Duisburg stöhnt und ächzt - Landesasyl am Kerskensweg in Duisburg-Walsum vor dem Aus?

Anzeige
Reinhold Spaniel, Sozialdezernent der Stadt Duisburg, kann einem schon leid tun. Händeringend sucht er nach Kapazitäten zur Unterbringung der Flüchtlinge, die von der Bezirksregierung Arnsberg der Stadt zugewiesen werden.

Und wie eine Bombe machte heute das Gerücht in Walsum die Runde, schon am 1.Oktober solle das Zeltlager am Kerskensweg, ein erst vor Wochen mit 200 Zuwanderern belegtes Landesasyl, geschlossen werden. Dabei war doch geplant, die Zelte durch Leichtbauhallen zu ersetzen, die dann bis zu 1000 Asylsuchende hätten aufnehmen können. Nach Aussagen der Walsumer Flüchtlingshilfe sei die Absicht einer kurzfristigen Auflösung des Zeltlagers vom DRK, dem Betreiber des Lagers, geäußert worden. Die ursprüngliche Planung sei an der unzureichenden Kanalisation und Stromversorgung vor Ort gescheitert.

Was nun? Wohin mit den 200 Asylsuchenden?
Laut der WAZ rüstet die Stadt momentan die Glückauf-Halle in Duisburg Homberg um zu einer Notaufnahme, die morgen schon belegt werden soll. Aber ob die Halle für neue Zuweisungen aus Arnsberg vorgesehen ist oder für die Menschen vom Kerskensweg - zur Zeit weiß wohl keiner Genaues.

Duisburg scheint die Grenzen der Belastbarkeit erreicht zu haben. Und Reinhold Spaniel, der Sozialdezernent, muss breite Schultern beweisen, um nicht zu Boden gedrückt zu werden - aber vielleicht hat er sich ja schon in eine Blase fatalistischer Ergebenheit zurückgezogen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
7
Keih Gano aus Duisburg | 03.10.2015 | 17:43  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.