Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz demonstriert vor Rathaus

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Fotos (5): Frank Preuß

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Wohnung klaut“, skandierten am vergangenen Montag 60 Mitglieder und Sympathisanten der Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz vor dem Duisburger Rathaus.

Während sich drinnen die Ratsmitglieder zur letzten Sitzung in diesem Jahr versammelten, bestimmten draußen Transparente und Plakate das Bild. „Die Gerüchteküche brodelt. Es ist unglaublich, was man alles so hört. Das verunsichert die Menschen. Deswegen fordern wir Transparenz und Bürgerbeteiligung in Sachen Factory-Outlet-Center-Planung“, so die Begründung von BI-Sprecherin Sylvia Brennemann für den neuerlichen, lautstarken Auftritt der wehrhaften Mietergemeinschaft auf dem Burgplatz. Man wolle endlich Einsicht in die bereits vorliegenden Gutachten. Auch hinsichtlich des Abstandserlasses für die Grillo-Werke seien noch viele Fragen offen.

„Wir wünschen uns den Dialog mit den Stadtpolitikern, wollen nicht länger hingehalten werden“, bekräftigt Horst Niewrzol. Wie es am Zinkhüttenplatz weitergehen wird, ist ungewiss, seit die Grundstückseigentümerin IMMEO vom Kaufvertrag mit FOC-Investor Sevenheck zurückgetreten ist. „Uns hat man zugetragen, die IMMEO befinde sich weiterhin in Verhandlungen mit Sevenheck und sei nach wie vor bestrebt, den Verkauf abzuschließen“, so Sylvia Brennemann.

Auch verdichteten sich die Gerüchte, Sevenheck sei nicht liquide, habe die vom Finanzamt für das von der Stadt erworbene Grundstück geforderte Grunderwerbssteuer gar nicht alleine zahlen können. „Auch hier wird wild spekuliert, wer ihm bei der Begleichung seiner Steuerschuld unter die Arme gegriffen haben soll“, so Brennemann. Damit müsse nun Schluss sein. Die Mieter hätten ein Recht auf umfassende Information. „Wir kämpfen so lange, bis die Verantwortlichen uns endlich anhören.“
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