10-15 Alkoholiker - mitschuldig an fehlender Attraktivität der Duisburger City (haha!) - Stadt schlägt zurück

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Duisburg: Duisburg | Im Duisburger Stadtrat ist die Attraktivität der Duisburger City seit vielen Jahren ein herausragendes Thema.

Unter Sauerland brummte die Stadtentwicklung


Unter dem Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde in der Innenstadt mächtig gebaut und umstrukturiert. Dann kam die Love-Parade-Katastrophe mit einem jämmerlichen Krisenmanagement des Oberbürgermeisters. Die Bevölkerung jagte Sauerland aus dem Rathaus.

Mit Sören Link stockte die Stadtentwicklung


Es kam Sören Link, der Sauerland als Oberbürgermeister ablöste. Aber seitdem stagniert die Innenstadtentwicklung. Die Vision eines Norman Foster für die Duisburger City wurde ad acta gelegt. Die neueste Idee für das LoPa-Gelände, das der Möbel-Mogul Krieger (Höffner) vor Jahren gekauft hat, für seine Möbelkette aber nicht mehr nutzen will, ist ein Designer-Outlet-Center (DOC), das viele Mahner, besonders die IHK und die Geschäftsleute der Innenstadt, als Damoklesschwert empfinden.

Trinkerszene


Jetzt wird aber eine Maßnahme kommen, mit der SPD und CDU in trauter Gemeinsamkeit die Attraktivität der bestehenden City stärken wollen. Beide Parteien haben nämlich für sich festgestellt, das „das subjektive Sicherheitsgefühl von Kunden, Besuchern und Einzelhändlern erheblich beeinträchtigt wird“. Und wodurch?

Durch eine Gruppe von 10-15 Alkoholikern, die durch Ruhestörungen, Pöbeleien, Sachbeschädigungen und Gewalttätigkeiten auffielen, wie kolportiert wird. Auch öffentliches Urinieren und Erbrechen seien ein Ärgernis.
Passanten, Gewerbetreibende und Anwohner würden über Verstöße gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung durch alkoholisierte Personen klagen, so die Stadt.

Alternativen


Nun, man könnte so manche Verstöße als Ordnungswidrigkeit bzw. Straftatbestand ahnden. Darauf richtet die Stadt aber nicht den Fokus.

Ob diese Ordnungswidrigkeiten nur von der besagten Trinker-Szene ausgehen, kann in Zweifel gezogen werden. Auch darauf legt die Stadt nicht den Fokus.

Außerdem: Mit den Alkoholikern könnte die Stadt Perspektiven entwickeln, zumal einige von ihnen sicherlich als krank eingestuft werden können. Aber auch darauf richtet die Stadt nicht den Fokus.

Alkoholverbot


Nein, Sozial- und Christdemokraten boxen eine andere Idee durch:

Alkoholverbot in der Innenstadt.

Ausnahme: Gastronomie mit Schankerlaubnis.

Die eine oder andere Ausnahme wird noch dazukommen, schenkt man der Ordnungsdezernentin der Stadt Glauben.

Vorausgesetzt, der Rat der Stadt beschließt im März das Alkoholverbot, woran niemand Zweifel hat:
Wann soll das Alkoholverbot in Kraft treten?

Natürlich am Tag der Scherze, am 1.April 2017.
Ist aber kein Aprilscherz.

Zunächst gilt das Alkoholverbot bis Ende September.

Ich denke: Mit dem Alkoholverbot ist der Mehrheit im Rat der Stadt Duisburg ein großer Wurf gelungen.
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4 Kommentare
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Frank Nohl aus Duisburg | 14.02.2017 | 00:48  
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Dirk Schlenke aus Duisburg | 14.02.2017 | 09:50  
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Maria Irkens aus Wesel | 14.02.2017 | 17:12  
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Martina Janßen aus Hattingen | 16.02.2017 | 01:17  
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