2. Duisburger Maker Day im Stadtfenster - Aktionstag rund ums Selbermachen 

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Beim 1. Duisburger Maker Day gings auch schon gut zur Sache. (Foto: Stadt Duisburg)
 
Die Maker Day-Macher von der Stadtbibliothek und der Volkshochschule mit Lehrern und Schülern der Heinrich-Heine-Gesamtschule sowie Mitarbeitern der Firma Krankikom. (Foto: Stadt Duisburg)
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr veranstalten Stadtbibliothek und Volkshochschule erneut am Samstag, 16. September, von 11 bis 15 Uhr im Stadtfenster an der Steinschen Gasse in der Innenstadt einen Aktionstag rund ums Selbermachen. Und der Kreis der Partner, die zeigen wollen, welche Möglichkeiten insbesondere die Digitalisierung den kreativen Tüftlern und Bastlerinnen ermöglicht, ist deutlich größer geworden. Mehr als zehn namhafte Akteure wie die Hochschulen Rhein-Waal und Ruhr West, die Firma Krankikom, das Repair-Café aus Ruhrort, die Heinrich-Heine- und die Emschertal-Gesamtschule, die Sekundarschule Hamborn, erstmalig das Kaufmännische Berufskolleg Mitte und die Fachhändler City Electronicer sowie Roskothen werden demonstrieren, was man alles mit fischertechnik, Mikrokontrollern, 3D-Druckern, Virtual-Reality-Anwendungen sowie programmierbaren Robotern anstellen kann. Der Eintritt ist frei.

Das FabLab der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, das zu den größten Fertigungslaboren in ganz Europa gehört, führt in diesem Jahr wieder die additive Fertigung – besser bekannt als 3D-Druck – und das 3D-Scannen vor. Die Besucher bekommen ferner die Gelegenheit, mit 3D-Stiften selbst zu experimentieren.

Die Hochschule Ruhr West zeigt, wie man mit den Robotern Dash & Dot, MIP und Sphero spielend leicht Programmieren lernen kann und aus kleinen Cubelets Mini-Maschinen erstellen kann, die sich selbständig bewegen.

Beim ersten Duisburger Maker Day vor einem Jahr haben sie sich kennen gelernt, jetzt arbeiten Günter Knöpfel vom Ruhrorter Repair-Café und Michael Twellmann von der Heinrich-Heine-Gesamtschule eng zusammen und präsentieren gemeinsam mit Schülern verschiedene Projekte. Der „Arduino“ ist ein Mikrocontroller, mit dem man einfachste Schaltungen verstehen lernt und der sich überall einsetzen lässt, vom Haushalt über die Industrie bis zu Spielzeugen. „Smart Homes“ sind in aller Munde. Wie man für 20 Euro eine voll funktionsfähige Haussteuerung erstellt, mit der man das Licht, die Rollos und die Alarmanlage steuern kann, demonstrieren Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Gesamtschule. Dass man die gleichen Probleme auch mit der speicherprogrammierbaren Steuerung LOGO von Siemens lösen kann, werden die beiden ebenfalls demonstrieren. Ein anderer Micro-Computer, dessen Möglichkeiten gezeigt werden sollen, ist der „Raspberry Pi“.

Das Ruhrorter Repair-Café wird in diesem Jahr mit zwei weiteren Aktionen aufwarten. Einmal dreht sich alles um das Betriebssystem Linux als Alternative insbesondere für ältere Computer. Und total undigital werden an einem Stand sogenannte „Morsbags“ aus recycelten Texitilien als Alternativen für die umweltverschmutzenden Plastiktüten genäht.

Das bekannteste Duisburger IT-Unternehmen „Krankikom“ macht Virtual Reality auf höchstem Niveau erfahrbar. Mit einer Oculus Rift VR-Brille wird man schon einen Rundgang durch das neue Firmengebäude am Innenhafen machen können, für das noch nicht einmal die Fundamente ausgehoben wurden. Aber auch andere spielerische Virtual-Reality-Erfahrungen werden sie ermöglichen. Das Internet der Dinge – auch Internet of Things (IoT) genannt – wird verständlich, wenn man sich den Prototypen für das neue intelligente Krankikom-Bürogebäude anschaut. Weitere Smart-Building-Lösungen wird auch das Kaufmännische Berufskolleg Mitte präsentieren. Und alle „Daddler“ kommen mit der „krankicade“ einem selbstgemachten Retro-Spielautomaten auf ihre Kosten.

Das Spielzeugfachgeschäft „Roskothen“ lädt zur „Rad ab-Challenge“ ein. Die Aufgabe besteht darin, mit „fischertechnik“ eine Maschine zu bauen, die keine Räder hat, sich aber dennoch bewegt. Darüber hinaus wird die ganze Bandbreite der Möglichkeiten vorgeführt, die dieser Tüftelspielzeughersteller bietet.

Schüler der Gesamtschule Emschertal aus Neumühl werden wieder vorführen, wie man aus einem Cardboard und einem Smartphone eine preiswerte Virtual-Reality-Brille herstellt.

Ums einfache Programmieren geht es am Stand der Sekundarschule Hamborn (früher Realschule Hamborn II) an der Kalthoffstraße. Seit vier Jahren sind die mindstorm-Roboter der Firma Lego aus der Schule nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr stellen sie das aktuelle Spielfeld des Roboterwettbewerbs „Robot-Game 2017“ der zdi-Zentren vor und zeigen mögliche Lösungen für die diesjährige Aufgabenstellung rund um „intelligente, umweltfreundliche und integrierte Mobilität“. Ferner lädt die Sekundarschule Hamborn in Kooperation mit dem Schulmedienzentrum alle Besucher ein, mit einem Leih-iPad Roboter durch einen Parcours zu steuern.

Der City Electronicer ist seit 35 Jahren Partner für die kreative Elektronikszene in Duisburg. Er liefert das Rohmaterial, aus dem die verrücktesten Ideen umgesetzt werden.

Außerdem wird die Stadtbibliothek ihr umfangreiches Medienangebot rund um das Thema Selbermachen vorstellen, und die Volkshochschule wird ihre vielfältigen Kursangebote rund um computergestütztes Konstruieren, 3D-Drucken und Programmieren präsentieren.
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