BUNTE HERBSTFARBEN, ABER AUCH DER UNVERMEIDLICHE VERFALL-----

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Herbst

Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.
Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!
Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.
Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.
Und es leuchten Wald und Heide,
Dass man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg' ein ferner Frühlingstag.

Theodor Storm (1817 - 1888)
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10 Kommentare
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 01.11.2015 | 14:32  
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Jochen Menk aus Oberhausen | 01.11.2015 | 15:36  
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Helga Dill aus Unna | 01.11.2015 | 15:48  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 01.11.2015 | 17:43  
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Werner Eigelshofen aus Sprockhövel | 01.11.2015 | 17:51  
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Dagmar Drexler aus Wesel | 01.11.2015 | 18:10  
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Günther Gramer aus Duisburg | 01.11.2015 | 18:55  
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Ulrike von Preetzmann aus Castrop-Rauxel | 02.11.2015 | 19:52  
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Sarina Haarmeyer aus Dortmund-Süd | 02.11.2015 | 22:08  
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Hans-Jürgen Smula aus Gelsenkirchen | 03.11.2015 | 12:38  
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