Prinz Michael I. regiert Duisburgs Narren – Grandiose Prinzenkürung im „Duisburger Gürzenich“

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      Der Steinhof war bis auf den letzten Platz gefüllt, als es nun für die gut 600 Besucher beim Galaempfang hieß Michael Reinbold – alias „Bärchen“ - zum Prinz Karneval 2015/2016 in Duisburg zu küren.

Neben den Karnevalisten der im HDK vertretenen Gesellschaften sah man viele prominente Gäste aus Stadt, Politik und Wirtschaft im „Duisburger Gürzenich“, wie der Steinhof in Narrenkreisen liebevoll genannt wird, an der Spitze Oberbürgermeister Sören Link.

Und auf der Bühne der alten Mercatorhalle, auf der in der Vergangenheit schon so viele Tollitäten gekürt wurden, und die nun ihren Weg in den Steinhof gefunden hatte, hatte man wieder ein herrliches Elferratgestühl aus Zierfässern der König Brauerei aufgebaut.

Ein tolles Showprogramm wurde den Gästen an diesem Abend geboten.

Pünktlich um 19.11 Uhr kam mit „The Real Safri“ ein grandioses Duo auf die Bühne und mit dem ersten Highlight des Abends kam sofort begeisterte Stimmung in den Saal. Das Musiker-Duo Sascha und Tom zeigte sein Können und die perfekte Percussion rockte den Saal.

Nach diesem musikalischen Auftakt erfolgte der Einmarsch der Standarten der im HDK vertretenen Gesellschaften und Vereine. Mit einmarschiert war auch die Prinzencrew der vergangenen Session und Thomas I. (Erlacher) blickte noch einmal mit seiner Crew auf die schönste Zeit in seiner karnevalistischen Laufbahn zurück.

HDK Präsident Michael Jansen, der gemeinsam mit seinen liebreizenden HDK Paginnen durch den Abend führte, sprach dem scheidenden Prinzen und seiner Crew den Dank des Verbandes und der Duisburger Narren aus. Der Applaus der Besucher zeigte, das diese ihre Sache gut gemacht hatten.

Nach der Verabschiedung nahm der Elferrat, bestehend aus je einem Vertreter einer Gesellschaft, gemeinsam mit HDK Präsident Michael Jansen im Gestühl Platz und weiter ging es im Programm.

Mit dem Duisburger Comedian Kai Magnus Sting setzte man abermals auf eine neue „Gangart“ im Karneval und bewies, dass auch Comedy für grandiose Begeisterung und Strapazierung der Lachmuskeln im Karneval sorgen kann.

Doch in diesem Fall hatte man zudem noch einen langjährigen Weggefährten des neuen Prinz Karneval Michael Reinbold engagiert. Er erinnerte in zahlreichen und humorvollen Pointen an die gemeinsame Messdienerzeiten mit „Bärchen“ in der Neudorfer Gemeinde St. Ludger.

Da hörte man von der gemeinsamen Einräucherung der Kirche mit einer "Überdosis Weihrauch“ oder auch als man dem glühenden Stückchen Kohle, welches aus dem Weihrauchfass herausgeschleudert wurde hinterherlief, um das Abbrennen der Kirche zu verhindern.

Herrlich auch die Erinnerung an weitere Jugenderlebnisse, die viele der Anwesenden an eigene Erlebnisse in den 70er und 80er Jahren erinnerten. Herrlich die Erinnerung, dass die Oma damals extra für den „Renner“ am Karnevalsfreitag „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“ sich noch einmal beim Friseur „aufhübschen“ ließ.

„Oma du kannst die in Mainz zwar sehen, die dich aber nicht!“ Antwort der alten Dame, und heute in NSA Zeiten sicherlich auch berechtigter Einwand:

„Man kann nie wissen!“

Es folgte der Auftritt der Kinderprinzencrew mit den Nachwuchsjecken Nico II. (Wolters), Emma I. (Wilmes) sowie Pagin Celina Winkelmann und Hofmarschall David Winkelmann. Diese absolvierte ihr tolles Bühnenprogramm gemeinsam mit den Jecken im Saal.

Rockig, fetzig ging es weiter mit der wohl emotionalsten Stimmungsband aus dem Mönchengladbacher Raum, den „Dröpkes“, die den Besuchern tüchtig einheizten und den Saal zum brodeln brachte. Sie sangen und spielten ihre Instrumente 100 prozentig „LIVE“, und lieferten eine mitreißende Darbietung, die mit stehendem Applaus honoriert wurde. Seit fast zwei Jahrzehnten sind die Jungs ein Garant für „gute Stimmmung“. Mit kölschen Liedern, Schlagern, aber auch aus Stücken des Rockbereichs sowie Eigenkompositionen waren sie voll und ganz auf der Wellenlänge der Jecken im Saal. Bei den Schunkeltmedleys machten diese begeistert mit.

Und dann kam der große Moment für die wartende „Prinzencrew in spe“ und auch die Gäste im Saal, als die ersten Trommelschläge des Regimentsspielmannszuges den Marsch „Laridah“ einleiteten. Angeführt von diesem und dem Stabsmusikzug der Prinzengarde sowie dem stolzen Offizierskorps und unter dem nicht enden wollenden Jubel der Gäste, marschierte diese in den Saal ein.

Nun wurden dem neuen Oberhaupt der Duisburger Narren die Insignien seiner närrischen Herrschaft überreicht. Die herrliche Prinzenkappe mit ihren Fasanenfedern wurde ihm durch HDK Präsident Michael Jansen feierlich auf sein Haupt gesetzt.

Das närrische Zepter, welches er von seinem Vorgänger Prinz Thomas I. erhielt machte aus Michael Reinbold, Prinz Michael I., der die Duisburger Narren für gut vier Wochen regiert, denn die kurze Regentschaft in dieser Session endet am Aschermittwoch, der in diesem Jahr am 10. Februar ist.

Ihm zur Seite stehen in dieser Zeit seine Hofmarschälle Christian Grothuysen (1. Große KG Rot-Weiss Hamborn-Marxloh) und Stefan Baltes (KG Südstern Serm). Als Pagen begleiten ihn neben Stephanie „Steffi“ Lemmen von der Prinzengarde Duisburg Jessica Badzung, Katrin Schnee und Sabrina Stangoni, alle von der 1. Große KG Rot-Weiss Hamborn-Marxloh.

Prinzenführer Erhard Klinger sorgt, wie auch in den vergangenen Jahren, dafür, dass die Crew auch in dieser Session wieder pünktlich bei ihren Auftritten auf die Bühne kommt.

Die Proklamation für Michael I. wurde von Hofmarschall Stefan Baltes verlesen. Tollität will in den kommenden Wochen mit seiner Crew viel Spaß und Frohsinn in die Stadt tragen und viele Sitzungen besuchen. Tenor:

„Wir lassen uns den Spass an der Freude und unser Brauchtum nicht vermiesen!“

Die neue Tollität setzte in seiner Rede den Fokus auf Tradition und Brauchtum. Und dieses nicht ohne Grund, denn er ist nicht nur im Karneval in der Prinzengarde verwurzelt, sondern gehört auch der "St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Buchholz" an und spielt im „Tambourkorps Rheinklänge“ das berühmte „Trömmelsche“.

Nun wartete das Publikum natürlich auch auf das Showprogramm der Crew. Dieses bestand aus dem Prinzenlied „Ich bin der Prinz, Helau“, das bei den Jecken ganz besonders gut ankam und von diesen mit stehendem Applaus honoriert wurde.

Ganz besonders erfreut war man über das weltbekannte Lied aus dem Disney Klassiker „Dschungelbuch“, das wunderbar zu „Bärchen“ passte. Mit seinen Hofmarschällen tanzte Tollität bravourös zur Melodie „Probiers mal mit Gemütlichkeit“, im Film gesungen von „Balou“ dem Bären.

Und dann gab es auch noch eine Überraschung der Crew für „ihren“ Prinzen mit einem eigens für ihn einstudierten Lied. Dem Wunsch „Bärchen soll sich drehen“ kam Tollität begeistert nach und man merkte, dass die Crew mit ganzem Herzen dabei ist, und allesamt gestandene Karnevalisten sind.

Nach dem Auftritt wurden durch die frischgebackene Tollität die ersten Prinzenorden der Session offiziell an OB Sören Link, Bürgermeister Volker Mosblech (MdB) und Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels verliehen.

Nun nahmen Prinz, Hofmarschälle und Paginnen auf dem Thron Platz und verfolgten gut beschirmt von zwei Offizieren der Prinzengarde das Programm des Abends.

Die Prinzengarde wickelt für „ihre“ Tollität, Michael Reinbold ist der stellvertretende Kommandeur der Garde, ihr Showprogramm ab. Die beiden Musikzüge brachten ein schönes Medley närrischer Melodien und Tanzmariechen Lisa Jungbluth zeigte ihren gekonnten und bravourösen Solotanz, der vom Applaus der Galabesucher gekrönt wurde.

Es folgte eine Rednerin, die Tollität in seiner Gewichtigkeit sehr Nahe kam, „De Frau Kühne“. Bei Ingrid Kühne aus Xanten, handelt es sich um eine Rednerin im Karneval, die erfrischend, spontan und vor allem nah am Publikum auch die Lachmuskeln der Gäste des Gala-Abends strapazierte. Gekonnt nahm sie nicht nur ihre Familie auf die Schüppe sondern insbesondere das sehr schwache Geschlecht - die Männer.

Ein tänzerischer Höhepunkt war der Auftritt der Tanzgruppe „Kammerkätzchen und Kammerdiener“, das Aushängeschild der Alten Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring 1901 e.V.“. Die Jungs und Mädels der Truppe zeigten Tanzakrobatik par excellence die sich sehen lassen konnte.

Atemberaubend waren teilweise die Sprünge und Tänze, die die Tänzer als wahre Könner ihres Fachs zeigten. Anspruchsvoll waren die Choreographien und die zahlreichen, akrobatischen Elementen, Und immer wieder eindrucksvoll die Anfangs- und Schlussbilder in den herrlichen Kostümen in den kölschen Farben Rot und Weiß verpackt. Seit 1954 erinnert die Tanzgruppe an die Namensgeberin der "Schnüsse Tring", Katharina Mund.

Im Finale sah man die Gruppe „Men in Black“ mit einer grandiosen Gesangsshow. Die Mischung aus Welthits der letzten Jahrzehnte mit den bekannten Songs von Elvis Presley, Chuck Berry, Ray Charles und vielen anderen kamen beim Publikum sehr gut an.

Mit der „Thomas Arens Combo“ ging es dann für alle Gäste der Prinzenkürung 2016, und ganz besonders seine Tollität, Prinz Michael I., der nun das Duisburger Narrenvolk regieren wird, und seine Crew in eine lange, rauschende Nacht.
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