Karnevalsmesse in der Abteikirche Hamborn war wieder ein Höhepunkt zum Auftakt der närrischen Jahreszeit

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Bevor die Jecken aus dem Duisburger Norden den Hoppeditz auf dem Hamborner Rathausvorplatz aus dem Schlaf weckte, ging diesem wieder der traditionelle, närrisch geprägte Gottesdienst in der Abteikirche voraus und aus allen Himmelsrichtungen strömten diese in Richtung des Gotteshauses.

Dieser wurde wieder mit einer Tonaufnahme mitgeschnitten und mit einigen fotografischen Eindrücken unterlegt. Da nicht alle Fotos in den Film einfließen konnten, gibt es auch noch eine Fotostrecke.

Beeindruckend die wieder als „Schüttelreim“ verfasste Predigt von Abt Albert (Thomas) Dölken O.Praem, der die Worte Jesu, seine Jünger seien das "Salz der Erde", in den Mittelpunkt seiner, einer Büttenrede gleichenden Predigt stellte.

Und wieder einmal nur grandios war Peter Bartetzky, der die Messe musikalisch auf der Orgel begleitete.

Es erfolgte zunächst der Einmarsch aller Vereinsstandarten zum „Marcia Trionfale“ (Triumphal March) aus der Oper Aida von Giuseppe Verdi, der allerdings mit einem närrischen Tusch endete.

Nach der Begrüßung durch Abt Albert (Thomas) Dölken O.Praem und einem dem Anlass „Karneval“ angepassten Gebet folgte die Kirchen Kantate „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ von Johann Sebastian Bach. Denn es sollte zwar eine Karnevalsmesse sein, die natürlich auch alle lithurgischen Bestandteile enthielt.

Doch dann klang Musik durch das Gotteshaus, die auf der Orgel herrlich zur Geltung kamen.

Die ersten Bewegungsanreize gab Peter Bartetzky mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss II. bei dem die Menschen im Kirchenrund mitschunkelten.

https://www.youtube.com/watch?v=0EGfsudPY4Y

„Schaut auch so Mancher noch beklommen, so heiß ich trotzdem Euch willkommen! - Das ihr gut drauf seid, auch mental, beim Fest des heiligen Karneval!“ so begann Abt Albert seine Predigt an die närrische Gemeinde und endete diese mit den Worten „Salz zu sein in Gottes Namen, und ich sag fromm dazu mein Amen!“

Und auch nur in der Karnevalsmesse endet eine Predigt mit einem dreifachen Tusch durch die Kirchenorgel.

Und nun ging es mit närrischen Klängen weiter, die Peter Bartetzky auf der Orgel intonierte. Der Kirche schuldig durfte der weltbekannte Ohrwurm „Wir sind alles kleine Sünderlein“ von Willi Millowitsch nicht fehlen und auch beim "Im tiefen Keller sitz ich hier", komponiert von Johann Ignaz Ludwig Fischer, waren die Sänger noch in der Minderzahl.

Doch der Bann brach beim „Ich hab den Vater Rhein in seinem Bett gesehen“, 1960 von Toni Steingass und Heinz Korn in die Welt gesetzt oder dem Schunkelwalzer „Kornblumenblau“, aus der Feder von Jupp Schlösser, den Willy Schneider im Jahr 1937 erstmals gesungen hat.

Die Besucher animierte Peter Bartetzky dann doch mit einem lautstarken „Mitsingen!“ dazu, ihre Stimmen erschallen zu lassen.

Dieses geschah spätestens beim passend zum Ort der fröhlichen Karnevalsmesse gewählten „Wir kommen alle alle in den Himmel“ von Jupp Schmitz. Da sah es schon ganz anders aus und das Mitsingen fiel leichter.

Mit der Hymne des Karnevals „So ein Tag so wunderschön wie heute“ - Melodie: Lotar Olias – Text: Walter R. Rothenburg – , die von den „Mainzer Hofsängern bekannt gemacht wurde, ging das außergewöhnliche Schunkelmedley weiter.

Beim Singen des Liedes „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ von Jupp Schmitz aus dem Jahr 1950 klang dann doch ein wenig Wehmut mit, stand man doch gerade erst der Auftakt der jecken Session.

Dieses gab Abt Albert (Thomas) Dölken O.

Praem in seinem Schlusswort zu verstehen.

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ - Aber heute gilt wohl mehr „So ein Tag so wunderschön wie heute. Petrus hat das beste Wetter besorgt und der Himmel lacht über uns!“

Nach dem gemeinsamen Gebet „Vater unser“ und dem Segen intonierte Peter Bartetzky passend zum Kirchenschiff der Hamborner Abtei den Kölschen Karnevalsschlager „Mer losse d'r Dom en Kölle“ von den „Bläck Fööss“ aus dem Jahr 1974 bei dem die Gemeinde aus der Kirche auszogen.
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