Rosemarie Koczy in Recklinghausen

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Die Ausstellung Rosemarie Koczy ist seit dem 27. August (und noch bis zum 19. November 2017) zu den gewohnten Öffnungszeiten in der Kunsthalle Recklinghausen, Große-Perdekamp-Straße 25 - 27, 45657 Recklinghausen zu sehen. Die hier beigefügten Fotos zeigen ein paar EIndrucke von der Ausstellung.

Über 100 Kunstwerke sind hier zu sehen - im Zentrum  stehen Tuschzeichnungen aus dem Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“.Gemälde und Skulpturen kommen ergänzend hinzu. Alle ausgestellten Exponate gehören zum Bestand des Museums.

"Rosemarie Koczÿ wird am 5. März 1939 in Recklinghausen geboren. Wie sie selbst in ihrer Biographie schreibt, wird sie 1942 deportiert und überlebt durch die Hilfe von Mitgefangenen. Die Nachkriegszeit verbringt sie in Recklinghausen, wächst aber schließlich in einem katholischen Waisenhaus nahe Münster auf, da ihre durch den Krieg traumatisierte Mutter mit der Erziehung des Kindes überfordert ist," stellt das Museum die Künstlerin vor. Und benennt damit auch einen Grund, diese heute völlig unbekannte Künstlerin wieder ins Gedächtnis zu rufen.

1959 geht sie in die Schweiz und bewirbt sich zwei Jahre später erfolgreich an der École des Arts Décorafis in Genf. Nach Abschluss ihres Studiums entwirft sie vor allem Tapisserien und es entstehen mehr als siebzig, teilweise großformatige Wandbehänge. Koczy lernt  Peggy Guggenheim und Thomas Messer kennen, die sie ermutigen, nach New York, dem Zentrum der damaligen Kunstszene, zu gehen. Mitte der 1970er Jahre rückt schließlich der jüdische Holocaust ins Zentrum ihres künstlerischen Schaffens. Bis zu ihrem Tod entstehen mehr als 12.000 Tuschzeichnungen, mit denen die Künstlerin der Opfer der Shoah gedenkt. 1984 heiratet sie in zweiter Ehe den amerikanischen Komponisten Louis Pelosi, den sie als Stipendiatin der MacDowell Künstlerkolonie kennenlernt und zieht mit ihm im selben Jahr nach Croton-on-Hudson nahe New York. Koczy stirbt im Jahre 2007.

Bei der obigen Biographie stammen die Daten von der Kunsthalle.

Die Ausstellung ist traditionelle kuratiert - die Bilder hängen an der Wand, Experimente mit Raum und Zeit gibt es nicht. Gerade in dieser traditionell-konservativen Ausrichtung gefällt die Ausstellung.
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