Doppelausstellung DKM - Lehmbruck

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In ihrer erst zweiten ausstellerischen Zusammenarbeit stellen das Lehmbruck-Museum und das Musem DKM den Bildhauer und Fotographen Johannes Brus vor.

Im Lehmbruck-Museum ist die Kunstpräsentation Johannes Brus - Probe zu: Tanzen für Brancusi vom 16. März - 16. Mai zu den gewohnten Öffnungszeiten zu sehen. Dies geschieht im Rahmen der Ausstellungsreihe Sculpture 21st, in der monographisch wichtige Bildhauer des 21. Jahrhunderts und ihre grundlegenden Fragen an die Kunst, das Museum und ihr Verhältnis zur Gesellschaft vorgestellt werden; zumindest formuliert es das Museum so.

Die Ausstellung ist in der Glashalle zu bewundern. Brus zeigt darin sein mehrteiliges Kunstwerk erstmals öffentlich. Dabei handelt es sich um Skulpturen, zu denen ihn Fotographien von Tänzerinnen aus der Kompanie Pina Bausch inspirierten. "Drei Tänzerinnen, die klassische Anforderungen wie Körperlichkeit, Bewegung und Balance, stehen im Zentrum des Arrangements. Integriert hat er eine Skulptur Constantin Brancusis (1876 - 1957), jenes Pioniers der modernen Skulptur, der für Abstraktion in Vollendung steht," berichtet Andreas Benedict, der Pressesprecher des Museums.

"Brus hat auch in der Zeit des Minimalismus immer figurativ gearbeitet," berichtet Michael Krajewski. Er ist der Kurator der Ausstellung. "Brus lebt im Ruhrgebiet. "Er hat schon 1976 als junger, aufstrebender Künstler erstmals bei uns ausgestellt. Ich selbst habe schon lange Kontakt zu ihm, weil der den Umgang mit Beton praktiziert. Vor vier Jahren kam dann die Idee auf, eine Ausstellung mit ihm zu machen. Als es dann um die konkreten Planungen ging, ist Brus an uns herangetreten. Brus ist für uns interessant, weil er sich mit der Tradition der Bildhauerei beschäftigt. Es geht um Improvisation und Vollendung. Das Museum wird so in eine Bühne umgewandelt.

Im DKM-Museum ist die Ausstellung Einerlei wo außerhalb der Welt vom 19. März - 4. September zu den gewohnten Öffnungszeiten zu bewundern. "Fremde und archaische Kulturen, exotische Reisen sowie mythologische und mythische Gestalten sind die Themen von Brus. Die auf fast 300 qm² ausgestellten Skulpturen und Fotoserien lassen den Betrachter in eine versunkene und magisch aufgeladene Welt eintauchen," berichten Dirk Krämer und Klaus Maas, die beiden (privaten) Museumsmacher. Dementsprechend ist die Kunstpräsentation auch eher an ihrem persönlichen Geschmack orientiert.

Die Ausstellung beginnt im Eingangsbereich. Dort ist eine kleine Serie von männlichen Stein- und Bronzeköpfen zu sehen. Dann geht es weiter in den Anbaubereich. Es gibt eine Rauminstallation zu sehen. Dafür wurden Reisefotographien des Künstlers auf Großformat gebracht und gezielt mit der Hand überarbeitet. Drei Fotoarbeiten zeigen Maharadschas.

Im nächsten Raum hängt ein braunes, grobes, ungerahmtes Foto an der Wand. Es stellt ein Pferd dar, unter dem sich ein Beil befindet. Rechts im Raum gibt es ein weißes, unschuldiges und reines Pferd auf einem Rollwagen zu sehen.

Die Reise durch die Ausstellung endet mit Zeichnungen und Skizzen von "künftigen" Skulpturen. Ob sie wohl von Johannes Brus stammen? Nein, weit gefehlt - in der gegenüberliegenden Ecke knien die beiden Personen (als Skulpturen), die zu den Zeichnungen gehören - es sind zwei Künstler in Form von Kunststeinfiguren, die ihr neuestes Werk betrachten. Ein Pferdepaar außerhalb der Ausstellungsräume gehört ebenfalls zur Ausstellung.
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