekt: Die Sitzungsparty hat dazu beigetragen, den Verein einem breiten Publikum weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen.
Während im November des Jahres 2002 die Standartenweihe der KG Regenbogen im Apollo-Varieté-Theater gefeiert wurde, war dies gleichzeitig auch die Initialzündung für die im November 2003 im Capitol- Theater erneut eingeführte „Nachtsitzung“, einer Mischung aus Karneval, Cabaret und Varieté. Die außergewöhnlichen und ausgefallenen Veranstaltungen haben die Akzeptanz des Vereins stetig erhöht. „Dies zeigt sich unter anderem bei der Mitgliederentwicklung“, erzählt Sandrock. „Die KG Regenbogen begeistert in jeder Session auf ein Neues das Narrenvolk.“

Harmonie aus Tradition und Moderne

Wie gut modernes und traditionelles Karnevalsherz harmonieren, zeigte sich während der vergangenen Sessionen. Im Jubiläumsjahr der KG Närrische Marktfrauen – 5 x 11 Jahre in der Session 2004/2005 – wurde mit Michael Samm der Sellerieprinz dieses traditionsreichen Vereins gestellt. Wiederum zwei Jahre später wurde dieses erfolgreiche Besetzung mit Thomas Dohmen, ebenfalls Regenbogen-Mitglied, wiederholt.
Den bislang größten Erfolg verbuchte der schwul-lesbische Karnevalsverein in der Session 2008/2009: der heutige Ehrenpräsident und damalige Präsident Lothar Hörning wurde Prinz der Landeshauptstadt Düsseldorf, Ute Heierz-Krings, ebenfalls Regenbogen-Mitglied, seine Venetia. Ein weiteres deutschlandweites Highlight bietet der Verein mit dem ersten schwulen Gardetanzpaar.
Ohne Musik läuft nichts: Jedes Jahr zur neuen Session präsentiert die KG Regenbogen zusätzlich ein neues Karnevalslied und verbuchte damit auch überregional bereits einige Erfolge. So schaffte zum Beispiel der „Regenbogencocktail“, interpretiert von der Band „Altschuss,“ in der Session 2006/2007 den Einzug in das Finale der Närrischen Hitparade des Westdeutschen Rundfunks (WDR).

Spendenerlös zugunsten der Düsseldorfer AIDS-Hilfe

Neben vier eigenen Großveranstaltungen, der „Sitzungsparty“ im Düsseldorfer Stahlwerk, dem „Regenbogenball“ in den Rheinterrassen, sowie der „Nachtsitzung“ im Capitol-Theater und „Tunte Lauf!“ in der Nachtresidenz, stellt der Verein zusätzlich einen eigenen Beitrag zum Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Fußgruppe und Motto-Wagen. Speziell bei der Veranstaltung „Tunte lauf!“ stellt der gesamte Vorstand um Präsident Andreas Mauska und Vorsitzender Klaus Berger sowie einigen Aktiven der KG Regenbogen, und allen anderen Mitwirkenden ihre Arbeit kostenlos zur Verfügung, damit Spenden zusammenkommen. Denn darum geht es dem Verein bei dieser Veranstaltung insbesondere: Wie in jedem Jahr wird der Gewinn der AIDS-Hilfe Düsseldorf für zweckgebundene Arbeiten zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Verein erhalten Interessierte unter www.kg-regenbogen.de.
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Christa Haber aus Lünen | 02.09.2015 | 12:03  
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