Gemeinsam Gesicht zeigen

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Stadtdechant Lücking (links) und Superintendent Schneider bei der Präsentation des Plakates.Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg
Katholische und evangelische Gemeinden in Duisburg starten Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit

Die Botschaft „Gottes Wort lehrt Nächstenliebe, nicht Hass“ ist eindeutig. Sie ist auch auf den Plakaten, die nun in evangelischen und katholischen Kirchengemeinden sowie in öffentlichen Gebäuden der Stadt Duisburg angebracht werden, nicht zu übersehen.

Ebenso wenig wie die 14 Menschen, die auf den Plakaten gemeinsam mit Pfarrer Bernhard Lücking, Stadtdechant der Katholischen Kirche in Duisburg, und Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit zeigen. „Vor Fremdenhass und dumpfen Stammtischparolen ducken wir uns nicht weg“ betont Superintendent Schneider „sondern wir setzen ihnen unsere Argumente, unseren Glauben, unsere Menschlichkeit entgegen. Deshalb: Gesicht zeigen.“
Stadtdechant Lücking ist der Evangelischen Kirche im Rheinland dankbar für die Aktion „Wir sind MitMenschen“, an die sich die Duisburger Kirchen mit ihren Plakaten anlehnen. „So können wir in ökumenischer Einmütigkeit zeigen: Wir nehmen das Evangelium ernst und betrachten das Wort Jesu „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (vgl. Mt 25, 35) nicht als frommen Spruch, sondern wollen es im Alltag, in der jetzigen gesellschaftlichen Wirklichkeit leben und bezeugen gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass.“
Auf dem Plakat zu sehen sind neben Oberbürgermeister Sören Link Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Nicole Uphoff, Olympiasiegerin im Dressurreiten, Unternehmerin Gabriela Grillo, Kabarettist Kai Magnus Sting sowie weitere Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft.
„Unser Nächster ist jeder Mensch, besonders der, der unsere Hilfe braucht.“ Für Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels sind diese Worte Motivation für ihre Teilnahme; für Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek Duisburg, sind es diese Worte: „Gottes unendlich große Liebe ist den Menschen gewidmet - allen gemeinsam, ohne Unterschied der Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder Kultur!“.
Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas findet, dass „Hass und Hetze werden immer offener zur Schau gestellt – ob auf der Straße oder im Internet. Umso wichtiger ist, dass wir offen gegenhalten und Gesicht zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit. Unsere Heimatstadt Duisburg ist weltoffen und tolerant.“ Auch Daniel Wörmann, Vorsitzender des Katholikenrats Duisburg, der ebenfalls sein Foto zur Verfügung stellte, begrüßt die Aktion ausdrücklich. „Es ist wichtig, dass wir als Kirche und Gesellschaft uns aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit positionieren und jeder einzelne mit Namen und Gesicht deutlich macht, dass wir Fremdenfeindlichkeit und -hass nicht akzeptieren. Nur so ist es möglich, stumpfen Stammtischparolen und menschenverachtenden Äußerungen entgegenzutreten. Mir ist jeder deutsche Fremdenfeind fremder als jeder friedfertige 'Fremde'“.
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3 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 11.08.2016 | 22:02  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 12.08.2016 | 12:12  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 12.08.2016 | 13:19  
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