Engagement mit Herz und Verstand

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Engagement mit Herz und Verstand: Klaus Bours ist Ehrenamtler in den LVR-Heilpädagogischen Zentren (LVR-HPZ) in Rheinhausen und am Könzgenplatz in Röttgersbach
Duisburg: LVR-HPZ Duisburg-Mattlerbusch |

Klaus Bours hilft freiwillig in den Duisburger LVR-Heilpädagogischen Zentren



Wenn Klaus Bours gefragt wird, was er besonders gerne macht, muss der 50-Jährige nicht lange überlegen: „Menschen helfen“, lautet die prompte Antwort. Was er auch tut, seit vielen Jahren, zum Beispiel im Duisburger LVR-Heilpädagogischen Zentrum (LVR-HPZ) des LVR-HPH-Netzes Niederrhein am Könzgenplatz in Röttgersbach. Eine ganz besondere Einrichtung, mitten im inklusiven Wohnquartier am Mattlerbusch, einem gemeinsamen Projekt vom LVR-HPH-Netz Niederrhein und dem Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Alsbachtal e.V. . Am Samstag, 10. Juni gibt es zum fünften Geburtstag dieses Projekts eine große Feier. Eine, die viele Begegnungen mit interessanten und spannenden Menschen verspricht. Wie Klaus Bours einer ist.

Eine Beschreibung, die er selbst bestimmt nicht abgeben würde. Dabei hat er viel zu erzählen. Von einem Leben, das zunächst in ganz normalen Bahnen verlief. Von seinem Job als Maler und Lackierer, den er viele Jahre ausgeübt hat, um dann zu merken, dass er ihn nicht ausfüllte, dass er gerne mit und für Menschen arbeiten wollte. Doch in einem Land, in dem ständig über lebenslanges Lernen gesprochen wird, wird es Menschen, die mit 40 oder Mitte 40 etwas Neues beginnen wollen, nicht gerade leicht gemacht. Für eine Ausbildung im sozialen Bereich war er zu alt, es fehlten Voraussetzungen, nach einem Jahr als Angestellter im Erziehungsdienst ging es für ihn nicht weiter, ein soziales Jahr wiederum konnte er sich nicht leisten. Eine Krankheit warf ihn noch ein Stück zurück. Doch er hat den Mut nicht verloren. Heute durchläuft Klaus Bours eine Maßnahme zur beruflichen Integration, „da wird geschaut und zum Beispiel durch Praktika ausprobiert, was ich machen könnte“. Ob das letztendlich eine Ausbildung oder eine Stelle im sozialen Bereich sein wird, das stehe noch in den Sternen. So richtig glaubt er nicht mehr daran, „dabei bin ich gerade durch meine Krankheit in der Lage, Menschen, die Hilfe brauchen, auch zu helfen.“
So hat er seinen Berufswunsch zum Hobby gemacht, im LVR-HPZ am Könzgenplatz in Röttgersbach und auch an der Hochstraße in Rheinhausen kümmert er sich um Menschen mit Behinderung. Der erste Kontakt entstand vor Jahren durch seinen damaligen Partner. Klaus Bours ist immer da, wenn er gebraucht wird, spielt mit den Besucherinnen und Besuchern im LVR-HPZ, geht mit ihnen spazieren, ist auch am Wochenende im Einsatz, wenn besondere Aktionen anstehen. Und wenn er merkt, dass jemand gerade besondere Unterstützung oder Aufmerksamkeit braucht, dann hat er die Zeit und das Einfühlungsvermögen, die richtigen Worte und mehr zu finden. Er gibt viel, aber er bekommt auch viel, betont er. „Freude und Dankbarkeit.“

Natürlich ist Bours, der in seiner Freizeit neben dem Ehrenamt viel Sport treibt und sich um seine beiden Hunde kümmert, auch am 10. Juni beim Sommerfest dabei. Ein Besuch lohnt sich, sagen Bours und Walburga Lindemann, die Leiterin der Duisburger LVR-HPZ. Ein solches Fest wird am Mattlerbusch jedes Jahr gefeiert, „und“, so Walburga Lindemann, „von Jahr zu Jahr kommen mehr.“ Inzwischen mehrere hundert Menschen. Die können sich in diesem Jahr über Spiele, kreative Angebote, Karaoke, Ponyreiten, den Kinderchor Alsbachtal, eine große Tombola und vieles mehr freuen. Und natürlich auf interessante Begegnungen und spannende Gespräche. Zum Beispiel mit Klaus Bours.

„Wir am Mattlerbusch“: Sommerfest am Samstag, 10. Juni, 13 bis 18 Uhr, Könzgenplatz 1- 4 in Duisburg-Röttgersbach
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