DUART Archiv Galerie Atelier

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  Die Ausstellung "Spuren - Strukturen - Texturen" ist seit dem 6. März 2015 zu den gewohten Öffnungszeiten (donnerstags und freitags jeweils von 18 - 21 Uhr) in der DU/ART Galerie am Dellplatz 8 in der Duisburger Innenstadt zu sehen. "Sie läuft noch bis zum 22. Mai," wie Galerie-Betreiber Gerhard Losemann berichtet.

Jochen Duckwitz, Andre Schweers, Holger Albertini, Jupp Lückeroth, Hans-Joachim Herberts und Günther Kühn sind mit Malerei, Grafik und Objektkunst vertreten. "Die Ausstellung ist thematisch aufgebaut. Was hinterläßt jemand? Lückeroth ist beispielsweise mit Werken aus den 1970er Jahren vertreten. Darum sind Leute gruppiert, die ähnlich denken."

Losemann wurde 1938 in Duisburg geboren. Er hat eine Lehre als technischer Zeichner gemacht und konnte durch ein Stipendium der DEMAG AG (Fachhochschulreife) eine künstlerische Ausbildung absolvieren.

Er ist Sprecher der Duisburger Sezession seit 1977. Mehrere Jahre war er im Vorstand des WBK, Essen und des Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf.

Außerdem war er mehrmals Sprecher der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler sowie mehrmals in den Kulturbeirat der Stadt Duisburg gewählt.

Diverse Auszeichnungen zeigen von der Güte seiner Arbeit.

2013 erfolgte die Gründung der Galerie DU/ART.

"Losemann stellt dort Kunstarbeiten vor, die von weniger bekannten und verstorbenen Künstlern stammen. Diese Werke sollten eigentlich in den Müll wandern, doch Losemann verhinderte dies.

Kunst, die sich schon zu Lebzeiten ihrer Produzenten gut verkauft hat, wird nach deren Tod oft teurer. Manchmal gelingt es auch Künstlern, erst nach ihrem Tod geschätzt und auch finanziell hoch gehandelt zu werden. Dann freuen sich die Erben. Aber was passiert mit den Werken der vielen, vielen Künstler, die durchaus bedeutsam waren und Spuren hinterlassen haben, mit ihrer Kunst aber finanziell nie auf einen grünen Zweig gekommen sind? Gibt es keine Erben oder zeigen die kein Interesse, heißt es am Ende: Müll.
2500 Arbeiten im Magazin

Der Duisburger Künstler Gerhard Losemann (74) und seine Frau Rita Ehrig gehen mit viel Arbeit und auch finanziellem Engagement einen anderen Weg. In ihrer Galerie „DU-Art“, die gestern am Dellplatz 8 eröffnet wurde, zeigen sie Ausstellungen aus Künstler-Nachlässen. Entstanden ist die Idee, als Künstlerkollege Dieter Pirdzun 1987 verunglückte und seine Werke weggeworfen werden sollten. „Das geht nicht“, habe er damals gedacht, so Losemann. Er habe während der Haushaltsauflösung gerettet, was noch zu retten war und in nicht mehr genutzten Schulräumen gelagert.

Dann kam der Nachlass von Wilhelm Wiacker dazu, der als VHS- Dozent eine ganze Generation von Duisburger Künstlern geprägt hat, darunter Gerhard Losemann. Der kennt die Szene als Mitglieder der 1957 gegründeten Duisburger Sezession . Er hütet außerdem Werke von Hetty Bresser, Hans-Joachim Herbertz, Heinz Luckenbach, Käte Augusti-Steinkamp – und Gisela Schneider-Gehrke, der die erste Ausstellung gewidmet ist. Etwa 2500 Arbeiten kamen insgesamt zusammen, für die die Stadt Kellerräume einer nicht mehr genutzten Schule zur Verfügung gestellt hatte. Sie wurden Losemann zum Teil auch testamentarisch überlassen. Die Frage, ausschlagen oden annehmen, war für Losemann keine.

Vorbereitungen laufen schon seit einem Jahr

Seit einem Jahr arbeiten er und seine Frau daran, das Haus, das sie am Dellplatz 8 erworben haben, so herzurichten, dass die Nachlässe gelagert und eben auch gezeigt werden können. Die Regale auf dem Speicher und im Keller sind voll, längst noch nicht alles gesichtet, aussortiert und geordnet, vielleicht eine Fundgrube für angehende Kunsthistoriker.

Und auch der Galerieraum ist hergerichtet. „Es werden dokumentarische Ausstellungen, auch um die Erinnerung wach zu halten“, sagt Losemann. An die 2001 gestorbene Gisela Schneider-Gehrke erinnern Fotos und Videos ihrer Performances, wobei einige Videos vom Verfall bedroht sind. Dazu ist Schriftliches von der und über die Künstlerin nachzulesen," berichtet Anne Horstmeier in einem WAZ-Artikel, der inzwischen in der Internet-Plattform "Der Westen" nachzulesen ist. (www.derwesten.de) Der Text stamm vom 7.3.2013.

Losemann hat zwar auch einen eigenen Internetauftritt (www.gerhard-losemann.de); die Angaben dort sind aber nicht unbedingt aktuell.
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