Der Bund der Kroaten

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Kroaten gibt es schon ganz lange bei uns in Deutschland. Eine erste Einwanderungswelle gab es in den ` 50er Jahren, als kroatische Eheleute von damals vertriebenen Volksdeutschen auch nach Duisburg kamen. Dann kam das Anwerbeabkommen aus dem Jahre 1968, als der nächste große Schub kam. Und schießlich führte der Bürgerkrieg auf dem Balkanland dazu, daß die nächste Zuwanderungsgeneration kam.

Rund 2.500 ethnische Kroaten leben heute bei uns in Duisburg, viele davon mit deutschem Paß.

"Der Bund der Kroaten ist auch zu dieser Zeit entstanden," berichtet Josip Sosic. Der Journalist und städtische Mitarbeiter ist heute der Vorsitzende des Bundes. "Damals bestand unsere Zielsetzung darin, humanitäre Hilfe für die alte Heimat zu liefern. Wir haben auch tatsächlich viele Hilfsgüter auf den Balkan gebracht."

Der Bürgerkrieg ist heute Gott sei Dank vorbei. "Als sich die politische Lage beruhigte, schlief der Bund fast ein," berichtet Sosic. Der Schwerpunkt der Arbeit hat sich inzwischen aber verändert. Der Fokus liegt jetzt auf den Kroaten bei uns In Duisburg.

Es gibt den Tanzverein "ADRIA", der im Jahre 2003 gegründet wurde. Beim Stadtsportbund Duisburg es eine Beschreibung der ADRIA; von daher soll an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen werden. Die kroatische Volkstanzgruppe ADRIA

Kroatische Wochen und andere Kulturveranstaltungen kommen hinzu. Der Bundder Kroaten hat sich auch ein Stück weit in Richtung Sportverein gewandelt, wie Sosic berichtet. Volleyball, Walking, Nordic Walking und Rückengymnastik bietet der Bund. "Kroaten sind insbesondere in Ballspielen sehr gut," so Sosic.

"Toleran fördern, Kompetenz stärken" heißt ein Bundesprogramm, an dem der Bund teilnimmt und gesellschaftliche, politische, religiöse und andere Bildung vermittelt. Hier sollen Vorurteile abgebaut werden.

Die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, der katholischen kroatischen Mission und dem Internationalen Zentrum des Volkshochschule Duisburg kommen hinzu.
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