Neujahrsempfang der Handwerksjunioren

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(v.l.n.r.) Uwe Baust, Andreas Ehlert, Thomas Geisel, Christoph Krause, Patrick Tilmes.

Am 2. März trafen sich die Handwerksjunioren zum Neujahrsempfang im Forum der Stadtsparkasse. In der Keynote des Abends sprach Christoph Krause über die Chancen der Digitalisierung im Handwerk. Traditionell endete der Abend an der Currybar mit Loungemusik und vielen guten Gesprächen.

Christoph Krause, Leiter des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk Schaufenster West in Koblenz, berät viele Start-ups aus dem Handwerk. Das Thema seines Vortrags lautete: "Wirtschaftswunder Digitales Handwerk. Traum oder Wirklichkeit?" Sein Ratschlag an die Junioren: Automatisiert eure Prozesse wie Angebotserstellung oder Rechnungswesen und gewinnt mehr Zeit für Dienstleistungen. Daraus können sich dann neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln.

Patrick Tilmes, Vorsitzender der Düsseldorfer Junioren, konnte diesmal auch Oberbürgermeister Thomas Geisel und das neue Sparkassen-Vorstandsmitglied Uwe Baust begrüßen. Baust lobte, dass die Digitalisierung bereits zu 80 Prozent im Handwerk angekommen sei. Für Existenzgründungen und Investitionen stehe die Sparkasse mit ihrem Know-how dem Handwerk zur Seite. Mit einer neuen Risikostrategie stelle die Sparkasse das Kreditgeschäft wieder auf Wachstumskurs. Gleichzeitig mahnte er aber, in guten Zeiten etwas für die Altersvorsorge zurückzulegen.


Dieselfahrverbot würde Handwerker- und Lieferverkehr lahmlegen

Kammerpräsident Andreas Ehlert nutzte die Gelegenheit, in seinem Grußwort auf das drohende Dieselfahrverbot einzugehen. "Eine Aussperrung von Dieselfahrzeugen würde nahezu den gesamten Liefer-, Bau-, und Monteurverkehr des Handwerks zum Erliegen bringen", warnte Ehlert. Rund 83 Prozent der Handwerkerflotte im Großraum Düsseldorf sind Dieselfahrzeuge, nahezu jeder zweite Handwerksbetrieb wäre hier von einem Fahrverbot betroffen. Für 90 Prozent der Handwerksunternehmen gäbe es am Markt überhaupt keine Möglichkeit auf alternative Antriebe umzustellen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel pflichtete Ehlert bei: "Das Gericht hätte sich mehr Gedanken zum Verursacherprinzip machen müssen." Die Kommunen und die Handwerker müssten die "Suppe auslöffeln, die andere durch Schummelei eingebrockt haben". Die Digitalsierung böte die Chance, etwa durch den 3-D-Druck, Produktionsbetriebe wieder im urbanen Umfeld anzusiedeln.
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