„Huckinger Gürzenich“ sah das 43. Internationale Niederrheinische Prinzentreffen

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Tollitäten aus 22 Städten waren nach Huckingen gekommen
   

Der Prinzenclub der Stadt Duisburg von 1954 e.V. hatte wieder in das Kultur- und Bürgerzentrum Duisburg Süd im Steinhof Huckingen eingeladen, der von Manfred Brey, Präsident der KG Königreich Duissern, vor einigen Jahren auf den Namen „Huckinger Gürzenich“ getauft wurde, und Tollitäten und närrische Würdenträger aus 22 Städten im In- und Ausland waren der Einladung zum Prinzentreffen gefolgt.

Der Abend, durch den wie immer gekonnt Peter Kirchholtes führte. Ihm zur Seite standen als Paginnen Tanja Zocholl und Jacqueline Maleszka von der KG Alle Mann an Bord.

Dem Wunsch kostümiert zu erscheinen waren viele Jecken nachgekommen und man sah viele bunte Kostüme. Und jeder kostümierte Jeck erhielt einen Sessionsorden des Prinzenclubs, der seit vielen Jahren für den Duisburger Karneval und die Stadt Duisburg Ausrichter des mit ältesten und renommiertesten Treffens Deutschlands.

Im Rahmen eines Empfangs wurden die karnevalistischen Vorstände und ihre Tollitäten durch HDK Präsident Michael Jansen begrüßt, bevor ein hochkarätiges, närrisches Programm während der „Galanacht des Duisburger Karnevals“ auf der Bühne abgespult wurde.

Nach dem Motto „Der Jugend eine Chance“ zeigten gleich zwei Duisburger Kindertanzgarden ihr Können.

Die Kindertanzgarde „Tanzmäuse“ der Ehrengarde Duisburg machte den bravourösen Auftakt und auch die „Little Devils“ begeisterten das Publikum mit ihrem neuen Showtanz. Allen Nachwuchstänzerinnen spendete das Publikum lang anhaltenden Applaus.

Mit den beiden Tanzformationen war auch die Kinderprinzencrew der Stadt Duisburg auf die Bühne gekommen und Nico I., Joanna I. und ihr Hofmarschall Niklas und Pagin Lisa – Marie machten den Narren im Saal ihre Aufwartung und zeigten ihr Tanz- und Showprogramm.

Und einmalig schön war die Geste des Prinzenclubs, der „allen“, ja wirklich „allen“ Tänzerinnen den Sessionsorden des Prinzenclubs durch den Kinderprinzen und seinen Hofmarschall überreichen ließ.

Tänzerisches Können vom allerfeinsten boten die "Original Matrosen vum Müllemer Böötche" aus Köln. Dafür gab es eine Rakete.

In der ersten Gruppe der anwesenden Gäste aus Nah und Fern kamen die Tollitäten folgender Vereine auf die Bühne: der CV Hemelsussen“ aus Beerse und die „KV de Feestmutskes“ aus Borgerhout beide aus der Nähe von Antwerpen, aus Essen die KG Hahneköpp von 1862 e.V., die anläßlich ihres 150jährigen Jubiläums in den Kostümen ihres Gründungsjahres erschienen waren, aus Moers das Prinzenpaar des KGK, der „Karneval und Kirmes Club Hagen“, die „Karnevalsgesellschaft Brünen“ aus Hamminkeln, das „Carnevals Comitee Hilden“, der Dachverband der Karnevalsgesellschaften in Hilden sowie aus der Nachbarstadt Neukirchen Vluyn die „VLÜ KA Ge Rot Weiß“.

Und aus Kampenhout in den Niederlanden war sogar der „Europaprins 2013“ Kevin I. mit Hofdame Elke und Hofmaarschalk Walter nach Huckingen gekommen.

In der zweiten Gastgruppe sah man aus Grevenbroich die „KG rot-weiss Kläävbotze“, die „Große Monheimer Karnevalsgesellschaft 1902 e.V.“ - GROMOKA aus dem Rheinstädtchen Monheim, die „Prinsenkammer Stad Antwerpen“ aus der Hafen- und Provinzhauptstadt Antwerpen in Belgien, aus der Nachbarschaft der „Kempener Karnevals Verein“, aus der bergischen Klingenstadt Solingen der Festausschuß Solinger Karneval, der „FEN Linker Niederrhein“ aus Viersen, der „CAW-Wesel e.V „ als Dachverband der Weseler Karnevalsgesellschaften und aus Amsterdam die „Carnevalsvereinigung de Pretletters“. Die eine oder andere Gruppe trug hierbei ihr Sessionslied vor.

Doch dann gab es das „Heimspiel“ für Se. Tollität Prinz Dirk II., Prinz der Stadt Duisburg, der im Eingang des „Huckinger Gürzenich“ auf den Einmarsch wartete. Er und seine Crew wurden von den Besuchern beim Einmarsch in den Saal umjubelt und die Prinzencrew beeindruckte einmal mehr mit ihren Liedern und Tänzen.

Dann kamen die „Wanderer“ als erster musikalischer Höhepunkt des Abends auf die Bühne und ihre A Cappella - Show war eine Sensation und entlockte den Zuschauern stehenden Applaus und Rufe nach einer Zugabe Stimmgewaltig bewiesen die vier sympathischen Profis, dass man auch ohne Instrumente jeden Saal zum Kochen bringt. Bei den Hits "Himmlisch jeck" oder "In Kölle jebützt" oder ihrem Klassiker "Heimweh noh Kölle" sangen die Jecken im Saal lautstark mit.

In der letzten Gastgruppe konnte der Prinzenclub begrüßen: aus Laeken bei Brüssel den „Orde van Reizee joel“, die „Carnevalverewiging De Vinnige Harlekijntjes“ aus Rumst in der Region Flandern in Belgien, den „Hauptausschuss Groß Mülheimer Karneval 1957“ aus unserer Nachbarstadt, den „CV de Lange Rakkers“ aus Doetinchem im Achterhoek in der niederländischen Provinz Gelderland sowie aus der Ruhrgebietsmetropole Recklinghausen das „Carnevalskomitee Vest Recklinghausen.

Doch dann wurde ein Bild mit Seltenheitswert auf die altehrwürdige Bühne der alten Mercatorhalle gezaubert, die bekanntlich im Steinhof eine neue Ära gefunden hat.

Niemand Geringeres als die „Kölsche Funke rut - wieß vun 1823 e.V.“ zogen in Garnisonsstärke in den Huckinger Gürzenich ein. Und da hat der Prinzenclub mit Fritz Hesselmann als altgedientem Karnevalisten einen wirklich ungewöhnlichen Auftritt nach Duisburg geholt. Denn das Traditionskorps aus der Domstadt verlässt diese nicht sehr oft.

Als die Roten Funken 1823 erstmals im Kölner Rosenmontagszug auftauchten, den das Festordnende Commitee organisiert hatte, da erinnerten sie an eine Truppe, die knapp 30 Jahre zuvor von den in Köln einmarschierenden Franzosen vertrieben worden war. Diese Stadtsoldaten mit ihren roten Röcken hatten nichts zu lachen. Sie waren dem Gespött der Kölner ausgesetzt, miserabel besoldet und Vorgesetzten ausgeliefert, die nicht selten drauflos prügelten.

Im Steinhof zeigten die „Rut Wießen“ allerdings ganz andere Qualitäten und lieferten ein unterhaltsames Programm.

Zum Abschluss dieser wieder einmal gelungenen Veranstaltung des Prinzenclub Duisburg gab es noch einmal einen karnevalistisch, musikalischen Höhepunkt mit dem Auftritt der Gruppe „De Boore“. Mit bekannten Karnevalsliedern sorgten sie noch einmal richtig für Stimmung im Saal und ihre Riesenhits „Rut sin de Ruse” oder „So ein Tag so schön wie heute“ sangen die Jecken lautstark mit.

Applaus gab es abschließend auch für die Anmerkung - „die beste Musik in Duisburg ist der Sound Express aus Köln“. Seit Jahren ist die Tanz und Begleitband der großen Kölner Gesellschaften auch bei den Veranstaltungen des Prinzenclub Duisburg die „Hauskapelle“. Sie spielten noch bis in die späten Abendstunden zum Tanz auf.

Detlef Schmidt hat seine Fotostrecke des Abends hier eingestellt:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/kultur/fotostr...
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