Duisburger Kaisermünzenpreis 2016 für das "filmforum" am Dellplatz

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  Das filmforum Duisburg hat nun den Duisburger Kaisermünzenpreis 2016 erhalten. Die bürgerschaftliche Vereinigung proDUISBURG e.V. verlieh die Ehrung wiederum für herausragende Leistungen zum Wohl der Stadt Duisburg und ihrer Bürger.

Kai Gottlob, Geschäftsführer des ältesten kommunalen Kinos in Deutschland, nahm den Preis im Ratssaal des Duisburger Rathauses entgegen.

In seiner Laudatio nannte der Vorsitzende des 1910 gegründeten Vereins proDUISBURG e.V., Hermann Kewitz, das filmforum ein „Kino mit Haltung“, das sich für die wichtigen Werte einer demokratischen Gesellschaft einsetze. Die Ehrung sei ein nicht zu unterschätzender „Publikumspreis“.

Oberbürgermeister Sören Link sagte in seinem Grußwort:

„Für das filmforum ist diese Ehrung weit mehr als die Würdigung herausragender Verdienste. Es ist geradezu eine Liebeserklärung und ein besonderes Dankeschön der Duisburger an ihr lokales Zentrum der Filmkultur.“

Und der OB erinnerte an die Gründung des filmforums in einer Zeit, als in den Duisburger Kinos Filme wie "Die tollen Tanten" oder "Schulmädchenreport" liefen. Da war es nicht schwer, dass der damalige (1970) Vorsitzende des Kulturausschusses, Bürgermeister Josef Krings, im Rat der Stadt ein einstimmiges Votum für ein kommunales Kino auf kulturell hohem Niveau erhielt.

In seinen Dankesworten würdigte Kai Gottlob die Leidenschaft und Einsatzbereitschaft des filmforum-Teams. Er erinnerte zugleich an das Jahr 2010, als dem kommunalen Kino aufgrund der geplanten Zuschusskürzungen das Aus drohte.

„Damals hätten wir uns nicht träumen lassen, dass wir heute diese besondere Auszeichnung als Anerkennung für unsere Arbeit erhalten. Wir sind sehr dankbar für diese Ehrung“, erklärte Kai Gottlob.

Den musikalischen Rahmen der Feierstunde setzte der renommierte Stummfilmpianist Joachim Bärenz, der die „Tonspur“ zu Ausschnitten aus Filmen von Fritz Lang, Charles Chaplin und historischen Aufnahmen aus Duisburg auf dem Piano live spielte.

Zu den Gästen der Feierstunde im Ratssaal gehörte auch Horst Schäfer. Er war der Gründer des kommunalen Kinos im Jahr 1970.

proDUISBURG e.V. würdigte mit der Auszeichnung die Verdienste des filmforum Duisburg für das kulturelle Leben in der Stadt. Zugleich unterstrich die bürgerschaftliche Vereinigung die Bedeutung des ältesten Kommunalen Kinos als filmisches Gedächtnis Duisburgs.

Das Kino habe Freunde weit über die Stadtgrenze hinaus und trage dazu bei, Duisburg als Kulturort bekannt zu machen, so Hermann Kewitz. Es sei einer der Kristallisationskerne für die Szene am Dellplatz. Pädagogisch begleitete Programme für Kinder machen das Kommunale Kino zu einer Schule des Sehens.

Über den Duisburger Kaisermünzenpreis

proDUISBURG e.V. ehrt mit dieser bürgerschaftlichen Auszeichnung seit 1981 Menschen, Unternehmen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise Verdienste um die Stadt Duisburg erworben haben. Preisträger in den vergangenen Jahren waren unter anderem die Kunstsammler Klaus Maas und Dirk Krämer, Schauinsland-Reisen, der Stadtsportbund Duisburg, die Universität Duisburg-Essen.

Der Name der Auszeichnung erinnert an das Münzrecht, das die Stadt Duisburg im Mittelalter hatte. Der Preis selbst zeigt drei in Silber geschlagene Faksimiles dieser Münzen. Er wird vom Duisburger Goldschmied Claus Pohl im Auftrag von proDUISBURG e.V. gefertigt.

Der Preis wird im Folgejahr, für das dieser verliehen wird, übergeben.
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