Kopernikus-Gymnasium ist "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

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Das Kopernikus-Gymnasium in Walsum wird als "Schule ohne Rassimus / Schule mit Courage" ausgezeichnet. Die Schüler der AG "Schule ohne Rassismus" mit Julia Rombeck vom Netzwerk "Schule ohne Rassismus" (3.v.l.)
Duisburg: Kopernikus-Gymnasium |

1.000 bunte Kraniche flogen am Freitag im Kopernikus-Gymnasium in die Luft, ein Symbol für die Vielfalt der rund 1.000 Personen der Schule, die als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet wurde.

Ordentlich stolz waren die Schüler, dass sie diese Auszeichnung erhielten. Die Entscheidung, der Walsumer Lehranstalt diesen Preis zu verleihen, lag allerdings nahe: Offenheit und Toleranz werden hier tatsächlich gelebt und Vielfalt als Bereicherung empfunden - ganz im Sinne des Vereins Aktion Courage, der die Auszeichnung vergibt.
"Schule ohne Rassismus" setzt auf eine Projektidee, die entweder im Rahmen des Unterrichts oder in Arbeitsgemeinschaften die Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit behandelt und durch nachhaltige Aktionen jede Form von Diskriminierung bekämpft. Dazu müssen mindestens 70 Prozent aller Personen, die als Schüler oder Lehrer in der entsprechenden Schule vertreten sind, erreicht werden. Diese müssen in einer Selbstverpflichtung dafür eintreten, sich gegen alle Formen der Diskriminierung zu wenden. Dabei werden die Schulen durch den Verein unterstützt und können sich durch Kooperationspartner oder Paten aus Personen des öffentlichen Lebens verstärken.

Oberbürgermeister ist Pate

In den letzten Jahren ist die Schülerschaft des Kopernikus-Gymnasiums im Hinblick auf die vielfältige Herkunft der Schüler stark angewachsen. Fast die Hälfte aller Gymnasiasten hat einen Migrationshintergrund, wobei die Familien entweder schon länger in Duisburg leben oder erst aktuell zugewandert sind.
Im aktuellen Schuljahr hat sich eine neue Arbeitsgemeinschaft von etwa 30 Schülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen gebildet, die die positive Entwicklung des gemeinsamen Zusammenlebens vertiefen möchte. Hierzu wurde am letzten Tag der offenen Tür eine Kampagne durchgeführt, die im Rahmen einer Unterschriftenaktion bei Lehrern, Schülern und Eltern eine überzeugende Zustimmung für die Teilnahme an dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erbrachte. Die erforderlichen 70 Prozent wurden sogar überschritten.
Außerdem führten die Schüler mit einer eindrücklichen Flaggenaktion vor, dass an ihrer Schule mit Menschen aus etwa 30 Nationen Vielfalt, Multikulturalität und Toleranz gelebt wird. Diese breite Zustimmung und die Selbstverpflichtung der Schule, unter Federführung der neuen Arbeitsgemeinschaft die offene und tolerante Grundhaltung der Schule zu stärken und durch regelmäßige Aktionen nach außen deutlich werden zu lassen, führten zur offiziellen Anerkennung des Kopernikus-Gymnasiums als "Schule ohne Rassismus". Oberbürgermeister Sören Link konnte als ehemaliger Abiturient der Schule als Pate für das Projekt gewonnen werden. Natürlich war auch er am Freitag mit von der Partie und damit einer von 1.000 Kranichen.
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