Hurra! Das „Kind“ kann schon laufen und sogar fliegen!

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Von links nach rechts: Wilma Katzinski (Geschäftsführerin AWOcura gGmbH), Bettina Vootz (Geschäftsbereichsleiterin Seniorenzentren bei AWOcura), Mahmut Özdemir (MdB SPD), Orla-Maria Wunderlich (Caritasverband Duisburg e. V.), Manfred Dietrich (Vorsitzender AWO-Duisburg e. V.), Konrad Junkers (Stellv. Bezirksbürgermeister), Rabea Gröning und Benjamin Hübbertz-Ivartnik (AWOcura-Büro für Quartiersentwicklung Duisburg-Duissern), Anna Schewerda (NRW-Landesbüro Altengerechte Quartiere) (Foto: AWO Duisburg)
  „Erst ein Jahr, und das Kind kann schon laufen!“ Mit einem so launigen Vergleich lobte Manfred Dietrich, der Vorsitzende der AWO-Duisburg, die positive Entwicklung des AWOcura-Quartiersbüros in Duissern.

Im AWOcura-Seniorenzentrum Ernst Ermert im Stadtteil feierten über 80 Gäste das „Geburtstagskind“ entsprechend tüchtig. Sechs große Kuchen, verziert mit dem Stadtplan von Duissern, brachten auf den Geschmack guter Nachbarschaft im Königreich.

Im Mittelpunkt der vielen lobenden Worte standen die beiden „Eltern“ des Einjährigen: Rabea Gröning und Benjamin Hübbertz-Ivartnik, die das Stadtteilbüro für mehr Miteinander im Quartier seit Februar 2016 leiten.

Die beiden AWOcura-Mitarbeiter durften sich zu Recht für das Geleistete feiern lassen.

Denn, auch das war spürbar: Das Projekt war zu Beginn keineswegs „eine sichere Nummer“.

Anna Schewerda vom NRW-Landesbüro Altengerechte Quartiere sprach in ihrem Grußwort vergleichend davon, dass eine Hummel nach allen Regeln der Physik nicht fliegen kann. Es aber dann doch tut. Das Land fördert das Quartiersbüro. Die AWOcura stellt das Büro und die Mitarbeiter für das zunächst bis 2018 befristete Projekt zur Verfügung.

Der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Konrad Junkers ließ durchblicken, dass er bei der Eröffnung des AWOcura-Quartiersbüros vor einem Jahr skeptisch gewesen sei.

Jetzt freue er sich über den Erfolg. Nicht nur als Politiker, sondern auch als Bürger des Stadtteils. Von der Mitmenschlichkeit, die hier gelebt werde, könne er als 67-Jähriger durchaus ebenfalls profitieren.

Rabea Gröning und Benjamin Hübbertz-Ivartnik haben dem Projekt Beine gemacht und Flügel wachsen lassen. Mit Kreativität und immer neuen Ideen wie dem Wandercafé, das einmal im Monat immer an einem anderen Ort Station macht, oder dem Stadtteil-Kino „Scala“ und Treffen mit den Partnern im Stadtteil. Benjamin Hübbertz-Ivartnik sagte mit Blick auf den nächsten Geburtstag: „Wenn es mit dem gleichen Schwung weitergeht, dann wäre das toll.“

Die Feier am Mittwoch machte da mehr als Mut. Der Quartiersmanager berichtete davon, dass sich zwei Frauen während eines der Quartierstreffen begegnet seien, die auf der gleichen Straße wohnen, sich aber nicht wirklich kannten.

Moderatorin Orla-Maria Wunderlich vom Caritasverband Duisburg e.V., die gut gelaunt, schwungvoll und mit Geburtsfreude durchs Programm führte, entlockte der Teilnehmerin Hildegard Hauschild, wie es nach solchen Begegnungen weitergeht: „Da hilft dann einer dem anderen, nachdem man sich kennengelernt hat.“

Längst gelingt dann auch der Sprung über den Generationengraben: Doktorand Florian Birkmann, der sich für das Quartiersbüro engagiert, will über Facebook eine Ehrenamtler-Börse einrichten. Studierende, die gerade Zeit haben, können sich melden. Florian Birkmann bringt sie dann in Verbindung mit einem älteren Menschen im Stadtteil, der ihre Hilfe benötigt.

Was sich da zeigt, das Kind kann nicht nur laufen, die Hummel nicht nur fliegen, das AWOcura-Quartiersbüro kann auch durchs Internet surfen und sprechen hat es auch längst gelernt: Zweimal im Monat treffen sich die Nachbarn zu Gesprächen beim Treffpunkt Duissern in der AWOcura-Tagespflege auf der Wintgensstraße. Ganz schön schlau und ganz schön kregel!
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