Riesenbeifall für die Besten

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Roselyne Rogg (Dritte von links), Geschäftsführerin der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, umgeben von fünf ihrer esthétique-Models. Foto: WfbM
 
Riesenbeifall und großer Jubel für die Models und Macher des Labels esthétique, die jetzt mit dem German Design Award ausgezeichnet wurden. Foto: Frank Preuß
Duisburg: Werkstatt f[r Menschen mit Behinderung |

Die Arbeit von Models, Designern und Schneidern aus Duisburg ist mit dem German Design Award Special ausgezeichnet worden. Und diese kreativen Talente haben alle eines gemeinsam: Sie arbeiten in der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM). Ab sofort kann man ihre Mode der Marke esthétique in Duisburg, Berlin und Hamburg kaufen.

Die große Anerkennung für sie gehört natürlich gefeiert. Der German Design Award ist einer der höchsten Preise auf Bundesebene. Er wurde für die erste inklusive Modenshow verliehen, in der behinderte Menschen zeigten, dass sie alte Strukturen aufbrechen und frischen Wind in die Szene bringen können. „Mit dieser Auszeichnung gehören wir zu den Besten“, verkündet Roselyne Rogg zu Beginn der Party. Sie ist die Geschäftsführerin der Werkstatt für behinderte Menschen und lobt mit viel Wärme und Stolz die Arbeit des gesam-ten Teams. „Die wunderbare Ausstrahlung der Models, die Kreativität der Designer und auch die Schneider, die die Kollektion mit Leichtigkeit meistern.“ Dafür erntet sie begeisterten Beifall und strahlende Gesichter aus dem Publikum. Für großen Jubel sorgt die Nachricht, dass das gesamte Gewinner-Team für zwei Übernachtungen in die Modestadt Berlin fahren darf.


Was bedeutet Glück für mich ?


Mit einem Zeichenworkshop in der Behindertenwerkstatt fing alles an. Die Teilnehmer sollten Dinge und Orte zeichnen, die sie glücklich machen und damit ihre Definition von Schönheit zu Papier bringen. “Ich habe einen Pferdekopf gemalt“, erinnert sich der 23-jährige Malte Radel, „und gleich dazu einen Slogan erfunden: Die Freiheit des Ostwindes.“ Die 29-jährige Bidem hat einen Jungen und ein Mädchen als Cheerleader gemalt, „weil ich selbst bei der Modenschau ja auch Cheerleaderin war“, klärt sie auf. Aynur sitzt im Rollstuhl und weiß genau, wo man die winzige Brücke findet, die sie gezeichnet hat. „Das ist die Istanbul-Brücke, und ich habe früher in ihrer Nähe gewohnt.“

Unterstützung aus großen Modestädten der Welt


Diese und viele andere Zeichnungen aus dem Workshop wurden von Designern aus Paris, New York und Kopenhagen für den Entwurf der ersten esthétique-Kollektion verwendet. Die winzigen, phantasievollen Motive wiederholen sich auf vielen Stücken der Moderserie, die überwiegend in Schwarz und Weiß gehalten ist. Alle Stoffe fühlen sich wunderbar weich und bequem an und wurden ausschließlich in Duisburg aus fair gehandelten Biostoffen hergestellt. T-Shirts, Kleider, Schals und Kinderbademäntel findet man in der ersten esthétique-Kollektion „Lieblingsstücke 2017“.
Projektleiterin Jutta Lütke Vestert ist sehr glücklich über die Arbeit mit den behinderten Menschen aus der Werkstatt. „Wir erleben täglich große Talente“, schwärmt sie, „und sie zeigen uns, wie reich das Leben und wie vielfältig wahre Schönheit ist.“
Im Oktober 2015 wurde die Premiere des Labels esthétique mit einer wunderbaren inklusiven Modenschau gefeiert. Das Publikum in der Meidericher Gebläsehalle feierte die Stars des Tages. Moderne Choreografien, phantasievolle, coole Designs und vor allem die überschäumende Lebensfreude der behinderten Models und Cheerleader sorgten für Gänsehaut und rührende Momente. In Berlin und Hamburg wird die Mode made in Duisburg bereits in renommierten Shops verkauft.

Mode von esthétique auch in Duisburg


Zum Glück für uns Duisburger gibt es die „Lieblingsstücke 2017“ von esthétique auch in der Ladengalerie Ars Vivendi auf der Tonhallenstraße, preisgekrönte Designermode also praktisch um die Ecke.
Wer besonders hochwertige und außergewöhnliche Lieblingsstücke in seinen Schrank hängen möchte, findet umfangreiche Information im Internet unter www.esthetique-fashion.com.

Info
1.100 Menschen arbeiten in der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Mit modernen Konzepten wie dem barrierefreien Cafè/ Restaurant „Der kleine Prinz“, der Ladengalerie „Ars Vivendi“ oder dem „Ziegenpeter am RheinPark" steht die Duisburg WfbM beispielhaft für die gesellschaftliche Inklusion.
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