Das Deutschland von morgen - nicht mehr das Deutschland von heute

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Deutschland im Flüchtlingsfieber - in einem positiven Fieber. Bürger versammeln sich diese Tage an und auf deutschen Bahnhöfen, ob im bayerischen München, im thüringischen Saalfeld oder im nordrhein-westfälischen Dortmund, um die ankommenden Flüchtlinge willkommen zu heißen, ihnen zu applaudieren, den Kindern Schokolade zuzustecken. Refugees - welcome. Eine Welle der Humanität und des warmen Empfangs wogt durch Deutschland. Deutschland, das bedeutet nicht Fremdenfeindlichkeit, Deutschland, das bedeutet offene Arme für die, die das Ziel ihrer langen Flucht erreicht haben, Deutschland, das bedeutet Humanität und Weltoffenheit.

In diesem Zusammenhang dokumentiere ich hier Auszüge aus einem Kommentar von Walter Bau, erschienen in der WAZ am gestrigen Samstag:

Zitat:
"... Man mag die Flüchtlingsströme Richtung Europa als Chance sehen oder als Bedrohung, immer deutlicher wird: Da ist eine Bewegung in Gang gekommen, die sich auf Dauer weder von Zäunen noch von Polizeiketten aufhalten lässt - und die unsere Gesellschaft grundsätzlich verändern wird.
Da sind zunächst ganz praktische Veränderungen, die kurzfristig anstehen. ... Eine "nationale Aufgabe", wie die Kanzlerin zu Recht betont. ...
Das unwürdige Schwarze-Peter-Spiel um die Verteilung der Flüchtlinge, das die EU-Staaten immer noch betreiben, gibt allerdings wenig Anlass zu Optimismus. Zumal die langfristigen Auswirkungen der Flüchtlingszuwanderung, nämlich jene auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene, noch erheblich gravierender sein dürften.
Deutschland hat sich schwer getan - und tut sich immer noch schwer - mit der Integration der so genannten "Gastarbeiter". Dabei wurden Fehler gemacht, auf beiden Seiten - Ausgrenzung, Parallelgesellschaften, Assimilierungsdruck oder Ghettoisierung sind einige der Folgen, die man auch und gerade im Ruhrgebiet kennt. Mit der Zuwanderung Hunderttausender Flüchtlinge - vertrieben, traumatisiert, aus einem gänzlich anderen Kulturkreis - steht die Gesellschaft vor einer Veränderung, deren Ausmaß noch gar nicht abzuschätzen ist."
Zitat Ende

Die ankommenden Flüchtlinge werden auf Grund ihrer positiven Erfahrungen, die sie in Deutschland machen, den daheim gebliebenen Freunden und Verwandten mitteilen: Wir sind in Deutschland willkommen, in einem Land, in dem wir frei sind, in dem man sich um uns kümmert. Eine Sogwirkung wird erzielt, so dass spätestens nach der kalten Jahreszeit im Frühjahr 2016 mit einem weiteren Ansteigen der Flüchtlingszahlen gerechnet werden sollte.

Wie schreibt Walter Bau noch: "Da ist eine Bewegung in Gang gekommen, ... die unsere Gesellschaft grundsätzlich verändern wird."

Grund zur Freude? Grund zur Sorge?
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16 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.09.2015 | 21:32  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.09.2015 | 22:19  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.09.2015 | 22:28  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.09.2015 | 23:10  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 07.09.2015 | 16:02  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 07.09.2015 | 18:30  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 07.09.2015 | 20:47  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 09.09.2015 | 08:44  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 09.09.2015 | 14:59  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 10.09.2015 | 13:43  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 10.09.2015 | 15:22  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 10.09.2015 | 20:58  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 10.09.2015 | 21:21  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 11.09.2015 | 13:49  
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Klaus Decker aus Gladbeck | 16.09.2015 | 20:04  
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Klaus Decker aus Gladbeck | 16.09.2015 | 21:06  
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