Die Lohnmauer Ost-West muss weg!

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Ulrike Laux IG BAU Bundesvorstand (Foto: IG BAU)
Frankfurt am Main, 29.10.2015
„Schluss mit Turbo-Putzen!“ skandierte ein lautstarker Chor von rund 900 Gebäudereinigern am Donnerstag vor dem Eingang der Messe in Frankfurt am Main. Der Demonstrationszug war zuvor vom Uni Campus der Stadt bis vor das Verhandlungslokal an der Messe gezogen. Aufgerufen dazu hatte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unter dem Motto: „Mopp-U-py – Tag des Donners“.

Die Gewerkschaft der Gebäudereiniger verhandelt am gleichen Tag mit dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks bereits in der fünften Runde über mehr Lohn, einen Angleichungsschritt der Ost- an die Westlöhne und einen Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung. „Wir erwarten jetzt von den Arbeitgebern ernsthafte Verhandlungen mit dem Willen, sich zu einigen. Die Forderungen der Beschäftigten sind nicht übertrieben“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux. Konkret fordert die IG BAU 80 Cent pro Stunde in der untersten Lohngruppe. In den übrigen Lohngruppen soll der Lohn um 6,4 Prozent steigen. Die Arbeitgeber hatten zuletzt lediglich ein Plus von 20 Cent auf ein Jahr und in einem weiteren Schritt nochmals 15 Cent mehr angeboten. Der Abstand zwischen Ost und West von 1,05 Euro bleibt danach bestehen.

Eine Provokation, die die Demonstranten mit dem symbolischen Sturm auf die Tarifmauer quittierten, indem sie eine Mauer aus Kartons im Spurt durchbrachen. „25 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es keinen Grund mehr für eine schlechtere Bezahlung der Kolleginnen und Kollegen im Osten“, sagte Ulrike Laux. „Die Lohnmauer muss weg!“ Auf der Kundgebung vor dem Verhandlungslokal, zeigten die Gebäudereiniger zudem deutlich, was sie von der Praxis halten, die Flächen in immer weniger Zeit reinigen zu müssen: Sie schmissen vor dem Verhandlungslokal gemeinsam die Lappen hin

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt
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