A40-Brücke: Der Bundesverkehrsminister besuchte „ambitioniertes Projekt“ - Beschleunigtes Verfahren soll Rechtsstreitigkeiten verkürzen

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt machte sich auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Volker Mosblech und Kerstin Radomski (v.l.) ein Bild über die Reparaturarbeiten an der alten und den Planungsstand der neuen Rheinbrücke. Siehe weitere Fotos. Fotos: Reiner Terhorst
 
Experten von Straßen NRW und des Projektentwicklers Deges klärten Minister Dobrindt und die Abgeordneten Mosblech und Radomski umfassend über das ambitionierte Projekt auf.
Duisburg: A40-Rheinbrücke |

„Ich wollte mir selbst ein Bild vom Stand der Planungen über das hoch ambitionierte Projekt Neubau der Rheinbrücke zwischen Neuenkamp und Homberg mit dem achtspurigen der A40 machen.“ Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) war jetzt auf Einladung des Duisburger CDU-Bundestagsabgeordneten Volker Mosblech und seiner Krefelder Kollegin Kerstin Radomksi vor Ort.

1970 freigegeben und ursprünglich für 30.000 Autos konzipiert, quälen sich täglich gut 100.000 Autos über die Brücke, die Dobrindt als lebenswichtige Rheinquerung für das Ruhrgebiet und Niederrein bezeichnete. Experten des Landesbetriebs Straßen NRW und der beim Neubau federführenden Projektentwicklungsgesellschaft Deges informierten den Minister und standen ihm und den Abgeordneten Rede und Antwort.

Eine Anpassung an das aktuelle Verkehrsaufkommen, das Alter der Brücke und die damit verbundenen regelmäßigen Ausbesserungs- und Sanierungsmaßnahmen machen einen Neubau notwendig, mit mehr Spuren und einer langen Nutzungsdauer. Bis 2019 soll das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein. Durch einen vom Kabinett beschlossenen, verkürzten Klageweg rechnet der Minister mit einer Zeitersparnis von mindestens eineinhalb Jahren. Das heißt: Im Falle möglicher Klagen wird nur eine gerichtliche Instanz zugelassen: das Bundesverwaltungsgericht.

Zwei Bauabschnitte

2020 wird mit dem ersten Bauabschnitt des Brückenneubaus begonnen. In dieser ersten Bauphase wird neben der alten Rheinbrücke das erste neue Brückenbauwerk errichtet.

Aufgrund der bauzeitlichen Risiken und Unsicherheiten durch Schwankungen des Wasserspiegels im Rhein sowie der starken Beeinträchtigung der Schifffahrt wurde in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt festgelegt, dass der Ersatzneubau grundsätzlich von oben erfolgt. Montage „von oben“ bedeutet, dass die Segmentabschnitte über den Brückenüberbau antransportiert und mit Hilfe eines Mobilkrans eingebaut werden. In dieser Bauphase erfolgen der Abriss und der anschließende Neubau der Brückenteile für die neue und breitere Richtungsfahrbahn Dortmund. Es soll in der Bauzeit zudem nur zu kurzzeitigen Sperrungen kommen, überwiegend in der Nacht und am Wochenende.

Breiter und höher: Acht neue Pylone

Die zweite Bauphase von 2023 bis 2026 umfasst dann den nördlichen Teil der neuen Rheinbrücke und den Ausbau der Richtungsfahrbahn Venlo. „Wir nehmen die Bürger in allen Phasen mit und informieren offen und lückenlos“, so der Minister. Die neue Brücke wird nicht nur breiter, sondern auch höher. Rund 800 Meter lang wird sie künftig sein. Vom Brückenboden bis zur Spitze der acht neuen Pylone werden es 73 Meter sein, 25 mehr als bisher.

Auf beiden Seiten wird es komfortable neue Rad- und Fußgängerwege geben. Die vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen sind auf der Grundlage aktueller Prognosedaten für 2030 geplant worden. 2026 schließlich soll die neue Verkehrsader fertiggestellt sein. Dobrindt: „Wir im Ministerium wissen, wie wichtig die Brücke für die Menschen in der Region ist.“
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