Ausgaben für Azubis sind Investitionen in die Zukunft

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Carsten Burckhardt, (Vorstandsbereich Organisation, Jugend, Bildung) (Foto: IG BAU Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 02.09.2016
Junge Menschen starten mit großer Neugierde und vielen Hoffnungen in ihre berufliche Zukunft. Was sie dann zum Teil erleben, hat mit Ausbildung oft nicht viel zu tun. Sie werden häufig als billige Arbeitskräfte verschlissen. So sind etwa Überstunden - dazu noch unbezahlte - und Aufgaben, die mit der Ausbildung nichts zu tun haben keine Ausnahme.

Viele Betroffene brechen ab, andere werden durch hohen Druck und Stress krank. Betriebe tragen Verantwortung für ihre Mitarbeiter - erst recht für Auszubildende. Diese sollen schließlich später als Fachkräfte mit ihrer Leistung den Erhalt der Unternehmen und Branche sichern.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert deutliche Verbesserungen bei der Ausbildung von Facharbeitern. Anlässlich des Ausbildungsstarts sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt: „Es muss stärker in die Zukunft der jungen Menschen investiert werden. Der Nachwuchs kann sich inzwischen aussuchen, in welche Ausbildung er geht. Dort, wo die Ausbildungsqualität nicht stimmt, findet sich bald niemand mehr, der diesen Beruf erlernen will.“

Die IG BAU fordert insbesondere, dass Auszubildende von zusätzlichen Ausbildungskosten, wie etwa Fahrgeld und Internatsunterbringungen, befreit werden müssen. Die Qualität der Ausbildung muss durch Kontrollen der zuständigen Stellen und über eine enge Abstimmung zwischen Betrieb und Berufsschulen sichergestellt werden.

Ein weiterer Schritt, die Ausbildungszufriedenheit zu erhöhen, ist die Stärkung der Mitbestimmung junger Menschen im Betrieb. Die IG BAU unterstützt junge Arbeitnehmer bei der Vorbereitung der anstehenden Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV). „Gerade in der Ausbildung besteht ein enormes Machtgefälle zwischen Auszubildenden und dem Chef. Die Mitbestimmung in Betrieben gibt den Beschäftigten die Möglichkeit der Kontrolle und der demokratischen Teilhabe an Entscheidungen, die wichtig sind für ihre Arbeit“, sagte Burckhardt.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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