Weltrekord für Duisburg!! : Im Landschaftspark Nord steht die weltgrößte Sandburg

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Nach der Verkündung des erreichten Weltrekords. Fotos: Marjana Kriznik
Weltrekord für Duisburg! Im Landschaftspark Duisburg (Lapadu) steht die größte Sandburg der Welt! Sie misst sagenhafte 16,68 Meter! Der Rekordabnahme durch einen Juror von "Guinness World Records" wohnten tausende Zuschauer bei.

Aber bevor es soweit war, ermittelten Messtechniker an drei verschieden Messpunkten rund um die gigantische Sandskulptur mittels Lasertechnik ihre Größe. Es galt, den derzeitigen Weltrekord aus Indien – 14,84 Meter - zu toppen.

Auf die Frage „Is everything fine with our world record attempt?“, auf Deutsch: Ist alles in Ordnung mit unserem Weltrekordversuch?“ folgte eine zum Reißen gespannte Pause. Schließlich verkündete Jack Brockbank, Juror von "Guinness World Records“ aus London: „Der Weltrekord in der höchsten Sandburg der Welt steht in Duisburg!“ Sensationelle 16,68 Meter hatten die Techniker gemessen! In diesem Moment kannte der Jubel am Steinhallenplatz im Landschaftspark Duisburg Nord keine Grenzen! Dies war ein unbeschreiblicher Moment1

Bilder aus Duisburg werden nun um die ganze Welt gehen! Und es ist das erste Mal, das „Guinness World Records“ wegen einer Sandburg nach Europa kam! Bislang stammten die Rekordhalter aus Asien oder Nordamerika. Das riesige Sandobjekt ist 1,84 Meter höher als das des vorherigen Weltrekordhalters Indien.

Große Freude ins Gesicht geschrieben

Der künstlerische Leiter Benno Lindel und seinem Team war die große Freude ins Gesicht geschrieben. Der Weltrekord-Versuch war im vergangenen Jahr leider gescheitert, weil die Burg eingestürzt und Teile der Holzverschalung unter sich begraben hatte. Auf die Frage, was das 40-köpfige Team in diesem Jahr anders gemacht habe, antwortet der gebürtige Oberhausener Lindel, der vor gut zehn Jahren die Leidenschaft zum Sand Carving zum Beruf gemacht hat: „Wir haben aus Erfahrung gelernt und diesmal 1.000 Tonnen mehr Sand verarbeitet und die Basis mit 25 mal 25 Metern breiter gemacht.“ Die Basis der Sandburg maß im vergangenen Jahr 18 mal 20 Meter. LIndel weiter: „So ist der Winkel nach oben flacher und das Gewicht verteilt sich besser.“ Auch kam diesmal eine andere Sandmischung zum Einsatz. Dreieinhalb Tonnen Reitsand aus Bottrop, 40 Prozent Qaurzsand und 60 Prozent Silbersand. „Wir haben 15,5 Meter angepeilt“, Lindel.

20 internationale Sandkünstler hatten sich gut drei Wochen von der Spitze des Kollosses auf 23 Verschalungsstufen nach unten gearbeitet. Viele kreative Motive entstanden dabei. Neben Wahrzeichen von Reisedestinationen des Reiseveranstalters Schauinsland und Urlaubsmotiven, sind auf dem Objekt viele sakrale und andere Bauwerke zu bewundern. Die Sandburg trotzte schwierigen Situationen: „Wenn die Verschalung gecuttet wird, können Risse entstehen“, so Lindel. Ausserdem prasselte dieser Tage Hagel auf sie nieder. Da machte sich auch der Oberhausener Adolf Hütte Sorgen, der fast jeden Tag, so wie im vergangenen Jahr auch, hier war. „Gestern habe ich auch gebangt, denn da saß eine Elster auf der auf dem Kirchturm auf der Spitze der Burg und pickte dort herum,“ erzählt der Senior.

Jennifer Haylie aus Oberhausen war mit ihrer Familie auch ganz oft hier, um die Fortschritte der Sandburg zu verfolgen. Ihre „Großen“ nahmen m Sandburgenwettbewerb teil. „Schöner kann es gar nicht sein, das ist ein Erfolg für das ganze Ruhrgebiet,“ findet die Mutter. Ganz genauso sieht es auch Michaela Grögor aus dem Schaephuysen, die ebenfalls mehrfach hier war. „Ich bin total happy und genieße, dass nichts mehr passieren kann, denn ich hab’ wegen der Burg nächtelang nicht geschlafen“, verrät sie lachend und fährt fort: „Ich habe mir das für den Ruhrpott gewünscht, dass er mal gut wegkommt, denn ich komme aus einer Ruhrpottfamilie, bin ein Ruhrpottkind.“ Überhaupt habe der Niederrheinerin die ganze Atmosphäre während der Bauphase total gefallen.
Die Sandburg, die seit Baustart am 8. August, von rund 180.000 Menschen besucht wurde, kann noch bis zum 29. September im Landschaftspark bewundert werden.
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Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 01.09.2017 | 19:14  
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