Schulkunst - KIM feiert 25. Geburtstag

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Kunst in Meiderich - v.l. Anna-Sophie Schiebahn, Jana Schombert, Marvin Kunz und Marc Graffmann. Foto: Angelika Barth
 
Kunst in Meiderich - v.l. Anna-Sophie Schiebahn, Jana Schombert, Marvin Kunz und Marc Graffmann. Foto: Angelika Barth
Duisburg: Bezirksbibliothek Meiderich |

25 mal Ausstellung "Schulkunst- KIM" bedeutet tatsächlich: Diese Veranstaltung gibt es schon seit mehr als 25 Jahren. Denn es gab zwei Jahre, in denen die Ausstellung nicht stattfinden konnte. Nichts desto trotz freuen sich alle beteiligten Meidericher Schulen richtig über dieses kleine Jubiläum.


Über 25 Jahre Ausstellung "Schulkunst" bedeutet, dass der Bundeskanzler zur Zeit der ersten Ausstellung noch Helmut Kohl und der Oberbürgermeister von Duisburg Josef Krings hieß. Während dieser Zeit ging die D-Mark, und es kam der Euro, das Internet wurde entwickelt und das Smartphone erfunden.
Die Ereignisse von 9/11 in den USA und das Loveparade-Unglück in Duisburg haben in dieser Zeit das alltägliche Leben in der ganzen Welt und in Duisburg speziell nachhaltig verändert. Die Schüler, deren Bilder in den ersten Ausstellungen zu sehen waren, sind längst erwachsen und haben nun vielleicht selber Kinder, deren Bilder womöglich in späteren Ausstellungen gezeigt wurden.
Die Ausstellung ist im Verlauf dieser langen Zeit im Kern unverändert geblieben: Es geht immer um die Schöpfungen der Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 13 aus dem Kunstunterricht des laufenden Schuljahres. Dadurch, dass es kein jährlich zu findendes Motto und keine Preise gibt, braucht die Schulkunst keine Jury und kein Preisgericht. "Bisweilen herrscht ein fröhliches und schöpferisches Chaos", sagt Matthias Ernst, Leiter der Bezirksbibliothek Meiderich, in der die Werke zu sehen sind.

Einzigartig in Duisburg


Aufgehängt wird schließlich das, was die Lehrer nach sorgfältiger Vorauswahl anliefern. Das waren in den stärksten Ausstellungen bis zu 160 Kunstwerke. Manchmal ist eine Schulform etwas stärker vertreten, manchmal eine andere. Was unter dem Strich zählt, ist die Begegnung und das gemeinsame Handeln der verschiedenen Schulen im öffentlichen Raum. Dieses Zusammentun ist auch nach 25 Ausstellungen immer noch einzigartig in Duisburg. "Vielleicht ist das auch eine besondere Form von Teilhabe und Inklusion", so Matthias Ernst.
Die weiterführenden Schulen, zunächst im Stadtteil Meiderich und später im gesamten Stadtbezirk Meiderich/Beeck, waren immer komplett mit 100 Prozent bei der Sache, egal ob Schulstandorte aufgegeben, umgegründet oder fusioniert wurden. Stets hätten sich alle weiterführenden Schulen im Einzugsgebiet mit hohem Engagement beteiligt, sagt Matthias Ernst.
Besonders bemerkenswert ist, dass es an der Gesamtschule Meiderich noch zwei Lehrer gibt, die die ganze lange Ausstellungsreihe von Anfang an mitgestaltet haben.
Ebenso war die Ausstellung als Teil der Reihe "In Meiderich miteinander" und durch die Aktivitäten des Stadtteilvereins AKSUS - Arbeitskreis Schule und Stadtteil von Anfang an im Stadtteil vernetzt und damit einer breiten lokalen Öffentlichkeit bekannt. Und nicht zuletzt ist es für die Bezirksbibliothek Meiderich an der Von-der-Mark-Straße jedes Jahr wieder schön, sich mit frischen Kunstwerken schmücken zu können. Die aktuelle Ausstellung ist bis zum 27. April zu sehen.
Beteiligt sind in diesem Jahr: die Gustav-Stresemann-Realschule, die Heinrich-Böll-Hauptschule, die James-Rizzi-Schule, das Max-Planck-Gymnasium, die Städtische Gesamtschule Meiderich, die Theodor-König-Gesamtschule, der AKSUS und die Bezirksbibliothek Meiderich.
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 20.03.2017 | 13:19  
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