Goethe und Homer

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Wie schon an anderer Stelle berichtet, gibt es im Goethe-Museum Düsseldorf regelmäßig einmal im Monat "Mittwochsvorträge". "Goethe und Homer" lautete das Thema im Februar 2017. Prof. Dr. Bernd Witte von der Heinrich-Heine-Universität ist ein angesehener Germanist und ehemaliger Vorsitzender des Freundeskreises des Goethe-Museums, der schon verschiedene Vorträge bei den Mittwochsvorträgen gehalten hat. "Goethe und Homer" lautet das Thema, dem sich bei seinem jetzigen Vortrag widmet.

Es geht vorrangig nicht um den klassischen Homer, sondern um ... - ja, was eigentlich? Die künstlerischen Bezüge von Goethe und seinen Zeitgenossen sowie die gesellschaftlichen Diskussionen um das Jahr 1770 herum bilden den Hauptteil des Vortrages. Der Vortrag ist sicherlich sehr theoretisch - kulturhistorisch und literaturwissenschaftlich. Die Ausführungen mögen inhaltlich anspruchsvoll und gründlich sein, haben aber auch überdeutlich Längen.

Mal davon abgesehen, daß der Vortrag mit deutlicher Verspätung beginnt, ist der Referent auch so unhöflich, zu überziehen. Berufstätige Menschen, die morgens früh aufstehen und zur Arbeit gehen müssen, hat er offensichtlich nicht im Blick - ansonsten hätte er seine Ausführungen inhaltlich komprimiert und kürzer gefaßt.

Der oftmals verspätete Beginn und die häufigen Überlängen der Vorträge machen ein Grundübel der Mittwochsvorträge aus.
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