Inventur im Zoo Duisburg ergab: 8.421 Tier-Individuen in 409 Arten

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Die Tierpfleger Alina Steinbach und Maik Peschke beim Wiegen der 13 Jahre alten Seychellen-Riesenschildkröte. (Foto: Frank Preuß)
Duisburg: Zoo Duisburg |

Wie zu Beginn jeden Jahres haben die Mitarbeiter des Zoo Duisburg die Inventur, die große Erfassung des Tierbestandes zum Jahreswechsel, durchgeführt. Nach eifrigem Zählen, Messen und Wiegen und dem Abgleich und dem Addieren vieler Zahlen und Daten steht nun fest: Es leben im Zoo Duisburg derzeit 8.421 Tier-Individuen in 409 Arten!

Die dank der großzügigen Spende von Evonik im März 2016 eröffnete riesige Neuanlage für Sibirische Tiger hat sich bestens bewährt: im Juni wurden die Zwillinge Makar und Arila geboren. Aber auch bei vielen anderen Arten gab es aufsehenerregenden Nachwuchs. Neben der zu Weihnachten 2015 geborenen Debbie wächst mit dem im September geborenen Dobbie ein weiterer Großer Tümmler im Delfinarium heran.

Durch zwei weibliche Jungtiere ist die Gorillagruppe auf elf Tiere angewachsen. Erstmals gab es Nachwuchs bei den hochbedrohten Roloway-Meerkatzen. Neben Jungtieren bei Publikumslieblingen wie Koalas, Giraffen, Zebras und Seehunden gab es auch viele Zuchterfolge, die eher in Fachkreisen Beachtung finden. Bei den hochgradig gefährdeten Bürstenschwanz-Rattenkängurus und den Weißbrauenkuckucken etwa gab es im vergangenen Jahr so viel Nachwuchs wie in keinem anderen europäischen Zoo.

Nachdem im Jahr zuvor - abgesehen von Aquarientieren - nur vergleichsweise wenige neue Arten eine Heimat am Kaiserberg fanden, hielten 2016 unter anderem die bedrohten afrikanischen Weißscheitelmangaben, Mohrenmakis, Spitzhörnchen, Eurasische Zwergmäuse, Tieflandpakas, Vikunjas und Sumbawadrosseln Einzug. Zugleich mussten aber auch einige Tierarten den Zoo verlassen, wie etwa die Roten Varis und Lisztaffen sowie zahlreiche Vogelarten in Vorbereitung auf den für dieses Jahr geplanten Abriss der Fasanerie. Zur Saison 2018 soll diese dank der erneut großzügigen Unterstützung des Fördervereins neu erbaut und mit überwiegend neuem Tierbestand eröffnet werden.

Neue Heimat für bedrohte Tierarten

Neben zahlreichen Nachzuchttieren, die den Zoo oftmals im Rahmen von internationalen Erhaltungszuchtprogrammen verließen, zog auch der Afrikanische Elefantenbulle Shaka auf Empfehlung des Programmkoordinators nach Wien um, wo deutlich bessere Bedingungen für eine Bullenhaltung gegeben sind. Den Zoo gen Wales verlassen hat der junge Kirkdikdik Kirk, dessen Handaufzucht im Winter 2015/2016 für großes Aufsehen gesorgt hatte.

Von 121 Tiertransporten in 16 Länder war zweifellos der der beiden Großen Tümmler Diego und Darwin nach Lanzarote der aufwändigste, der Dank der Erfahrung aller beteiligten Mitarbeiter und minutiöser Vorbereitung reibungslos verlief.
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