Mack im MKM "Apollo in meinem Atelier"

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"Mack. Apollo in meinem Atelier" im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
 
Heinz Mack in "Mack. Apollo in meinem Atelier"
Duisburg: MKM Museum Küppersmühle |

Mack im MKM, es ist eine großartige Ausstellung geworden. Das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen zeigt in der Werkschau „Mack. Apollo in meinem Atelier“ die vielseitigen Arbeiten des Künstlers Heinz Mack. Es ist eine Premiere, denn für diese Schau hat der vitale 84-jährige Heinz Mack sein Lager geöffnet. So werden überwiegend Arbeiten präsentiert, die bisher noch nie öffentlich zu sehen waren.

Heinz Mack (*1931) wird den meisten als einer der Begründer der Künstlerbewegung ZERO bekannt sein. Zusammen mit dem 2014 verstorbenen Otto Piene gründete er 1957 die Künstlerbewegung, zu der später auch Günter Uecker gehörte. Mack gilt als Pionier der Kinetischen Lichtkunst. Licht ist sein zentrales Thema, auch in seiner Malerei und in seinen Skulpturen. Sein Gesamtwerk ist außerordentlich vielseitig: Lichtreliefs und Lichtrotoren, Skulpturen aus verschiedenen Materialien, großformatige Malerei, ebenso Zeichnungen, Tuschen, Druckgrafiken, Entwürfe und Gestaltung für öffentliche Plätze und Räume. Seine Arbeiten wurden in über 300 Einzelausstellungen sowie in zahlreichen Ausstellungsbeteiligungen gezeigt und sie sind sehr beliebt. In die im Oktober 2014 eröffnete ZERO-Ausstellung im Guggenheim Museum in New York, in der auch Macks Werke gezeigt wurden, gingen eine Viertelmillion Besucher.

Farbintensive Gemälde und Skulpturen in schwarz und weiß

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung im MKM liegt auf Macks großformatigen Gemälden und Skulpturen. Gleich zu Anfang wird der Besucher von den farbintensiven Gemälden begrüßt und in den Bann gezogen. Die Leuchtkraft der 17 gezeigten Gemälde ist phänomenal. Die Farben scheinen zu flimmern, zu vibrieren. Da hat er die Energie der Mittelmeersonne in seinen Bildern eingefangen, denn neben seinem Atelier in Mönchengladbach, arbeitet Mack in seinem Atelier auf Ibiza. Die Gemälde sind erst seit 1991 entstanden, zuvor hatte sich Mack seit 1963 vollständig der Bildhauerei gewidmet.

Der nächste Raum zeigt seine Skulpturen, schwarzer Marmor im Wechselspiel zu schwarzen Bildern. Denn so ein Zitat von Mack:“ Wer die Farben sehr gut kennt, kann auch schwarze Bilder malen.“ Dass Mack dem Licht auch in seinen Skulpturen nachspürt, zeigen seine Arbeiten aus weißem Marmor im folgenden Raum. Die weißen kristallinen Einschlüsse leuchten besonders schön aus der rauen Oberfläche der weißen Marmorstele. Macks Formensprache in der Bildhauerei wie in der Malerei sind die geometrischen Grundformen: Viereck, Dreieck, Kreis und den sich daraus ergebenden Spiralen, Rhomben und Bögen.

Kinetische Objekte und der Farbraum "Ein Raum für Apollo"

Natürlich sind auch Kinetische Objekte zu sehen und somit wird auch die ZERO-Bewegung gestreift. Sechs Rotoren ziehen die Blicke auf sich. Ein wundersames Wechselspiel zwischen Oberfläche und Lichtbrechung. Ein Hingucker ist das „Große Licht-Prisma“, das 1983 entstand und das Mack 2013 restaurierte. Schön, dass sich der Besucher vor dem Prisma hinsetzen kann. So kann man das zauberhafte Lichtspiel in Ruhe und meditativ erleben.

Apollo, der Gott des Lichtes, Mack hat ihn gerne zu Gast in seinem Atelier. So erklärt sich also der Titel der Ausstellung und gibt dem Farbraum seinen Namen: „Ein Raum für Apollo“. Mack hat den Farbraum eigens für diese Schau entworfen. Der Farbraum als Energiefeld, durch das der Besucher positiv gestimmt, seine Wahrnehmung gefordert werden soll. Betreten darf man den Raum allerdings nicht mit Pfennigabsätzen, der Boden hält das nicht aus. Egal, wenn nötig Schuhe ausziehen und durch den Raum schweben…

Ergänzt wird die Ausstellung durch Filmaufnahmen und Fotografien. Besonders die Fotografien zeigen Mack als „Lichtmagier“, der in früheren Jahren das Licht mit Hilfe von Installationen z.B. in der Wüste einfangen wollte.

Mack versteht sich als Handwerker, denn seine Hände sind ihm das wichtigste Werkzeug. Auch im hohen Alter ist er ein vitaler Mensch, seine Energie ungebrochen. Er freut sich, noch am Leben zu sein im Gegensatz zu vielen seiner Weggefährten. Es brennen ihm noch so einige Dinge unter den Nägeln, die er verwirklichen möchte. Er wird nicht müde, die Schönheit, die seine Arbeiten ausstrahlen, in die Welt zu tragen.

Viel Spaß beim Ansehen der Fotos, die bei der Vorpräsentation und bei der Eröffnung entstanden sind. Sie ersetzen allerdings nicht einen realen Besuch. Unbedingt hingehen! Besonders die immense Leuchtkraft der großformatigen Bilder ist die beste Therapie gegen trübe Stimmung und drohenden November-Blues.

Bei der Eröffnung war auch das Fernsehen da, hier der link zur Lokalzeit Duisburg
Es gibt auch einen schönen Bildbericht auf WestArt

Mehr Infos zur Ausstellung unter www.museum-kueppersmuehle.de

Die Ausstellung läuft bis zum 31. Januar 2016

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Innenhafen Duisburg
Philosophenweg 55
47051 Duisburg
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3 Kommentare
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 23.10.2015 | 21:04  
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 26.10.2015 | 12:33  
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Christoph Niersmann aus Hilden | 27.10.2015 | 20:21  
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