Der große Wurf für Neumühl

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„Eine Schüppe drauf“ für die Zukunft Neumühls: (V.l.n.r.) Neumühls SPD-Vorsitzender Heiko Blumenthal, OB Sören Link, Conesta-Geschäftsführer Michael Brandstetter, IPG-Prokurist Michal-Roch Korczynski, Bauleiterin Wibke Schaeffer und Projektleiter Norbert-Rath. (Foto: Reiner Terhorst)
 
OB Sören Link (2.v.l.) sieht beim ersten Spatenstich für das neue Seniorenzentrum den Stadtteil Neumühl vor einer guten Zukunft. Neumühls SPD-Vorsitzender Heiko Blumenthal, Conesta-Geschäftsführer Michael Brandstetter, Bauleiterin Wibke Schaeffer, Projektleiter Norbert Rath und IPG-Prokurist Michal-Roch Korczynski (v.l.) hören aufmerksam zu. (Foto: Reiner Terhorst)
Duisburg: St. Barbara-Hospital |

Der erste Schritt ist jetzt vollzogen. „Neumühl steht vor einer neuen, guten Zukunft“, sagte Oberbürgermeister Sören Link bereits am 15. März letzten Jahres bei einem Gespräch über die städtebauliche Entwicklung des St. Barbara-Areals im Herzen Neumühls.

Von Reiner Terhorst

Auf den Tag genau ein Jahr später, am 15. März dieses Jahres, wurde die Baugenehmigung für das neue Seniorenzentrum erteilt, das sich nahtlos in die geplante Wohnbebauung einfügt. Eigentlich sollte schon Ende 2016 mit Bau begonnen werden. Aber mitunter mahlen bürokratische Mühlen halt lange. In der vergangenen Woche erfolgte mit einem symbolischen Spatenstich durch den OB und die Projektentwickler endlich der Startschuss für den ersten „Hingucker“ im künftigen neuen „Neumühl-Quartier“, das, so Link, „Vorzeigecharakter und Signalwirkung für die Gesamtstadt“ hat.
Mit dem Bau des Seniorenzentrums geht es jetzt zügig voran. Die Bagger haben bereits tiefe Gruben ausgehoben, und in gut drei Wochen rollen die Betonmischer an, um die Fundamente zu gießen. „Wir haben den 1. Mai 2018 als Bezugstermin vorgesehen“, gibt sich Michael Brandstetter, Geschäftsführer des Investors Conesta, zuversichtlich. Das Kölner Unternehmen ist spezialisiert auf den Bau von Altenheimen und Sozialimmobilien.
Betreiber der Neumühler Einrichtung ist die „Deutsches Rotes Kreuz Seniorenbetreuung Duisburg gGmbH“, ein eigens hierfür gegründetes Gemeinschaftsunternehmen der DRK-Kreisverbände Duisburg und Düsseldorf. In die Bebauung des Gebäudeensembles im Bereich Schroer-, Obermarxloher- und Gartenstraße mit über 9.000 #+Quadratmetern Gesamtnutzfläche investiert Conesta gut 20 Millionen Euro, finanziert von der Sparkasse Duisburg. „Das gesamte Objekt bleibt langfristig im Bestand der Conesta“, verspricht Brandstetter, was auch eine Sicherheit für das DRK bedeutet, das den Komplex für zunächst 25 Jahre angemietet hat.

Cafeteria soll auch Begegnungsstätte sein

Verteilt auf vier versetzt errichtete Gebäude, entstehen 80 vollstationäre Pflege- und vier Kurzzeitpflegeplätze, zwei Seniorenwohngemeinschaften mit je zwölf Bewohnern und 50 barrierefreie Wohnungen mit umfangreichem Betreuungsangebot. Hinzu kommt eine Cafeteria, die für Gäste und die Neumühler Bevölkerung offen ist, aber auch als Begegnungsstätte genutzt werden soll.
In das neue Seniorenzentrum ziehen dann auch die Bewohner des derzeitigen in Sichtweite befindlichen Altenheimes an der Dörnbergstraße ein, das danach abgerissen wird, um die dortige Fläche für die weitere Wohnbebauung im St. Barbara-Areal zu nutzen. Insgesamt werden für das Neumühl-Quartier vom Berliner Gesamt-Investor IPG 100 Millionen Euro in die Hand genommen, die Neumühl noch attraktiver machen sollen. „Im Großen und Ganzen stehen die Pläne“, so Architekt Markus Schneider, „aber an einigen Details wird noch gefeilt.“
Eines verriet er unserer Redaktion aber jetzt schon. Das Gebäude der Adolph-Kolping-Schule bleibt erhalten, wird komplett saniert und dient als Ärztehaus für die Gemeinschaftspraxis der Neumühler „Hausärzte-Institutionen“ Dr. von Chlingensperg, Heinrich und Pieper. Damit dürfte vielen Neumühlern ein Stein vom Herzen fallen, werden doch die derzeitigen Praxisräume an der Schroerstraße 2 im Zuge der Gesamtbebauung Opfer von Abrissbirne und Spitzhacke.
Und die werden in den nächsten Wochen zunächst an der Turnhalle und dem Lehrschwimmbecken der Schule sowie dem benachbarten früheren Kinderheim zum Einsatz gebracht. Nach und nach soll hier ein Wohnviertel entstehen, das an das Nikolaiviertel und die Hackeschen Höfe in Berlin erinnern werde, sagte uns IPG-Geschäftsführer Jörg R. Lemberg.
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