2 neue Ausstellungen im Lehmbruck-Museum

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  Im Lehmbruck - Museum sind in der Zeit vom 27. Februar - 5. Juni 2016 zu den gewohnten Öffnungszeiten zwei neue Ausstellungen zu sehen.

Da wäre zunächst die Ausstellung Liquid Identities - Lynn Hershman Leeson Identitäten im 21. Jahrhundert zu nennen.

Leeson gilt als eine der international einflußreichsten Medienkünstlerinnen, wie Söke Dinkla, die Museumsleiterin, berichtet. "Sie hat Kunstgeschichte geschrieben. Leeson war die erste, die den Touchscreen in ihrer Arbeit nutzte. Ihr Werk ist vergänglich. Die Ausstellung macht ihr Schaffen nachvollziehbar. Ihr Werk ist in der Frauenbewegung Kaliforniens der `60er und `70er Jahre eingebunden.

Die Amerikanerin ist Jahrgang 1941. Sie hat in Cleveland und San Francisco studiert. Von 1993 bis 2004 war die Professorin für Elektronische Künste an der University of California in Davis (dort ist sie immer noche Emeritus); dann wurde sie Professorin am San Francisco Art Institute und an der Cornell University wurde. Für ihre Werke, die schon an vielen prominenten Ausstellungsstätten gezeigt wurden (so auch schon bei uns in Duisburg im Lehmbruck - Museum), ist sie vielfach ausgezeichnet worden.

Von Skulpturen, Fotographien und Rauminstallationen bis zu interaktiven und netzbasierten Arbeiten reicht die Bandbreite, die heute bei uns zu sehen ist; die Ausstellung tritt in Wechselbeziehung zu Künstlern wie Cindy Sherman, Sophie Calle, Laurie SImmons, Mike Kelley und Paul Thek.

"Ein Teil der Hardware, für die die Software ursprünglich geschaffen wurde, gibt es heute schon gar nicht mehr, so daß die Softwareprogramme behutsam modernisiert werden mußten," berichtet Pelle, einer ihrer Mitarbeiter.

Die Ausstellung "Jakub Nepras. State of Flux" ist eine Kunstpräsentation im Rahmen der diesjährigen Duisburger Akzente. Er ist mit Videoskulpturen vertreten. Globalität und Lokalität, Technologie und Natur, fließende Bewegungen und Ankerpunkte, kultureller Austausch und Kommunikation sollen hier aufeinandertreffen. "Flux ist ein Zustand der Veränderung. Veränderungen sind im Hafen ein großer Aspekt. Nehmen sie nur die unterschiedlichen Güter, die dort umgeschlagen werden," so Dinkla.

"Wir haben die Ausstellung mit 25.000 Euro unterstützt," berichtet Dr. Joachim K. Bonn, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg. "Wir greifen zwar nicht in die Freiheit der Kunst ein, freuen uns aber trotzdem, daß wir uns hier wiedererkennen. Auch bei den Sparkassen gibt es einen hohen Grad der Digitalisierung. Wir unterstützen das Museum schon seit Jahrzehnten. In den vergangenen Jahren waren es rund 750.000 Euro."

Vergleicht man die beiden Künstler, sieht man schon die Künstler. Leeson ist Pionierin. Ist der Tscheche auch in der Selbespräsentation noch ein wenig unsicher-suchend, tritt die Dame schon selbstbewußt auf. Sie hat den technologischen Wandel mitbekommen und in der Kunst mitgestaltet; ihr Erfahrungsschatz ist dementsprechend hoch. Nepras ist Jahrgang 1981; für ihn sind Computer und ihre Nutzungs schon so selbstverständlich, daß man ihn am besten nicht fragt, wie sein Zugang zur Videokunst ist.







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