DGB-Duisburg zur aktuellen Beschäftigungsentwicklung

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Die aktuelle Diskussion über die Entwicklung der so genannten regulären Beschäftigung ruft den regionalen DGB auf den Plan. „Wir begrüßen die leichten positiven Tendenzen am Arbeitsmarkt.“ sagt die Duisburger DGB-Vorsitzende Angelika Wagner. „Es fällt jedoch auf, dass auch dieser landesweite Trend in Duisburg einmal wieder nicht in gleichem Maße greift. Wir hinken auch hier hinter der Entwicklung zurück. Und bei einem genauen Blick in die Statistik des Landesamtes mussten wir feststellen, das Duisburg mit einer Quote von 25,6% so genannter atypisch Beschäftigter, also in Leiharbeit, befristeter Beschäftigung und/oder im Niedriglohn deutlich über dem NRW-Durchschnitt von 22,7% liegt. Hingegen ist allein in den letzten drei Jahren in Duisburg die Zahl der Beschäftigten in Arbeitnehmerüberlassung, also Leiharbeit, um 30% gestiegen. Wir warnen davor sich zurückzulehnen und zu sagen `Alles ist gut´. Denn das ist es nicht.

Wenn wir die aktuellen Entwicklungen betrachten, ist es umso wichtiger, sich mit Bedacht zu äußern. Die Beschäftigten in der Stahlindustrie und die vielen Zulieferer sind seit langem in Sorge um ihre Arbeitsplätze, obwohl es in der Stahlindustrie deutlich aufwärts geht. Jetzt droht auch noch Arcelor Mittal mit weiterem Stellenabbau und Einstellung der Ausbildung. Das ist völlig unverständlich und wirtschafts- und personalpolitisch nicht nachvollziehbar. Der DGB und die Mitgliedsgewerkschaften stehen an der Seite der Kolleginnen und Kollegen, auf deren Schultern nun Managementfehler abgeladen werden sollen, genau wie bei Thyssen Krupp Steel. Hier sind nun auch die Arbeitgebervertreter gefragt, sich für eine gute Beschäftigung in unserer Stadt einzusetzen.“


Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein
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