DGB: Duisburger Arbeitsmarkt stabil – Ausbildungsmarkt macht Sorgen

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Die Veröffentlichung des aktuellen Arbeitsmarktberichtes kommentiert die DGB-Vorsitzende Angelika Wagner: „Da der Arbeitsmarkt generell saisonalen Schwankungen ausgesetzt ist, ist der Vorjahresvergleich entscheidend. Im Vergleich zum Juli 2015 sind aktuell 1,2%, also 386 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt mit -0,2% nur gering unter der des Vorjahres, und beträgt nun 13,2%. Im sogenannten Versicherungsbereich, bei den Empfängern von Arbeitslosengeld I, ist die Zahl der Arbeitslosen um 10,3% auf 5.159 gesunken, und das durchgängig in fast allen Altersgruppen.

Im Bereich der Grundsicherung hat sich die Zahl der Arbeitslosen jedoch verfestigt- mit leicht steigender Tendenz. Bei genauer Analyse fällt erschreckend auf: die Zahl der jungen Arbeitslosen in der Altersgruppe der 15 bis unter 25 Jährigen ist um 17,6 % gestiegen. In der Untergruppe 15 bis unter 20 Jahren gibt es sogar einen Anstieg von 31,5 %! Fast 3.400 junge Menschen in Duisburg sind arbeitslos, ein Teil davon sogar mittlerweile langzeitarbeitslos. Damit dürfen wir uns nicht abfinden!

Betrachtet man nun die Zahlen auf dem Duisburger Ausbildungsmarkt, fällt sofort auf, dass viel zu wenige Ausbildungsplätze für die jungen Menschen in Duisburg vorhanden sind. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen, auf 3.312. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze ist jedoch gesunken. Damit ist in Duisburg die Situation völlig umgekehrt zum Landestrend. NRW-weit gibt es weniger Bewerber und mehr angebotene Ausbildungsplätze. Zwar beginnt das Ausbildungsjahr für viele erst am 1. September, aber das bedeutet: es wird Zeit für einen kräftigen Endspurt. Denn bisher haben erst 1.196 der Bewerber eine betriebliche Ausbildungsstelle. Das bedeutet: erst ein Drittel der Ausbildungsplatzsuchenden hat eine Stelle gefunden. Dabei ist der Zusammenhang doch offensichtlich: immer mehr junge Menschen finden kein Ausbildungsstelle und geraten in die Arbeits- und dann Langzeitarbeitslosigkeit. Gleichzeitig klagen Unternehmen, dass sie keinen Nachwuchs finden. All diejenigen, die sagen, die Bewerber seien nicht gut genug, möchten wir auf die vielen ausbildungsbegleitenden Hilfen hinweisen. Es gibt vielfältige und gute Angebote, um jungen Menschen bei Starschwierigkeiten oder vielleicht fehlenden Qualifikationen zu helfen.

Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein
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