Kolumne: Käs´köppe

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"Käs´köppe" werden am Niederrhein die Holländer leicht despektierlich genannt. Was aber nicht an den vielen unterschiedlichen Käsesorten und dem hohen Exportanteil des Milchproduktes liegt. Der Grund liegt woanders.

Der Niederrhein war über lange Zeit deutsch-niederländisches Grenzgebiet. Um anzuzeigen, wo ein deutscher und wo ein niederländischer Haushalt liegt, nahmen die niederländischen Hausfrauen die großen Käselaiber. Wie die Iren mit den Kürbissen, höhlten die holländischen Marijkes die Käselaiber aus, schnitten Fratzengesichter in die Rinde und stellten sie dann in die Fenster. So sollten auch böse Geister ferngehalten werden.

Inzwischen gibt es auch im Niederrhein Käs`Kopp-Schnitzer. Sie führen inzwischen auch zwischenstaatliche Wettbewerbe mit ihren Kollegen aus den Niederlanden durch. Genauigkeit, Umfang, Größe - prämiert wird in verschiedenen Bereichen. "Es ist fast so wie NiederRheinLande gegen den Rest der Welt," berichtet Wim van Wum. "Wir haben hier etwas, was es sonst nirgends gibt."
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