Glaubensgeneration

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    Die folgenden Bilder stammen aus der Glaubensgeneration, einer eher pfingstlerisch orientierten Gemeinde, die vor allem russischstämmige Menschen anspricht.

1995 haben Alexander und seine Frau Irina Epp die Gemeinde gegründet.

"Es war an einem Abend, wir gingen spazieren und begegneten einer Gruppe Russlandsdeutscher, die Alkohol zu sich nahmen. Es waren Jugendliche und Teenagers im Alter von 13-15 Jahre. Es berührte unsere Herzen. Wir konnten nicht schlafen und essen, es war ein Schmerz, dass unsere Kinder auch so kaputt gehen können. So haben wir mit Hilfe von anderen Christen und Gemeinden diesen Dienst begonnen," beschreibt Epp seine Motivation, die Gemeinde ins Leben zu rufen.

Im ersten Monat sind 5-11 Menschen zu den Gottesdiensten gekommen. Danach begann eine Zeit des Wachstums. "Gegenwärtig besuchen jeden Sonntag mehr als 500 Menschen den Gottesdienst," berichtet Epp.

Alexander Epp wurde am 26.02.1961 in Zelinograd (damals eine zentrale Stadt in der Kasachstan und heute dessen Hauptstadt) geboren. Seine Familie stammte ursprünglich aus Deutschland, sie kamen mit dem Einladungsmanifest für ausländische Kolonisten zur Zeiten von Katharina die Große nach Russland.

"Zwischen den eingewanderten Kolonisten waren mehrere aufrichtig gläubig, die aufgrund der religiösen Verfolgungen in Deutschland geflohen sind. Die fleißigen Deutschen arbeiteten ohne Ruhepausen auf ihren Ackern, die sie bekommen haben, und errichteten blühende Gemeinwesen. Zuerst sympathisierte die russische Regierung den Kolonisten, auch Aussiedler genannt, und bot ihnen einige Privilegien, wie z. B. die Ausübung ihrer Glaubensrichtung. Die Kolonisten durften in ihren Gebieten Kirchen bauen. So entstanden die großen Kirchenbauten in der Wolga-Region, in denen von 500 bis 2.000 Personen Platz fanden. Mit dem Anfang des Ersten Weltkrieges kamen die ersten antideutschen Stimmungen in Russland auf, dann kam noch eine atheistische Regierung an die Macht, die zielgerichtet alle Gläubigen aller Glaubensrichtungen auszurotten versuchte. Zum Schein wurde in der Verfassung der Artikel über die angebliche Freiheit des Gewissens beibehalten, aber es wurde versucht, mit allen Mitteln den aufrichtigen Glauben und damit auch die Menschen, die über Gott redeten, zu zerstören.

Das zweite, was die sowjetische Regierung alarmierte, war der Fleiß der Russlandsdeutschen sowie ihr hart erarbeitetes Eigentum. Die neue sowjetische Regierung versuchte alle Menschen arm zu machen. Sie rissen das ganze Eigentum derer, die auch nur wenig besaßen, an sich und verbannten sie in verlassene Regionen der Sowjetunion. Ab da an wurden sie wie Feinde des Volkes behandelt. Dies geschah auch mit dem Großvater von Alexander – Bruno Epp. Er wurde 1932 von den Sowjets enteignet und wegen religiöser Propaganda ins Exil in die Region Archangelsk gebracht. Dort starb er im Jahre 1943 (und kehrte zu seinem Schöpfer heim?). Alexanders Vater Artur verbrachte eine schwere Kindheit, er war ein Volksfeind, der noch dazu an Gott glaubte. Dies enttäuschte ihn von Gott, wodurch er zum Atheisten wurde, der gegen die Religionen kämpfte. Nach dem Tod von Stalin ging er nach Weliki Ustjug, wo er als Ingenieur für Fahrzeugtechnik arbeitete. Trotz des Atheismus seines Vaters erbte Alexander von seinem Großvater die große Liebe zu Gott. Als er 11 Jahre alt wurde, zog er mit seiner Familie nach Uralsk und dann nach Smolensk, wo er seine Jugend verbracht hatte. Dort traf er auch die ihm von Gott gegebene Frau Irina Balikina. Nach der Hochzeit lebten sie für ein Jahr in der Stadt Gagarin, die in der Nähe von Moskau liegt. Aber das nach außen scheinende Glück - Arbeit, eine junge Familie – brachte keine innere Befriedigung und füllte nicht die Leere im Herzen aus. „Die Fragen: „Ist das wirklich alles, wozu es sich zu leben lohnt? Und was denkt Gott über mich?“ ließen nicht los. Meine Frau Irina ging es ähnlich wie mir. Wir haben beide verstanden, dass wir etwas an unserem Leben verändern mussten! Unerwartet kam ein Verwandter aus Karaganda (Kasachstan) zu uns. Er erzählte uns von Jesus und über die Bekehrung, die wir damals weder kannten noch verstanden. Einen Monat später standen meine Frau und ich auf unseren Knien in einer evangelischen Kirche in Smolensk und weinten vor Freude wegen unserer Errettung und der Vergebung unserer Sünden. Derjenige, der etwas Vergleichbares durchlebt hat, versteht, dass sich unser Leben danach für immer veränderte.“ So erzählt Alexander Epp über diese Zeit selbst. Kurze Zeit später wurde sie Mitglieder einer smolensker Evangelisch-Baptistischen Kirche. Wegen dieser Mitgliedschaft mussten sie sich beim KGB registrieren lassen, und wurden deshalb zu Verhören eingeladen. Parallel zu diesen ganzen Ereignissen schaffte es Alexander die höhere Fachschule (diese Schule gibt es nicht, und wenn dann hat er eine technische Schule besucht – ich habe es mal als höhere Fachschule übersetzt, da es keine höhere Handelsschule zu dieser Zeit gegeben hat.) zu beenden, seinen Wehrdienst zu leisten, und dazu noch stets zu arbeiten. Die junge Familie wuchs schnell, die Kinder mussten gefüttert, angezogen und gelehrt werden. Man musste lernen ein Auto zu fahren, sich handwerkliche Techniken beizubringen und nach dem Umzug nach Deutschland schnell eine neue Arbeit zu suchen. Nach Deutschland zogen sie mit drei Kindern im Jahre 1989, später kamen noch zwei Kinder auf die Welt. Zuerst wohnte Alexander mit seiner Frau und ihren Kindern in Blankenheim in der Eifel, einer sehr schönen kleinen Stadt. Dort wurden sie Mitglied einer kleinen Gemeinde. Alexander fand eine Arbeit bei der Stadt, und die Kinder wurden immer älter. Gott segnet immer die Menschen, die Ihm dienen und auf seine Stimme hören. So hatte Alexander die wunderbare Möglichkeit bekommen, die Bibelschule in Berlin und später auch in Duisburg zu absolvieren. Im Jahre 1994 berief Gott Alexander und Irina, Ihm im Ruhrgebiet zu dienen, wo sie mit Gottes Hilfe im Jahre 1995 die Evangeliumskirche „Glaubensgeneration“ gründeten. Wie genau diese Gemeinde gegründet war, können sie im Menüunterpunkt „Geschichte“ nachlesen. Seit diesem Zeitpunkt war und ist Alexander Epp der Pastor dieser Gemeinde und seit dem Jahre 2004 auch vollzeitig im Dienst (ist er Vollzeit Pastor geworden). Gott legte Alexander Epp aufs Herz, eine Einigkeit zwischen allen evangelischen Gemeinden zu schaffen. Alexander war und ist der Organisator und Koordinator aller Pastorentreffen von russischsprachigen Gemeinden in Deutschland," stellt sich Epp auf der Seite www.glaubensgeneration.de selbst vor.

Die Gemeinde hat heute nach Angaben Epps über 420 Mitglieder. Kommt man dort - beispielsweise an einem Samstag - zu Besuch, kann man schon staunen, mit wieviel Begeisterung und Engagement die Gemeinde dort arbeitet.

Es gibt Räumlichkeiten für die Kinder- und Jugendarbeit, für die Gottesdienste sowie für die kulturelle und diakonische Arbeit. Finanziert wird das alles durch Spenden. "Uns ist Kreativität wichtig," betont Epp. So wundert es auch nicht, daß es Ballett, eine Lobpreisgruppe, eine Theatergruppe, Gefängnisarbeit sowie Gruppen speziell für Frauen, Männer und Familien. Auch ein Cafe wird betrieben.
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