Rund ums Menschliche und das Leben: Verein für Literatur Duisburg stellt Programm 2016/17 vor

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Christian Brückner © Mathias Bothor / photoselection
 
Frank Goosen Foto: Sandra Schuck
Der „Verein für Literatur Duisburg“ konnte für sein Programm 2016/17 namhafte Autoren und Rezitatoren gewinnen. Neben Anspruchsvollem aus der Weltliteratur, erwartet das Publikum Unterhaltsames, Kurzweiliges und Poetisches. Auftakt ist am 29. August in der neuen Zentralbibliothek.

Was wäre, wenn der Mensch ewig leben würde? Große Köpfe der Weltliteratur, aber auch preisgekrönte, zeitgenössische Autoren setzten sich mit dieser Frage menschlicher Existenz auseinander. Auch im aktuellen Programm des Duisburger Vereins geht es um das Menschliche und das Leben. Bei der Auftaktveranstaltung am Montag, 29. August, wird der mehrfach ausgezeichnete Sprecher Christian Brückner – Dauergast bei den Duisburger Akzenten und Synchronstimme Robert de Niros – aus Ernest Hemingways Durchbruchroman „Fiesta“ rezitieren. Dr. Jan-Pieter Barbian, Geschäftsführer des Vereins für Literatur Duisburg und Direktor der Stadtbibliothek erzählt: „Mit der Erfahrung des Todes hat Hemingway versucht, das Leben als Fest auszukosten. Ich bin sehr gespannt, welche Essenz Christian Brückner ziehen wird.“

In Duisburg geborener ausgezeichneter Autor


Der in Duisburg geborene und mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnete Autor Sascha Reh, liest am 9. September aus seinem Werk „Gegen die Zeit“. In dem Buch, das im Chile Anfang der 70er Jahre spielt, geht es um eine sozial gerechte Gesellschaft, in der die Wirtschaft mit einem einen zentraler Rechner gesteuert wird. Am 26. September, liest die renommierte niederländische Autorin Margriet de Moor aus ihrem Roman ‚Schlaflose Nacht’, der erst Ende August erscheint.
Bei einer Veranstaltung am 7. Oktober erfährt das Publikum mehr aus China: Die Schauspielerin Katharina Schütz, spezialisiert auf chinesische Gegenwartsliteratur, rezitiert moderne, preisgekrönte Texte aus dem Reich der Mitte. Die Stadtbibliothek arbeitet seit 2010 mit dem Konfuzius-Institut Metropole Ruhr, das die chinesische Sprache und Kultur fördert. Dr. Barbian: „Eine Buchvorstellung eines Wissenschaftlers der Universität Duisburg im vergangenen Jahr zu einem Buch der 1930er Jahre gab den Impuls, zeitgenössische Literatur aus China vorzustellen.“

Wichtige Neuerung bei der Programm-Vorstellung: Die „Kunst“ im Vereinsnamen ist Geschichte, denn: „In der neuen Zentralbibliothek im Stadtfenster an der Steinschen Gasse gibt es hierfür keinen Platz“, so Vereinsvorsitzender Thomas Diederichs, Vorstandssprecher der Volksbank Rhein-Ruhr, die wiederum Hauptsponsor des Vereins ist.

Platz - auch bei großem Publikums-Andrang - wird künftig das Atrium der Volksbank am Innenhafen als weiterer Veranstaltungsort bieten. So wie bei der Lesung des beliebten Bochumers Frank Goosen am 15. November. Mit seinem neuen Roman "Förster, mein Förster" erweist sich Gossen einmal mehr als brillanter Beobachter und Erzähler des Zwischenmenschlichen. Über Literatur ins Gespräch kommen (Was wäre, wenn der Mensch unsterblich wäre?) – hierzu gibt es nach der Lesung mit Thea Dorn am 30. November Gelegenheit. Diese liest aus ihrem neuen Buch „Die Unglückseligen“. Barbian: „In diesem Fauststoff à la Goethe geht es um den Schlüssel zur ewigen Jugend.“ Am 25. Januar findet - in Kooperation mit der deutsch-französischen Gesellschaft Duisburg - eine Lesung mit dem Schauspieler Wolfgang Heinze statt, der aus „Der eingebildete Kranke“ von Jean-Baptiste Molière rezitieren wird. Den Abschluss bildet ein Heine-Abend am 14 . Februar mit der Schauspielerin Anja Bilabel. „Sie wird uns im Rahmen eines Lauschsalons – mit musikalischer Begeleitung - das Kammerhörstück ‚Es träumte mir von einer Sommernacht’ präsentieren“, verrät Barbian.

Info:

Der „Verein für Literatur Duisburg“ wurde 1912 von der Duisburger Bürgerschaft gegründet und umfasst derzeit 167 Mitglieder. Er ermöglicht Begegnungen mit bedeutenden Autoren, Schauspielern und Vortragskünstlern. Eintritt: Mitglieder (Jahresbeitrag 35 Euro) frei, Nichtmitglieder: vier bis neun Euro. Weitere Infos auf www.stadtbibliothek-duisburg.de
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