"Wir freuen uns so!" - Duisburger Schüler glänzten beim zdi-Roboterwettbewerb

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Freude über den Sieg (v.l.n.r.): GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer mit der Robo-Gang Hamborn, Judith Heimbach und Prof. Thomas Kaiser von der Uni Duisburg-Essen. (Foto: Janina Schulze)
 
Einen anspruchsvollen Parcours hatten die Schüler zu absolvieren. (Foto: Janina Schulze)
Duisburg: Technologiezentrum | Unternehmen und Arbeitgeber suchen händeringend nach Nachwuchs im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich. Eine Möglichkeit, diesen zu finden, bietet der zdi-Roboterwettbewerb.

Veranstalter dieses Wettbewerbs ist die Gemeinschaftsoffensive "Zukunft durch Innovation" (zdi). "Wege ins Studium und in den Beruf" heißt das diesjährige Motto des Roboterwettbewerbs. Rund 1.000 Schüler aus ganz NRW nehmen daran teil. Sie alle müssen unter Einsatz menschlicher und künstlicher Intelligenz mit selbstgebauten und selbstprogrammierten LEGO-Mindstorms®-Robotern unter anderem im zdi-Schülerlabor experimentieren, einen Online-Test im "Studifinder" machen und einen BAföG-Antrag ausfüllen.

Beim regionalen Vorentscheid Duisburg Niederrhein 2016 des „Robot-Games“ zum landesweiten zdi-Roboterwettbewerb drehte sich im Technologiezentrum Neudorf jetzt alles um künstliche Intelligenz, programmiert von pfiffigen Schüler-Teams. Annegret Angerhausen-Reuter, Pressesprecherin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW), erklärte den Wettkampfablauf:
„In der einen Ecke ist unsere Base, das ist der Startplatz. Von hier aus müssen die Teams sich einen Weg durch die verschiedenen Anforderungen des Studiums überlegen. Es gilt, elf Teilaufgaben zu lösen, die Teams haben dafür 2,30 Minuten Zeit. Kein Team schafft es, alle elf Aufgaben zu erledigen, daher muss schlau geplant werden. An der Station 'Praktikum' muss beispielsweise ein blauer Reifen eingesammelt werden. Wird eine Aufgabe begonnen und nicht beendet, gibt es Minuspunkte. Es gilt also, Organisationsgeschick zu beweisen.“

Weitere Stationen waren das Schülerlabor - hier musste der Roboter ein Pendel umlegen -, das Summercamp, das Bafög-Amt, der "Studifinder" und viele andere. An jeder Station gab es für den Roboter eine Aufgabe zu erledigen. „Nur in der Base dürfen die Teams den Roboter anfassen und programmieren, fahren sie dorthin zurück, verlieren sie jedoch Zeit“, so Angerhausen-Reuter.
Platz 1 belegte schließlich mit 280 Punkten die Robo-Gang Hamborn der Realschule Hamborn und Sekundarschule Hamborn, Platz 2 die Mega-Mindstorm-Gang des Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasiums mit 220 Punkten und Platz 3 die Robo-Matrix der gleichen Schule. Die Sieger qualifizierten sich für den Landesentscheid am 25. Juni in Mülheim an der Ruhr.


Fans feuerten ihre Teams an


Während des Wettbewerbs feuerten die Fans ihre Teams an, stampften und riefen ihre Namen. Es war eine tolle Stimmung, die den Gewinnern schließlich Flügel verlieh oder besser gesagt, die richtige Idee. Sie sammelten in der vorgegebenen Zeit die meisten Punkte und konnten so ihre Konkurrenz abhängen.
„Der Pokal kommt in die Vitrine auf dem Flur oder vielleicht auch in unsere Klasse! Wir freuen uns so! Unsere AG hat total viel trainiert, jeden Tag zwei Stunden, manchmal sogar sechs Stunden. Die letzten zwei Wochen drehte sich alles nur noch um die Roboter“, freuten sich Shirley Halama und Marian Morgen über ihren Sieg. Als bekanntgegeben wurde, wer gewonnen hatte, gab es kein Halten mehr. Das Team fiel sich in die Arme, jubelte, sprang und nahm überglücklich den Pokal entgegen.

Zehn Teams aus Duisburg und Moers hatten beim Wettbewerb mitgemacht. Ein Team aus Wesel hatte kurzfristig abgesagt. „Mit Aktionen wie diesen soll der Fachkräfte-Mangel im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) reduziert werden“, fasste GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer zusammen. „Und solche Programmiertalente, wie wir hier gesehen haben, müssen erst einmal entdeckt und dann gefördert werden“, ergänzte Dr. Birte Hauser, Koordinatorin des zdi-Zentrums DU-MINT Duisburg Niederrhein.

Text und Fotos: Janina Schulze
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