DGB: Ende der Ausbildung bei Siemens Duisburg wäre ein herber Schlag für den Ausbildungsstandort Duisburg

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Nadine Florian, Betriebsratsvorsitzende Siemens Duisburg (Foto: DGB Niederrhein)
In der letzten Woche teilte Siemens dem Betriebsrat mit, dass Kürzungen im Bereich der Ausbildungsbetriebe durchgeführt werden sollen. Statt bisher an 33 Ausbildungsstandorten soll künftig bundesweit nur noch an 18 Standorten ausgebildet werden. Für Duisburg steht der Vorschlag im Raum, dass die Ausbildung in einen Nachbarort verlegt werden solle.

Mit der Schließung des größten Ausbildungsbetriebes der Duisburger Metall- und Elektroindustrie würde der Standort Duisburg über 200 Ausbildungsplätze verlieren. Bereits seit Jahren kritisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund die Tatsache, dass Unternehmen zwar auf der einen Seite die politische Debatte mit einem erhöhten Fachkräftebedarf befeuern, aber über Jahre hinweg am Standort weniger ausbilden. Die Duisburger DGB-Vorsitzende Angelika Wagner ist entsetzt: „Wenn sich nun auch noch große Akteure wie Siemens aus der Verantwortung ziehen, dann ist das schlichtweg eine Katastrophe für den Ausbildungsstandort Duisburg.“ Auch die überregionalen Konsequenzen stellen die Arbeitnehmervertreter heraus.

„Der Standort Duisburg hat insbesondere auch über Duisburg hinaus eine große Bedeutung für den Niederrhein. Eine Verlagerung der Kapazitäten
beispielsweise nach Mülheim oder Düsseldorf hätte hier fatale Folgen“, so Nadine Florian, Betriebsratsvorsitzende von Siemens Duisburg.

Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein
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