„Nacht der offenen Gotteshäuser“: Currywurst, fetzige Musik und Einblicke in ein Gemeindeleben.

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Damaris Müller (Foto: FeG Duisburg-Wanheimerort)
 
"Jeremy-One-Seven" bei einem Gottesdienst (Foto: FeG Duisburg-Wanheimerort)
Duisburg: Freie evangelische Gemeinde Duisburg-Wanheimerort | Website

Was haben der „Club der blauen Socken“, die „Inliner“, „Jeremy-One-Seven“, der „Mini-Club“ und „Die Spätlese“ gemeinsam? Bei ihnen handelt sich um Freizeitgruppen der Freien evangelische Gemeinde Duisburg-Wanheimerort. Jene nimmt am kommenden Samstag als eine von mehr als 50 Gemeinden verschiedener Religionsgemeinschaften an der „3. Nacht der offenen Gotteshäuser“ in Duisburg und Moers teil, um sich zu präsentieren.

Die Freie evangelische Gemeinde (FeG) Duisburg-Wanheimerort weist erst einmal darauf hin, dass sie zu den evangelischen Freikirchen gehört, die keine Sekten seien und keine Sonderlehren verbreiteten: „Freie evangelische Gemeinden nennen wir uns deshalb, weil wir die Unabhängigkeit der Kirche vom Staat bevorzugen.“ Die Jugendpastorin, Damaris Müller, bekennt sich zu einer „lebendigen Kirche", in der die Mitglieder lernten, mit Jesus im Alltag zu leben, füreinander da zu sein und zu beten. Die junge Pastorin erläutert, warum die Gottesdienste als „erfrischend anders“ erlebt werden: „Wir wollen vom Glauben her auf aktuelle Fragen unserer Zeit eingehen. So wurde in einem Gottesdienst vor einigen Wochen die Frage gestellt, ‚Was bleibt, wenn sich so viel und so schnell um uns herum in der Gesellschaft verändert?‘“ Mit Wandprojektionen oder Videoübertragungen sind manche Gottesdienste technisch so modern gehalten, dass sie Gläubige jeglichen Alters einbeziehen. Gleichfalls sprechen verschiedene Interessensgemeinschaften innerhalb der Gemeinde alle möglichen Altersgruppen an. So zum Beispiel die Gruppen für Kinder („Club der blauen Socken“), Teens („Die Inliner“), Mütter mit Kleinstkindern („Der Mini-Club“) und Senioren („Die Spätlese“).

Da ist Musik drin

Für diejenigen, die lieber miteinander musizieren, wurde das Musikprojekt „Jeremy-One-Seven“ aus der Taufe gehoben. Der anglophile Name bezieht sich auf die Bibelstelle im Buch Jeremia, Kapitel 1, Vers 7, wenn Gott jungen Menschen Mut zum Predigen macht. Wie Damaris Müller unterstreicht, verstehe sich die Gemeinde als eine große Familie, in der Jung und Alt einander helfen und ermutigen könnten. Der Leiter des Musikprojektes Wolfgang Willeke bestätigt, „junge Menschen mit Musik zu fördern und ihre musischen Begabungen zu erweitern, so dass sie Neues erlernen, ihr Können dann beisteuern und sich selber in einer Gruppe erfahren. Wir setzen uns zusammen aus Jugendlichen, jungen Erwachsenen und alten Hasen.“ Am Samstagabend werden ein paar Mitglieder des Musikprojektes als Band das Veranstaltungsprogramm mit christlicher Pop- und Rockmusik begleiten. Der Abend wird mit einer „Jesus-Party“ und einer Disco ausklingen, so dass die FeG Duisburg-Wanheimerort ihr Gemeindehaus zum „House of Music“ macht.

Heimat, die ich meine

Da die Veranstaltung auch im Rahmen der 36. Duisburger Akzente stattfindet, steht sie unter deren Oberthema HEIMAT. Damaris Müller wird als Moderatorin durch den Abend führen und die religiöse Interpretation des Heimatbegriffes mit einbringen: „Jesus gibt mir Heimat, denn er ist überall derselbe und er ist beständig.“ Die Kirchenfrau weiß, wovon sie spricht: Sie ist in Titisee-Neustadt, Göttingen und Magdeburg aufgewachsen, hat ein Jahr lang in St. Louis (USA) gelebt, danach das Theologiestudium im hessischen Ewersbach und die erste Dienststation im fränkischen Erlangen absolviert. An Duisburg, in dem die Jugendpastorin seit einem halben Jahr lebt, schätzt sie das vielseitige Erscheinungsbild. Dies äußert sich für sie auch in der Verbindung zwischen der neuen geografischen und der geistigen Heimat. Damaris Müller betont, Besuchern ihrer Gemeinde die eigene Weltanschauung nicht aufdrängen zu wollen: „Jeder ist herzlich willkommen, die Gemeinde und uns unverbindlich kennenzulernen – egal, welche Überzeugungen er oder sie hat.“ Und wie kommt man im Ruhrgebiet am besten miteinander ins Gespräch? Natürlich bei Currywurst und Getränken!

Weitere Informationen

Informationen zur „3. Nacht der offenen Gotteshäuser“ in Duisburg und Moers sind auf der Website http://www.nog-duisburg-moers.de nachzulesen. Die Freie evangelische Gemeinde Duisburg-Wanheimerort präsentiert sich auf der Website http://www.wanheimerort.feg.de. Das Gemeindehaus befindet sich auf der Eschenstraße 14 in 47055 Duisburg und kann bei einer Führung erkundet werden.

Folgendes Programm bietet die Gemeinde am Samstag, 14. März 2015:
20 – 22 Uhr: Menschen & Musik – Dabei sein, wenn Menschen in Livemusik und Liveacts zeigen, was ihnen Heimat gibt (Textlesungen unterlegt mit Bildern und Musik).
22 – 24 Uhr: Disco & Dance – Mitfeiern mit einer Jesus-Party & Disco für alle.

(Thomas Westerdorf)
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