AMERICA FIRST - Trump ist dabei, durch sein Credo den traditionellen Anspruch der USA als Führungsmacht zu verspielen

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Duisburg: Duisburg | Jetzt auch noch der Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen. Donald Trump definiert die Rolle der USA völlig neu.

Es gibt auf der Erde einige weltpolitisch sehr starke Nationen, die USA, Russland, Deutschland, China und manche mehr. Dabei haben die Vereinigten Staaten von Amerika allerdings in den vergangenen Jahrzehnten, spätestens nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, ein Alleinstellungsmerkmal für sich beanspruchen können: Eine Führungsmacht zu sein, zu der sie durch die beiden Weltkriege und ihre Nachkriegspolitik geworden ist. Im Sprachgebrauch der sozialen Medien gewannen die USA die weitaus meisten Follower, die besonders in Europa, aber auch in Teilen Ostasiens verortet werden können.

Dafür haben die USA einiges tun müssen, angefangen vom Marshallplan bis hin zu unglaublichen Militärinvestitionen, die der Nato zugute gekommen sind. Im Gegenzug konnten sie sich aber auch so manches leisten, ohne die Ächtung befürchten zu müssen.

Die Devise der Vereinigten Staaten hieß: USA - THE LEADER OF THE WORLD. Für das politische Establishment dürfte diese Devise immer noch gelten, aber kaum für den Präsidenten der USA, ohne dass ihm die möglichen Folgen bewusst sein dürften.

Für Donald Trump gilt nur: AMERICA FIRST.

Und damit meint er in erster Linie: Jobs, Jobs, Jobs.


Ein Amerika, das seine kapitalistischen Interessen an oberste Stelle setzt. Trump will nicht mehr die Kohlen für andere aus dem Feuer holen. Alles hat sich Amerikas wirtschaftlicher Prosperität unterzuordnen. Sogar sein Misstrauen gegenüber dem Islam stellt Trump hintenan, wenn er einen umfangreichen Waffendeal mit dem wahabistischen Saudi-Arabien schließt und als Erfolg für die amerikanische Wirtschaft bzw. Rüstungsindustrie betrachtet. Er geht sogar so weit, sich vom Pariser Klimaabkommen loszusagen, nur, um etwa den amerikanischen Kohlebergbau wieder anzukurbeln und so Menschen in Lohn und Arbeit zu bringen.

Trump denkt nicht global, er denkt rücksichtslos national.

Damit führt er die bisherige Führungsmacht in die Isolation und ist dabei, wichtige seiner bisher loyalen Follower zu verlieren. Schon jetzt erkennt man, dass Europa sich stärker als bislang asiatischen Mächten wie der VR China und Indien zuwendet. Wenn die USA nicht aufpassen, werden sie zwar eine zwischenzeitliche wirtschaftliche Blüte ohne Nachhaltigkeit erleben, aber zu einer Großmacht unter anderen mutieren ohne ihr bisheriges Alleinstellungsmerkmal.
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21 Kommentare
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Harald Martens aus Bochum | 02.06.2017 | 13:08  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 02.06.2017 | 13:42  
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Harald Martens aus Bochum | 02.06.2017 | 17:45  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 02.06.2017 | 20:00  
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Harald Martens aus Bochum | 02.06.2017 | 22:36  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 02.06.2017 | 23:18  
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Harald Martens aus Bochum | 03.06.2017 | 08:28  
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Harald Martens aus Bochum | 03.06.2017 | 08:30  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 03.06.2017 | 15:15  
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Harald Martens aus Bochum | 03.06.2017 | 15:29  
Heike Marie Westhofen aus Mülheim an der Ruhr | 03.06.2017 | 20:57  
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Angelika Maier aus Moers | 04.06.2017 | 21:38  
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Angelika Maier aus Moers | 04.06.2017 | 21:45  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 04.06.2017 | 22:11  
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Angelika Maier aus Moers | 04.06.2017 | 22:15  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 04.06.2017 | 22:27  
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Angelika Maier aus Moers | 04.06.2017 | 23:12  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 04.06.2017 | 23:20  
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Angelika Maier aus Moers | 05.06.2017 | 07:23  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 05.06.2017 | 20:45  
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Angelika Maier aus Moers | 08.06.2017 | 05:44  
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