"Warum sind Sie eigentlich heute und hier in Duisburg-Hamborn, und zwar vor dem Haupteingang des St. Johannes-Krankenhauses, Herr ...?"

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Gemeinsame Mittagspause: "Gute Arbeit in Krankenhäusern nur mit mehr Personal" - hinter dem Plakat steht der Bezirksbürgermeister Uwe Haider (Photographie erstellt von B. Jadzinski)
Duisburg: Johannes-Hospital | Josef Dransfeld: "Warum sind Sie eigentlich heute und hier gerade an diesem Ort?" - mit dieser Frage beginnt jedes Mal mein Interview: Menschen, die ich an besonderen Plätzen in Duisburg antreffe, können ihre Beweggründe mitteilen und Wesentliches über sich und ihre Beziehung zu Duisburg erzählen:

Heute, am Mittwoch, traf ich um Punkt 13.00 Uhr den Arzt Helmut Gröschl vor dem Haupteingang des St. Johannes Hospitals in Duisburg Hamborn.


Herr Helmut Gröschl sagte sinngemäß:

"Ich stehe hier als verdi-Vertrauensleutesprecher - so wie wir in diesen Minuten bundesweit vor vielen Krankenhäusern stehen – alle mit derselben Forderung: 162000 mehr in den Krankenhäusern sind nötig.

Ich stehe hier als Betriebsrat, der sich damit auseinander setzen muss, dass Kollegen ihre Pausen nicht nehmen können, dass unzählige Überstunden anfallen, dass die Schutzvorschriften des Arbeitszeitgesetzes nicht eingehalten werden.

Ich stehe hier als Vertrauensperson der Schwerbehinderten, weil ich sehe, dass gerade die Pflegekräfte nach jahrelangem Einsatz in Schicht- oder Wechselschichtsystem mit Mitte 50 einfach nicht mehr können.

Ich stehe hier als Arzt und sage: 'Das ist ungesunde Arbeit im Krankenhaus. Wir brauchen mehr Personal im Krankenhaus. Wir brauchen eine gesetzliche Personalbemessung.'“

Nachfrage: „Was bedeutet das, eine gesetzliche Personalbemessung?“

"Das bedeutet, dass es bundesweit verbindliche und einklagbare gesetzliche Vorgaben über die Besetzung von Abteilungen und Stationen mit Personal geben muss.

Wir setzen an bei den Erfahrungen mit der sogenannten 'Plegepersonalregelung' (=PPR) vor ca. 20 Jahren. Die PPR bewertete Patienten nach ihrer Plegebedürftigkeit und ermittelte pro Patient einen bestimmten Personalbedarf. Als man damals dann feststellte, dass die Zahl der Pflegenden anstieg, hat die Politik das PPR ganz schnell wieder abgeschafft."
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