DGB-Duisburg zur Arbeitsmarktsituation

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„Die Arbeitslosenquote in Duisburg bleibt deutlich zu hoch!“, kommentiert die Duisburger DGB-Vorsitzende Angelika Wagner die aktuell bekannt gegebenen Zahlen. „Mit 13,4% liegen wir viel zu weit über dem NRW-Durchschnitt von 8%. Während es im Land einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 1,5% gab, sind es bei uns leider nur 0,1%. Im Vergleich zum Vorjahr ist bei uns die Langzeitarbeitslosigkeit gestiegen, über 15.000 Duisburger sind langzeitarbeitslos. Vergleicht man jedoch mit den Zahlen des Vormonates, ist ein Rückgang festzustellen: Hier sind die ersten positiven Auswirkungen der gemeinsamen Kampagnen zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit in unserer Stadt zu sehen. Arbeitsagentur, Jobcenter, Arbeitgeberverbände, Stadt Duisburg und der DGB setzen erfolgreich Arbeitsschwerpunkte zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit.“

Der DGB weist auf eine weitere Besonderheit der Arbeitsmarktdaten hin, die im Zusammenhang mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes zu betrachten sei. „Die positive Veränderung innerhalb der sozialversicherten Arbeitsverhältnisse verdient besondere Betrachtung“, so Angelika Wagner weiter. „Seit dem am 1.1.2015 eingeführten gesetzlichen Mindestlohn sind die sozialversicherten Arbeitsverhältnisse im Vergleich zum Vorjahr um 1.732 auf 167.535 gestiegen, das ist ein Anstieg um 1%. Vor allem in den Branchen Heime und Sozialwesen, Verkehr und Lagerei war der Anstieg am stärksten, aber auch im Gastgewerbe und Baugewerbe gibt es deutlcih mehr sozialversicherte Beschäftigte. Das widerlegt die vielen Unkenrufe, der gesetzliche Mindestlohn werde unzählige Arbeitsplätze kosten. Der gesetzliche Mindestlohn hat sich eindeutig bewährt. Dafür haben wir lange gekämpft. Nun muss er jedoch noch besser kontrolliert werden. Wir erhalten immer noch Hinweise auf Nichteinhaltung. Hier fordern wir erneut die zusätzlichen Beschäftigten beim Zoll ein, die zur Überwachung angekündigt wurden.“

Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein
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