Britain´s great – Britischer Lifestyle begeisterte 22.000 Besucher am Wochenende rund um Burg Linn

London Taxi vor dem Eingang
 
Burg Linn - Schauplatz britischer Lebensart
 
Bagpiper Ken Mc Kinney
 
Süsse Sünde von der Insel - Fudge
Nachdem zur Eröffnung der British Days + Country Fair Ken McKinney mit seinem Dudelsack das Festival eröffnet hatte, wurde das Gelände rund um die Burg Linn zu einem Teilstück von Großbritannien. Und sogar Paddington Bär begrüßte die Gäste am Eingang zur Burg, an deren Turm die englische Flagge weithin sichtbar prangte.

Die Veranstalter hatten auf dem Gelände rund um die Burg Linn mehr als 120 Aussteller zusammengeführt, die eine große Auswahl von hochwertigen Top Produkten aus den Bereichen Haus & Garten, Inneneinrichtungen, Dekoration, Landmode, Natur und Landwirtschaft, Antiquitäten und Kunsthandwerk präsentierten. Kulinarische Spezialitäten von der Insel rundeten das Angebot ab.

Für die Besucher stand die Band „Austin“ auf der Bühne und lieferte Irische und Englische Folksongs vom Feinsten. Der einsetzende „typisch britische“ Landregen – „dieser wurde extra zur Veranstaltung bestellt“, so Anna Regina Grap-Schwarz, Geschäftsführerin der veranstaltenden GS+expo GmbH – sah die Eröffnung durch HM Consul Mr. Adam Radcliffe MBE – British Consulate-General, Düsseldorf sowie Karin Meincke, Bürgermeisterin der Stadt Krefeld, die beide die Beziehungen zwischen den Menschen beider Länder in den Mittelpunkt ihrer Reden stellten. Besonders schön war auch das „Candlelight Shopping“ auf dem illuminierten Festivalgelände.

Den Auftakt am Samstagmorgen bildete nach dem Dudelsackspiel von Ken McKinney neben dem Gummistiefel Weitwurf das „Welly Wanging“ durch „The Royal British Legion“. Das Kinderprogramm präsentierte traditionsgemäß die Firma „Roskothen“ aus Duisburg. Das Gut Heimendahl lud die kleinen Besucher zum Ponyreiten. Besonderes Highlight war das „Dog Casting“, ein Foto shooting für Hunde, durchgeführt von „Wolters Cat & Dog“. Und auch beim „Dog Frisbee” stand der beste Freund des Menschen im Mittelpunkt. Und die neueste Hundemode präsentierten die Vierbeiner auf dem „Catwalk“. Über 500 Hunde erkundeten mit ihren zweibeinigen Begleitern das Gelände rund um die Burg.

Die Lachmuskeln strapazierte am Nachmittag zunächst das in England eigentlich völlig unbekannte Stück und Deutscher Sylvester Knaller „Dinner for One“, exzellent aufgeführt von Ralph Fellows aus Los Angeles und Ursula Schmidt unter der Regie von Sonny Pathak (The Hamburg Players). Und dann brillierte „The Grand Theatre of Lemmings” aus dem Covent Garden, das britischen Humor und Slapsticks für die Besucher zauberte.

Für Freunde Schottlands waren natürlich die „Scottish Highland Games“ mit: Steinwurf, Baumstammwurf, Gewichtweitwurf oder Hammerweitwurf ein Bestandteil und Muss ihres Besuchsprogramms.

Für die musikalische Untermalung sorgte am Samstag und Sonntag auf der Showbühne „The Mark Bennett Band“ mit schottischer und irischer Volksmusik.

Welsh Guards waren musikalisches Highlight

Doch das musikalische Highlight war an diesem Tag die „Regimental Band - The Band of the Welsh Guards”, die man sonst nur beim Wachwechsel am Buckingham Palace sieht.

Die 44 in London stationierten Vollblutmusiker begeisterten das Publikum sowohl durch ihre hervorragenden musikalischen Darbietungen als auch durch ihre farbenfrohen Uniformen mit den weltweit bekannten schwarzen Bärenfellmützen. Mit wohl klingenden Melodien, Märschen und Filmmusiken zeigten sie deutlich die Bandbreite ihres musikalischen Repertoires! Sie waren extra zur Veranstaltung nach Krefeld angereist.

„Das Beste was die Insel auf diesem Sektor zu bieten hat,“ so Sue Austin von British Dimension in London! Und das Gefühl, wirklich auf der britischen Insel zu sein, kam auf, als die „Welsh Guards“ gemeinsam mit Ken McKinney „Highland Cathedral“ intonierten. Ein beeindruckendes Zusammenspiel der Musiker.

Sensationell auch die Falkner-Show, präsentiert von der „Greifvogelstation Wildgehege Hellenthal“, eines der langjährigen Publikum-Highlights der British Days + Country Fair. Da die von Greifvögeln ausgehende Faszination ungebrochen ist, war das Interesse an den Vorführungen, wie auch in den Vorjahren, ungebrochen, und bei der Landmesse nicht mehr wegzudenken. Die schönsten Prachtexemplare des Wildgeheges - darunter Falken, Bussarde, Adler, Eulen und Geier - flogen von den Zinnen der Linner Burg auf die Faust der Falkner, ganz dicht über die Köpfe der Besucher hinweg. Es gibt nichts Faszinierenderes, als diese Tiere einmal im freien Flug zu erleben.

Und wer wollte, konnte einen Schnellkurs im Dudelsackspielen bei Ken McKinney machen. Wie dieses richtig geht, präsentierte allerdings der mehrfache Weltmeister und Pipe-Major David Johnston. Er entlockte dem Instrument die beliebtesten Klänge von „Amazing Grace“ bis „Scotland the brave“.

Zur sportlich britischen Etikette gehört natürlich auch „Cricket“, meisterhaft präsentiert vom „British Businessmen Club Düsseldorf“, der ebenso mit einem Informationsstand auf dem Fest vertreten war, wie die Damen des „British Women Club“ aus der Landeshauptstadt und natürlich das Britische Konsulat. Und wenn man Glück hatte, sah man „Paddington Bear“ und seine Freunde, die auf dem Gelände nach Kindern suchten, die Lust auf ein Picknick hatten.

Open Air Proms Konzert im Burginnenhof

Doch das Highlight des Tages war am Abend das „The Düsseldorf International Open Air Proms Concert” – der Airport war in diesem Jahr der Hauptsponsor des Konzerts. Wer schon einmal die über 100-jährige Konzerttradition aus England „Last Night of the Proms“ aus der Royal Albert Hall gesehen hat, wird es wahrscheinlich nachvollziehen können, dass man im Schatten der im Schweinwerferlicht illuminierten, malerischen Burg Linn eine Gänsehaut bekam, als im Burginnenhof ein Klassikkonzert der besonderen Art zu Gehör gebracht wurde.

Und dann ging es los, gut 1500 Musikbegeisterte strömten mit Stühlen, Bollerwagen und Picknickkörben in den Burginnenhof, der zu einem Konzertsaal unter freiem Himmel wurde und machten es sich vor der Bühne zum gemeinsam Picknick bequem. Neben den Picknick Utensilienlagen die „Union Jack Fahnen“ zum Schwenken bereit. Eine einzigartige Atmosphäre! Wenn man bedenkt, dass zur gleichen Zeit in der Royal Albert Hall in London die Saal Leuchten ausgehen, und dort das Ende der britischen Konzert Saison eingeläutet wird.

Als Ehrengäste waren die Deutsch Britischen Gesellschaft aus Duisburg unter Vorsitz von Robert Tonks mit einer Gruppe aus der Duisburger Partnerstadt „Portsmouth“ unter den Gästen zu sehen und natürlich auch die Mitglieder des Krefelder Pendants. Jeder hatte Picknick Utensilien und gute Stimmung mitgebracht. Und vor allen Dingen war eine kräftige Stimme gefordert, denn im letzten Drittel des Konzerts wurden die Besucher und echte Fans der Picknick Tradition wieder gebeten, kräftig mitzusingen und die Fahnen zu schwenken. Wenn Lieder wie „Rule Britannia“, „Land of Hope and Glory“, „Jerusalem“ und viele weitere bekannte Stücke gespielt werden, gehört dieses traditionell dazu. Musikalischen Hochgenuss bot das „Orchester der Philharmonie Südwestfalen (NRW Landesorchester)“, das unter der Leitung des famosen Dirigenten Russel N. Harris steht. Als Solisten begeisterten Maria Rebekka Stöhr (Mezzo-Sopran) und Richard Morrison (Bariton).

Und waren es in der ersten Konzerthälfte Titel aus klassischen Stücken wie „Ruslan & Ludmila“ von Michail Glinka, „Der Babier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini, die „Habanera“ aus Bizets Carmen oder Mozarts „Don Giovanni“, Verdis „Rigoletto“ und Johann Strauss „Die Fledermaus“, so bestimmten die zweite Hälfte zunächst bekannte Stücke aus Musicals und Märsche.

Geboten wurden Eric Coates „Calling all Workers”, Frederick Loewes „I Could Have Danced All Night“ aus My Fair Lady, das „Neapolitanische Lied, Op. 63” von Nikolai Rimsky-Korsakow oder auch aus „Annie Get Your Gun” von Irving Berlin „Anything You Can Do I Can Do Better”.

Und dann kamen die „Pflichtstücke” und Highlights jeder „Proms Night“. Die „Fantasy on British Sea Songs” und „Rule Britannia” von Henry Wood und Thomas Arne. Es folgte das herrliche „Jerusalem” von Hubert Parry.

Doch dann wurden die Zuschauer imemr verzückter und Edward Elgars „Pomp & Circumstance No.1“ folgten „Rule, Britannia!“ und „Land of Hope and Glory”. Diese Stücke sieht man auch als inoffizielle Hymnen der Briten an. Die offiziellen Nationalhymnen beider Länder bildeten neben der schottischen Weise „Auld Lang Syne“ den Abschluss eines beeindruckenden Konzertes, ganz in der Tradition der Royal Albert Hall in London.

Der Sonntag war leider auch von Dauerregen geprägt. Höhepunkt zum Abschluss war die Charity Auktion, denn die British Days + Country Fair unterstützt auch in diesem Jahr wieder Kinder in schwierigen Situationen. Der bei der Versteigerung von den von Ausstellern gespendeten Produkten im Rahmen der „Aktion Teddybär“ eingenommene Betrag wird an die Friedrich – von – Bodelschwingh - Schule, eine Förderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche in Krefeld, übergeben. Die Fanfare zum Abschluss der Veranstaltung wurde von Ken McKinney gespielt.

Man kann sagen, dass diese Veranstaltung den Besuchern einen wunderbaren Eindruck von der Lebensart auf den britischen Inseln vermittelt hat. Für das nächste Jahr ist das 2. Septemberwochenende bereits „dick“ in den Terminkalender eingetragen! Dann findet die British Days + Country Fair vom 9. bis 11. September auf der Burg Linn statt.
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1 Kommentar
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Sabine Justen aus Duisburg | 12.09.2010 | 18:57  
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