Ein Märchen wurde wahr - Prinzenkürung machte aus Mark Schiffmann – Prinz Mark I.

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    M I. steht auf dem Prinzenorden der frisch gekürten Duisburger Tollität. Im bürgerlichen Leben heißt er Mark Schiffmann und ist den Karnevalisten als Caesar der "Römergarde Duisburg" bekannt.

Im Römischen steht das "M" bekanntlich für die Zahl "Tausend". Nimmt man die "Eins" hinzu so erhält man in Summe die Zahl 1001. Und so kann man durchaus sagen, das ein Märchen aus Tausend und einer Nacht für ihn und seine Crew wahr wurde.

Gut 950 Duisburger waren in den großen Saal der nunmehr neu renovierten Mercatorhalle zur "Gala Nacht des Karnevals" gekommen um der Kürung beizuwohnen. Und diese erwartete ein gut fünfstündiges, von karnevalisitschen Höhepunkten geprägtes Programm. Mit Karneval, Comedy, Show und Tanz ging es durch den Abend. Da hatte der HDK ein exzellentes Programm für den Galaabend auf die Bühne der Halle gebracht.

Startrompeter Lutz Kniep eröffnete das Programm mit einer formidablen Lasershow und entlockte seinem Instrument wahre Verzückungen bei den Jecken im Saal.

Ein herrliches Bild war der Einmarsch der Karnevalsgesellschaften mit ihren Standarten sowie der Prinzencrew des Vorjahres.

"Hier sehen wir den Duisburger Karneval!"

so die Worte von HDK Präsident Michael Jansen, der mit je einem Vertreter der Duisburger Vereine den "Elferrat" bildete und im Gestühl der Prinzengarde Duisburg, die in diesem Jahr ihr 80jähriges Bestehen kann, Platz nahm.

Michael Jansen konnte zu Recht sagen, dass es „kaum eine Stadt in Deutschland gibt, die dem Duisburger Karneval das Wasser reichen kann". Als bekannter „Hans Dampf in allen Gassen“ führte dieser dann auch durch den Galaabend.

Die Verabschiedung der alten Prinzencrew rund um Michael I. (Reinbold) war für ihn und viele seiner "Fans" von Wehmut gezeichnet. Schilder mit der Aufschrift "Danke Bärchen" zeugten von einer tollen Session, die nun zu Ende ging.

Es folgte die Begrüßung der Ehrengäste, unter denen man u.a. OB Sören Link, Planungsdezernent Carsten Tum, Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels, GEBAG Chef Bernd Wortmeyer und alle Duisburger Bundestagsabgeornete sah.

Ganz besonders wurde Peter Joppa, Geschäftsführer Duisburg Kontor, begrüßt, der an diesem Abend seinen Geburtstag feierte. Die HDK Pagen Tanja Zocholl und Jaqueline Maleszka überreichten ihm ein schönes Blumengebinde.

Weiter ging es im Programm mit Putzfrau Achnes Kasulke, die mit Kopftuch und Kittelschürze mal "ein wenig für Klarheit" sorgte, und die Alltagsprobleme närrisch gewürzt, über Bord "putzte". Herzerfrischend und starker Tobak für die Lachmuskeln.

Der Auftritt der Kinderprinzencrew mit Kinderprinz Dustin I. und seiner Prinzessin Nina I. sowie Hofmarschall Marc und Pagin Emma kam bei den Gästen im Saal sehr gut an, und Zugaberufe, wobei die "Pumphose", wie es OB Sören Link betonte zum "Gassenhauer" wurde, wurden natürlich prompt erfüllt.

Grandios auch das Kölner Karnevals Urgestein „ Et Rumpelstilzche“, im richtigen Leben Fritz Schopps, der sich alles und jeden im Lande vornahm. Da stand das Publikum Kopf und bei der Schelte gegenüber der Polizei nach der Silvesternacht, verteilte er gegenüber den Kritikastern so manche "Watsche". Das Publikum belohnte ihn mit lange anhaltendem Applaus.

Nach Abnahme der Prinzengarde im Duisburger Hof durch Se. Tollität wurde die neue Prinzencrew mit musikalischer Unterstützung der beiden Musikzüge der Garde zur Mercatorhalle gespielt.

Dann kam der große Moment und Ralf Quattelbaum riss seinen Bataillöner Stab in die Höhe und intonierte den Marsch "Larihda". Unter tosendem Applaus und lautstarken Helau Rufen marschierten Garde und Prinzencrew in die Halle ein. Und da stimmte es auch mit der Akustik.

Natürlich fieberten alle im Saal dem großen Moment entgegen.

HDK-Präsident Michel Jansen setzte Herrn Mark Schiffmann die Mütze mit den fünf Federn auf, nachdem sein Vorgänger Michael "Bärchen" Reinbold ihm das Zepter übergeben hatte. Bis zum Aschermittwoch ist er für die Duisburger der höchste Repräsentant des Karnevals in unserer Heimatstadt.

Die beiden Hofmarschälle verlasen die Prinzenproklamation für die frisch gekürte Tollität.

Und dann kam der Moment, auf den die Jecken im Saal gewartet hatten. Mit seinen vier liebreizenden Pagen Janina, Jana, Katharina und Laura und den Hofmarschällen Kai-Uwe Otto und Benjamin Reher lieferten Mark I. und seine Crew eine grandiose Show auf die Bühne der Mercatorhalle. Mit dem bereits im November vorgetragenen Lied

„Duisburg ole“

erntete diese stehenden und tosenden Applaus.

Traditionell wurden nun OB Sören Link, Dr. Elke Bartels, MdB Volker Mosblech und Peter Joppa auf die Hallenbühne gebeten, denen die ersten Orden des neuen Prinzen überreicht wurden. Der OB brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass "bloß nicht wieder zu viel Rückenwind die Jecken am Rosenmontag entgegenweht"!

Nach dem offiziellen Kürungsakt nahmen Prinz, Hofmarschälle und Paginnen auf dem Thron Platz und verfolgten, gut beschirmt von zwei Offizieren der Prinzengarde, das Programm des Abends.

Weiter ging es mit der Prinzengarde, die alles aufbot, was sie in ihrem Jubiläumsjahr zu bieten hat. Solomariechen Lisa Jungbluth sowie das Tanzpaar Lucia Schuwald und Michael Torka zeigten bravourös ihr Können und die beiden Musikzüge brachten noch einmal so richtig Stimmung in den Saal.

Daran schloss die bekannte Partyband "Die Mennekrather" nahtlos an und heizten, gemeinsam mit der Prinzencrew, den Jecken noch einmal so richtig ein und mischte die Mercatorhalle auf.

Es folgte ein tänzerischer Höhepunkt der Sitzung. Die Mädels der „Fauth-Dance Company“ aus Viersen, eines der besten Ballett - Ensembles Deutschlands, zeigten exzellenten Showtanz auf höchstem Niveau. Die Präzision, das Talent und die Ästhetik der einzelnen Tänzerinnen war einfach nur herausragend und ein Augenschmaus für die Besucher der Gala, nicht zuletzt auch durch die grandiose, musikalische Mischung.

Und mit den „Funky Marys“ wurde die Stimmung im Saal noch einmal so richtig angeheizt. Die Mädels hatten die richtige Musik dafür mitgebracht. Die fünf kölschen Power Mädchen verstanden es einfach das Publikum zu fesseln und man merkte ihnen an, dass sie auf der Bühne zu Hause sind. Sie brachten den Saal so richtig zum kochen und sorgten für die nötige Stimmung und holten Tollität Prinz Mark I. und seine Crew, die ebenfalls ihr tänzerisches Können zeigten, gleich mit auf die Bühne.

Mit großer Wache marschierte das Reiterkorps Jan van Werth, ein Kölner Traditionskorps, in die Halle ein. 140 Mann geballter Karnevalsfreude waren auf der Bühne der Mercatorhalle zu sehen und absolvierten Gardetanz vom Allerfeinsten.

Gemeinsam mit dem "Lieblingskorps" Sr Tollität Prinz Mark I. marschierte dieser und seine Crew sowie der Elferrat von der Hallenbühne.

Nicht bei allen Besuchern wird der eigentlich von einem Feuerwerk des Frohsinns geprägte Abend in wohlwollender Erinnerung bleiben. Schlechte Akustik und eine schlechte Sicht auf die Bühne, die gerade einmal einen halben Meter hochgefahren war, wurde von vielen Besuchern kritisiert.

Ein Umstand, für den sich HDK Präsident Michael "Michel" Jansen sowohl am Abend der Kürung, als auch noch einmal beim Prinzenempfang am darauffolgenden Tag, bei allen Duisburgern entschuldigte.

"Dieses müssen und werden wir abstellen!"


Chapeau lieber "Michel". Erklärungsversuche oder eine Entschuldigung der Hallenleitung gab es dazu nicht.

Im Anschluss an das Programm gab der neu gekürte Prinz Karneval 2016/2017 einen Empfang für Freunde und Förderer und gab die ersten Orden der Session aus.

Die "Thomas Arens Combo" führte musikalisch durch die Veranstaltung und im Anschluss konnte man noch zu bekannten Hits der 70er und 80er Jahre von der Band „Coverkings“ das Tanzbein schwingen. Erst in den frühen Morgenstunden sah man die letzten Besucher aus der Halle kommen.
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