Kreuzeskirche Marxloh

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Duisburg: Kreuzeskirche | Durch die Industrialisierung und den Anstieg der Bevölkerung verloren die Gebiete im Duisburger Norden ihren ländlichen Charakter. Damit wuchs auch die Zahl der evangelischen Christen. Am 26. August 1903 erfolgte die Grundsteinlegung der Kreuzeskirche. Am 1. Januar 1905 wurde der Bezirk Marxloh eine eigenständige Kirchengemeinde; sie trennte sich damit von der Großgemeinde Beeck ab. Am 25. Juli konnte auch die Kreuzeskirche mit 1100 Sitzplätzen in Dienst genommen werden. Von vielen Marxlohern wird sie auch die "Rote Kirche" genannt. Gottfried Stumm war der erste Gemeindepfarrer.

Die Kreuzrose gilt als gestaltendes Merkmal. „Entsprechend der Grundform der Kirche findet sich das gleichschenklige Kreuz als prägende Form im Innenraum wieder,“ berichtet ein kleines Faltblatt der Gemeinde.

Die bleiverglasten Fenster sind im neogotischen Stil mit Spitzbögen gestaltet. Bei Tageslicht sollen sie alle Farben des Regenbogens zeigen. „Das einzige gegenständliche Element ist das Kreuz im Fensterrosenelement als Abschluß jedes der großen oberen Fenster, in der großen Fensterrose im Turm und in der etwas kleineren im Apsiskopf hinter Kanzel und Orgel,“ berichtet das Info-Blatt.

Die Kanzel ist aus Eichenholz gefertigt und mit einem Schalldeckel versehen. Von ihr aus kann man den gesamten Innenraum einschließlich der Emporen einsehen.

Der Abendmahlstisch ist eine ständige Leihgabe der evangelischen Gemeinde Neumühl. Auf dem Abendmahlstisch liegt eine Bibel, die vom Kreuz und zwei Kerzen umrahmt wird. Das Kreuz, in dessen Mitte des Christusmonogramm eingelegt ist, steht auf der Weltkugel. Die erste Altarbibel war ein Geschenk der preußischen Königin Auguste Viktoria. Sie enthielt eine Widmung und für die ursprüngliche Indienstnahme der Kirche gedacht.

Heute ist die Bibel in Rindsleder gebunden und mit Goldschnitt versehen. Auf dem Deckel sind die Symbole der vier Evangelisten in Silberprägung zu sehen.

Die reinsilberne teilvergoldete Taufschale ist eine Stiftung. Die äußere Form ist der Kreuzrose nachgebildet. Das Zentrum bildet ein Relief mit der Taufszene Jesu.

Die vier Stahlglocken ersetzen seit 1947 die drei Bronzeglocken aus der Vorkriegszeit. Sie sind nach den vier Evangelisten benannt. Sie wiegen zusammen 6.169 Kilogramm, das Beiwerk 2.130 Kilogramm und der Glockenstuhl noch einmal 3.300 Kilo.

Die erste Orgel erhielt die Kirche im Jahre 1905. Sie stammt von der Firma Wilhelm Sauer aus Frankfurt / Main. Da nach dem 2. Weltkrieg nicht genügend Geld für eine Renovierung zur Verfügung stand, wurde 1972 eine elektronische Orgel mit 39 Registern in Betrieb genommen. Die heutige Orgel stammt von Gerrit und Henk Klop.
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