Informationstafel „Urnenfund aus der Eisenzeit“ wurde offiziell der Öffentlichkeit übergeben

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1953 stand die Ev. Auferstehungskirche am Sandmüllersweg noch nicht. Ihr Grundstein wurde erst 1958 gelegt.

Aber es war das Gründungsjahr des Stadtteils Ungelsheim, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag gefeiert hat. Die ersten Familien bezogen dankbar die ersten neuen Wohnungen, Kinder spielten auf den Feldern und zwischen den Baustellen.

1953 war auch das Jahr, in dem Rolf Nelsing und Hans Dahsler zusammen mit anderen Kindern beim Spielen auf dem Gelände des heutigen Gemeindezentrums Tonscherben und eine fast vollständig erhaltene Urne fanden.

Die beiden Kinder meldeten den Fund dem „Niederrheinischen Museum“, dem heutigen „Kultur- und Stadthistorischen Museum“. Dort wurde die Urne 1954 restauriert und zeitweise ausgestellt. Das Fundstück stammt aus der „älteren Eisenzeit“ und ist damit ein Beleg dafür, dass das Gebiet des heutigen Ungelsheim vor etwa 2.500 Jahren besiedelt war.

Mittlerweile wird sie im Archiv des Museums aufbewahrt und wartet auf eine erneute Restauration. Die Ungelsheimer hoffen, dass das Fundstück in näherer Zukunft wieder zu besichtigen ist.

Hans Dahlsler und der Bruder des verstorbenen Rolf Nelsing, Jörg Nelsing haben aus Anlass des 60. Jahrestages eine Tafel für den „Historischen Wanderweg im Angerland“ gestiftet. Gestaltet wurde sie von Bernd Braun. An der Fundstelle, an der heute der Turm der Ev. Auferstehungskirche steht, wird die Tafel künftig an den Urnenfund aus der Eisenzeit erinnern.

Leider ist einer der Stifter, Jörg Nelsing, leider verstorben. Für ihn hatten seine Eltern zusammen mit Hans Dahsler, Bernd Braun, Pfarrer Rainer Kaspers und Bruno Urbanski, dem Vorsitzenden des Bürgervereins die Tafel der Öffentlichkeit übergeben.

In Erinnerung daran, dass es Kinder waren, die die Urne gefunden haben, waren auch die Vorschulkinder der angrenzenden Ev. Kindertagesstätte „Kinder unter dem Regenbogen“ vor Ort.
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