Die wesentlichen Halb und Unwahrheiten rund um das geplante Factory Outlet Center in Hamborn

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  Duisburg: Zinkhüttenplatz | Wo Recht zu Unrecht wird – wird Widerstand zur Pflicht

Unlängst hatte die Stadt Duisburg und der sogenannte neue Investor erneut in der Presse mit der Nachricht aufgewartet, es ginge nun voran in den Planungen um das umstrittene Factory Outlet Center in Hamborn. Viele tatsächliche Wahrheiten wurden von der Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz aufgedeckt und haben die Diskussion um das Center entfacht. Viele dieser Wahrheiten finden kaum den Weg in die Öffentlichkeit, sie werden zum Teil von Presse und Politik nur schweigend zur Kenntnis genommen. Dieses Flugblatt soll nochmals einen Überblick verschaffen. Wir haben hier, die aus unserer Sicht wichtigsten Lügen von Seiten der Planer zusammengestellt:
1. Die Mär vom neuen Mann bei der Douvil GmbH:
Nachdem die Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz, gemeinsam mit Herrn Dr. Richard Wittsiepe die Öffentlichkeit darüber aufgeklärt hatte, dass der einst so hochgelobte Entwickler Roger Sevenheck tatsächlich in keinster Weise als liquide betrachtet werden kann und mit vier aktuellen Haftanordnungen belastet ist, was dazu geführt hat, dass er sich aus dem Staub gemacht hat, preist die Stadt nun einen neuen Mann als Führung des Projektes an. Auch dieser Herr Carsten Grauel ist nach den Recherchen von Herrn Dr. Wittsiepe kein verlässlicher Investor , sondern Geschäftsführer der Douvil GmbH, die immer noch Sevenheck gehört. Herr Grauel ist bereits einmal als Geschäftsführer in die Insolvenz geraten und hat im Bezug auf das FOC keinerlei Referenzprojekte vor zu weisen. Die Stadt aber ,will von dieser Recherche nichts wissen und setzt voll auf die nächste Pleite.
2. Die Nähe zum Störfallbetrieb Grillo Werke sei kein Problem:
Hier behaupten die Planer, dass man die vom Gesetz ( Seveso II ) und von den Gutachtern geforderten Abstand zu jeglicher Neubebauung durch entsprechende bauliche Maßnahmen umgehen könne, ohne bisher nur die geringsten belastbaren Konzepte vorgelegt zu haben.Man will jetzt mit dem Kopf durch die Wand, um Baurecht zu schaffen. Basta ! Fakt ist, das wir als Initiative im Falle einer Baugenehmigung in jedem Fall eine Normenkontrollklage vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster anstreben werden. Die Grillowerke haben Ähnliches in der Presse verlautbaren lassen und sind praktisch zu diesem Schritt gezwungen , wollen sie nicht Nachteile für ihre Anlagen in Kauf nehmen.Eine Baugenehmigung ist aus Sicht unserer Fachleute anhand der Gesetzeslage rechtwidrig und würde einer normenwidrigen Auslegung der Gesetzestexte durch die Stadt gleichkommen.
3. Das FOC würde der Entwicklung des Duisburger Nordens und der Gesamtstadt keinerlei Schaden zuführen. Arbeitsplätze würden geschaffen:
Es ist inzwischen hinreichend belegt, dass in den Outletcentern geschaffene Arbeitsplätze zum größten Teil Minijobs und 400 Euro Kräfte sind. Jeder hier geschaffene Arbeitsplatz vernichtet jedoch im direkten Umland mindestens drei Vollzeitarbeitsstellen. Sogar das Einzelhandelsgutachten, welches anlässlich der Pläne erstellt wurde, bestreitet nicht, dass die Einnahmeverluste der Einzelhändler im Umfeld bis zu 13% betragen werden. Eine neue Kaufkraft wird nicht geschaffen sondern lediglich umgeleitet. Auch die IHK Niederrhein ( Duisburg ,Wesel , Kleve ) warnt dringend vor den Plänen und befürchtet vor allem einen Niedergang der Innenstadt. Gleiches steht auch für die umliegenden Zentren zu befürchten. In dem Zusammenhang verweisen wir auf das Buch und die Argumente des bekannten Architekten Walter Brune , der von einer Schädigung der Innenstadt, wie am Beispiel Oberhausen in der Nachbarschaft unmittelbar zu besichtigen ist , dringend warnt. Aber die große Koalition aus SPD und CDU ist für diese Argumente eh nicht mehr zugänglich.
4. Bis zu 12000 zusätzliche Fahrzeugbewegungen ( An – und Abfahrten ) täglich würde man im Duisburger Norden durch ein entsprechendes Wegenetz in den Griff bekommen:
Hierzu kann man nur feststellen, dass das tägliche Verkehrsaufkommen und die vorhandene Straßenstruktur jetzt schon täglich den Verkehr im Norden innerhalb der Stoßzeiten zum Erliegen bringen. Die Schaffung einer Umweltzone im Norden mutet dabei schon fast zynisch an.Lärm , Stickoxide und Feinstaub sind offensichtlich kein Thema mehr. Die Gesundheit der Anwohner bleibt ungefragt auf der Strecke zugunsten des Konsumtempels.
5. Das sozialverträgliche Umzugsmanagement sorgt für einen menschlichen und reibungslosen Leerzug der Siedlung am Zinkhüttenplatz, die für die Planungen abgerissen werden soll:
Aus Sicht der betroffenen Mieter / Innen am Zinkhüttenplatz wird hier ein Verbrechen an der Menschlichkeit begangen, welches auch durch schöne Worte nicht abgemildert wird. Seit drei Jahren kämpfen die Betroffenen entschlossen um den Erhalt der Siedlung und sind dabei in ihrem Alltag schwer belastet. Die Ungewissheit um ihre Siedlung nagt unaufhörlich an den Nerven.Eine Zumutung , über die die verantwortlichen Politiker / innen locker hinweggehen. Neuerdings nennt man diese Verteibungsversuche „ Mietersozialplan „! Immer neue Pressemitteilungen, die die Räumung der Siedlung verkünden wurden von der Initiative als völlig haltlos aufgedeckt. Zusätzlich zu diesem Druck, werden die Betroffenen durch Angriffe und Drohbriefaktionen belastet. Versuche, diese Angriffe öffentlich zu machen, werden und wurden jedoch von den meisten Medienvertretern nicht aufgenommen. Greifbare Ermittlungsergebnisse der Polizei hat es bisher nicht gegeben.
Die verbliebenen 130 Familien geben dem Druck jedoch nicht nach, sondern halten am Kampf ihrer Heimat fest. Juristisch gibt es für die Planer keinerlei Möglichkeiten, die Betroffenen aus ihren bestehenden Mietverträgen zu kündigen. Das ist völlig unstrittig. Deshalb versucht man seitens der Verantwortlichen eine Zermürbetaktik anzuwenden., Dem steht jedoch nach wie vor eine überwältigende Entschlossenheit und Solidarität unter den Menschen in der Zinkhüttensiedlung gegenüber.
Insgesamt stellt die Bürgerinitiative fest, dass dieser Akt der Stadtplanung die Ebene des dialogischen Austausch von Argumenten längst verlassen hat. Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe und mit offenen Karten – Fehlanzeige. Die Liste der FOC Gegner wird stetig länger, die Rufe der Mahner, wie dem renommiertem Architekten Walter Brune , werden lauter und dennoch hält die Stadt an dem Projekt, welches einer nachhaltigen und solidarischen Stadtentwicklung hin zu einer lebenswerten Stadt in krassem Gegensatz steht fest. Eine Umkehr zur politischen Vernunft, so wie bereits bei den Grünen , SGU, Piraten, und Bürgerlich Liberalen im Rat der Stadt geschehen, scheint für die Befürworter zur Zeit nicht denkbar.

V.i.S.d.P. Helmut Mattern Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz
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