Evonik Jugendkunstpreis 2015 im MKM Duisburg

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1. Preis des Evonik Jugendkunstpreises 2015 ging an die Schüler/innen des Deutschhaus-Gymnasiums Würzburg
 
Preisverleihung moderiert von Katty Salié
Duisburg: Museum Küppersmühle |

Die Preisträger des Jugendkunstpreises 2015 stehen fest... ...und die Gewinner sind:

Der 1. Preis geht an das Deutschhaus-Gymnasium Würzburg mit der Arbeit "Blick in den Spiegel", den zweiten Platz belegt die Gesamt- und Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle mit der Arbeit "Our one world". Der 3. Preis geht an die Realschule Velen/Ramsdorf mit der Arbeit "Vor die Wand gefahren".

Die Siegerarbeiten wie auch alle anderen Arbeiten der 20 teilnehmenden Schulklassen können noch bis zum 28. Februar 2016 im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen besucht werden.

Bereits seit 2000 wird der Jugendkunstpreis vergeben, seit 2014 wird der Wettbewerb durch das Essener Unternehmen Evonik gesponsert. Hunderte Schulklassen hatten sich im letzten Jahr beworben, daraus wurden 20 Klassen per Los gezogen, sie durften mitmachen. Die Schüler verbringen einen Tag mit kunstpädagogischer Betreuung im Museum und haben danach acht Wochen Zeit, ihre im Museum erfahrene Kunst in einer eigenen Arbeit zu interpretieren. Abschließend werden alle Arbeiten im Museum präsentiert. Eine Jury, darunter Künstler wie Abraham David Christian und Anthony Cragg, wählt dann drei Gewinner des Wettbewerbs. Die Preisträger erhalten den Evonik Jugendpreis in Höhe von 5.000,- € (1. Preis), 2.000,- € (2.Preis) und 1.000,-€ (3.Preis).

Spannende Preisverleihung

Bei der abendlichen Preisverleihung, moderiert von Katty Salié, sind natürlich alle mitmachenden Klassen eingeladen. Bis zum Schluss bleiben die Gewinner geheim. Jedes Jahr aufs Neue herrscht eine positiv gespannte Atmosphäre bis dann die Gewinner genannt und bejubelt werden. Dann darf man sich gerne selber feiern, stolz sein und den Augenblick genießen. Aber nicht nur die Arbeiten der drei Preisträger sind sehenswert, alle Arbeiten zeugen von kreativer Qualität. Überhaupt mitmachen zu können und in einem Museum wie das MKM ausstellen zu dürfen, ist allein schon eine hohe Auszeichnung, die auch eine nachhaltige Strahlkraft besitzen kann. So berichtete Walter Smerling, Direktor des MKM, von zwei ehemaligen Preisträgerinnen, die erfolgreich eine künstlerische Laufbahn eingeschlagen haben.
Gut möglich, dass auch aus diesem Wettbewerbsjahrgang wieder zukünftige Künstler nachwachsen.

Hohes Niveau aller Arbeiten

Das Niveau der künstlerischen Arbeiten liegt hoch. Es werden aktuelle gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel Menschlichkeit in einer digitalisierten Welt, Wegwerfgesellschaft, bedrohte Natur, Andersartigkeit und Flüchtlingsproblematik mit unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln und Techniken dargestellt.

Die Jury begründete ihre Auswahl übrigens folgendermaßen, Zitat:

"1. Platz: Deutschhaus Gymnasium Würzburg
Die kluge Komposition überzeugt konstruktiv und inhaltlich. Sie reflektiert aktuelle technische und soziale Entwicklungen. Der Beitrag zeigt Resultate unserer fortschrittsorientierten Gesellschaft am Beispiel der Digitalisierung und anderer technischer Möglichkeiten, mit Blick in andere Kosmen. Parallel dazu wird der heutigen Wegwerfgesellschaft der Spiegel vorgehalten, werden Wertigkeiten aufgezeigt und der gesellschaftliche Dialog angeregt. Eine Sonde explodiert, begibt sich auf Spurensuche und hinterlässt gleichzeitig Spuren – auch bei der Jury. Ein große Lob an die jungen „Kunstgedankenmacher“!

2. Platz: Gesamt- und Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle
Der kluge und sensible Wettbewerbsbeitrag regt zum Nachdenken und Hinterfragen an. Besonders die reduzierte, ansprechende Formgebung der Arbeit überzeugt. Harmonische Masse und Gruppendynamik stehen sich gegenüber. Die Arbeit wirkt vordergründig lieblich und schön, harmonisch und symmetrisch. Erst auf den zweiten Blick wird die Wahrnehmung des Betrachters auf das aus der Reihe Fallende, Nicht-Symmetrische gelenkt.

3. Platz: Realschule Velen / Ramsdorf
Die multimediale Installation überzeugt durch ihre materielle Vielschichtigkeit. Die Arbeit geht auf aktuelle soziale Themen ein, insbesondere auf die Flüchtlingsproblematik, aber auch auf allgemein menschliche Problemsituationen. Lebensziele und ihre mögliche oder auch unmögliche Erreichbarkeit stehen im Fokus des Beitrags, der stark emotionalisiert. Die Schülerinnen und Schüler geben mit künstlerischen Mitteln der Menschlichkeit ein Gesicht."

Ein Besuch lohnt!

Am besten selber hingehen und sich ein Bild machen. Sicherlich ist die mit dem dritten Preis ausgezeichnete Arbeit die emotionalste. Hier geben die Schüler/innen mit Hilfe ihrer Selfies der "Menschlichkeit" ein Gesicht, musikalisch wird die Arbeit mit dem Song "Hello" von Adele untermalt. Das lässt niemanden kalt.

Ausstellung bis zum 28. Februar 2016

Duisburger und Duisburgerinnen haben jeden Donnerstag freien Eintritt im MKM (gegen Vorlage des Personalausweises).

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Philosophenweg 55
47051 Duisburg / Innenhafen
www.museum-kueppersmuehle.de
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4 Kommentare
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 19.02.2016 | 15:04  
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 19.02.2016 | 15:50  
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Eckhard Schlaup aus Gladbeck | 21.02.2016 | 17:12  
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 21.02.2016 | 19:04  
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