Update: Umgestürztes Teelicht wahrscheinliche Ursache für Großbrand mit drei Toten in Duisburg-Mittelmeiderich

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Duisburg: Unter den Ulmen |

Update:


Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Duisburg offiziell mitteilen, hat eine umgestürzte Kerze in einer Erdgeschosswohnung wahrscheinlich den Brand ausgelöst. Dies haben die Ermittlungen der Polizei Duisburg und eines Brandsachverständigen vor Ort ergeben.
Nach derzeitigem Stand hatte die gehbehinderte Mieterin (74) der Wohnung auf einem Tisch im Wohnzimmer ein Teelicht entzündet. Die 74-Jährige stieß unglücklich gegen den Tisch und warf dabei die Kerze um. Durch die Flamme entzündete sich ein Kissen; über dieses breitete sich rasend schnell der Brand in der Wohnung aus. Die Seniorin war körperlich nicht in der Lage den Brand selbstständig zu löschen, alarmierte aber die Feuerwehr und versuchte, die Hausbewohner zu warnen. Sie selbst zog sich Verletzungen durch das Einatmen von Rauchgasen zu und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat ein Verfahren unter anderem wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen die 74-Jährige eingeleitet.




Eine Frau (33), ihr Sohn (8) und ein Heranwachsender (14) starben bei einem Wohnungsbrand in Mittelmeiderich. 28 Personen wurden dabei verletzt, davon drei schwer.

Um 5.40 Uhr wurde die Feuerwehr am Dienstagmorgen zu dem Wohnungsbrand in der Straße Unter den Ulmen gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich das Feuer, das im Erdgeschoss begonnen haben soll, in dem viergeschossigen Haus bereits über die Fassade bis ins Dach ausgebreitet. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften machte sich die Feuerwehr daran, den Brand zu bekämpfen.

Mutter und Sohn konnten nur noch tot geborgen werden. Später verstarb der 14-Jährige im Krankenhaus, wohin er schwerverletzt gebracht worden war. Alle getöteten Personen gehörten nach derzeitigem Erkenntnisstand zu einer rumänischen Familie, die in dem Haus wohnte.

Gegen 9 Uhr war das Feuer gelöscht. Insgesamt waren 102 Einsatzkräfte vor Ort, davon 49 der Berufsfeuerwehr, 19 der Freiwilligen Feuerwehr, 25 vom Rettungsdienst und 8 Notärzte.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ordnete den Einsatz eines Brandsachverständigen an, der die Ursache des Feuers ermittelt.

Innenminister Ralf Jäger, Polizeipräsidentin Elke Bartels, Stadtdirektor Reinhold Spaniel und Kämmerin Dörte Diemert informierten sich am Dienstagvormittag vor Ort über die Lage.

Vor gut zwei Jahren kamen in der gleichen Straße drei Menschen beim Brand eines Imbisses ums Leben.
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2 Kommentare
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Jochen Czekalla aus Duisburg | 17.05.2016 | 12:46  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 17.05.2016 | 14:09  
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