Duisburger und andere Kleinigkeiten

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Oberbürgermeister Sören Link zur Fusion TKSE - Tata

„Das ist ein guter Tag für den Stahl in Duisburg, die Kollegen von thyssenkrupp und
ihre Familien. Mit der heutigen Entscheidung tritt der Tarifvertrag „Zukunft Stahl“ in
Kraft. Bis 2026 wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Damit gibt es
endlich Klarheit und Sicherheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am größten
Stahlstandort Europas. Selbstverständlich werde ich den weiteren Prozess wie
bisher eng begleiten und gehe natürlich davon aus, dass die Absprachen und
Verträge zwischen IG Metall und dem Arbeitgeber eingehalten werden.“


Mit großem Bedauern haben das Lehmbruck Museum und die Stadt Duisburg vom Tode des Bildhauers Friedrich Werthmann erfahren. Der Künstler starb am 9. Juni im Alter von 90 Jahren.

Friedrich Werthmann pflegte eine enge Verbindung zur Stadt Duisburg und zum Lehmbruck Museum. Seine „Hommage à Mercator“, vom Volksmund „Mercator-Kugel“ oder auch „Werthmann-Kugel“ getauft, dürfte vielen Duisburgern ein Begriff sein, hatte sie doch mehrere Standorte in der Duisburger Innenstadt, erst vor der alten Mercator-Halle, später dann im Einvernehmen mit dem Künstler umfunktioniert zur Brunnenplastik auf der Brunnenmeile Königstraße, bis sie 2012 vor der Sparkasse auf dem Kuhlenwall ihren aktuellen Platz fand.

Kulturdezernent Thomas Krützberg zum Tode des Künstlers: „Friedrich Werthmann hat mit seiner Arbeit und seinem persönlichen Engagement Großartiges geleistet. Unser Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen.“

Das Lehmbruck Museum widmete ihm 1978 eine Einzelausstellung mit dem Titel „Skulpturen“. Drei plastische Werke von ihm besitzt das Museum, darüber hinaus Modelle, Zeichnungen und Druckgrafiken.

Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla: „Mit Friedrich Werthmann verlässt uns einen Großer seiner Zeit. Seine direkte sympathische Art und sein von großem Handwerkskönnen geprägtes bildhauerisches Werk haben in unserer Stadt einen starken Eindruck hinterlassen.“


Halbjahresbilanz: Besucherinteresse für den Landschaftspark steigt weiter an

Das Besucherinteresse für den Landschaftspark Duisburg-Nord ist im ersten Halbjahr 2018 weiter gestiegen. Von Januar bis einschließlich Juni passierten insgesamt 571.408 Besucherinnen und Besucher die Lichtschranke am Haupteingang des Denkmals. Erst im vergangenen Jahr hatte die Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH im Landschaftspark mit 494.357 Besuchern im selben Zeitraum einen neuen Spitzenwert ausgerufen. Dieser konnte nun erneut übertroffen werden.

„Für uns ist das wieder ein neuer Spitzenwert“, freut sich Ralf Winkels, Geschäftsleiter des Landschaftsparks. „Das Interesse für die Industriekultur im Ruhrgebiet ist auf Höhenflug.“

Erst kürzlich hatte der britische Independent das Ruhrgebiet in einem Artikel gelobt. (1) Im Landschaftspark begünstigten attraktive Veranstaltungen, besondere Aktionen und der anhaltende Sommer darüber hinaus die positive Entwicklung. So konnte die Parkverwaltung mit Ausnahme des Aprils in jedem Monat eine deutliche Besuchersteigerung verzeichnen – im Januar und Februar sogar um über 60 Prozent.

Im Ausblick auf die zweite Jahreshälfte, freut sich das Team des Landschaftsparks auf weitere Highlights: das Stadtwerke Sommerkino (12.07.-19.08.), das 24-Stunden-Mountainbike-Rennen (04.-05.08.), die RuhrTriennale (09.08.-23.09.), das Street Food Festival (29.-30.09.) sowie den schauinsland-reisen Lichtermarkt (30.11.-02.12.).

Freier Eintritt zu 180 Hektar Parkfläche

Mit durchschnittlich einer Million Besuchern pro Jahr gehört der Landschaftspark Duisburg-Nord zu den beliebtesten Natur- und Kulturlandschaften in Nordrhein-Westfalen. Seit 1994 ist die 180 Hektar große Industriebrache als Multifunktionspark neuen Stils rund um die Uhr und bei freiem Eintritt geöffnet. Im Zentrum steht ein stillgelegtes Hüttenwerk, in dessen Anlagen Industriegeschichte, Freizeitgestaltung, Kultur- und Firmenveranstaltungen, Lichtkunst und Naturerleben zu einem Gesamtkonzept zusammen finden. Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein Geschäftsbereich der Duisburg Kontor Hallenmanagement GmbH.

Verkehrsminister Wüst testet neue Ticket-Generation

Mit seinem vom Verkehrsministerium des Landes NRW geförderten Pionierprojekt nextTicket startet der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) seit diesem Frühjahr in die Zukunft des ÖPNV. Der Verbund erprobt dabei eine neue Ticket-Generation, die Fahrgästen im Rahmen eines zweistufigen, mehrmonatigen Praxistests direkt über ihr Smartphone zur Verfügung gestellt wird. In der ersten Testphase wurden die Fahrten nach dem bestehenden VRR-Tarif abgerechnet. Nun geht der Test mit dem Kilometertarif in die zweite Phase. Ziel ist es, Tarifstrukturen zu vereinfachen und Kunden den Zugang zum Nahverkehr zu erleichtern. Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst erläuterte VRR-Vorstand José Luis Castrillo heute auf einer Sonderfahrt mit der Straßenbahnlinie 302 der BOGESTRA den neuen elektronischen Tarif.

Mit nextTicket reagiert der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr auf die veränderten Anforderungen, die Kunden heute und perspektivisch an den Nahverkehr haben. Hierzu gehören insbesondere digitale Tarifmodelle, die auf Nutzerbedürfnisse zugeschnitten sind und einen einfachen Zugang zum Nahverkehr ermöglichen. Das Pilotprojekt wird vom Ministerium für Verkehr mit 600.000 Euro gefördert.

„Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft prägt und verändert im besonderen Maße auch den ÖPNV“, sagte Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit der ‚ÖPNV-Digitalisierungsoffensive NRW‘ ist Ende vergangenen Jahres eine gute Grundlage geschaffen worden, um den digitalen Wandel auch für den ÖPNV zu nutzen. nextTicket ist ein wegweisendes Pilotprojekt für ein zeitgemäßes und kundenfreundliches ÖPNV-Angebot. Auch die Projekte, die in den anderen nordrhein-westfälischen Verbünden angestoßen wurden, sind Teil eines Prozesses hin zum verbundübergreifenden eTarif.“

„Tarife und Tarifgrenzen sind für Nahverkehrskunden immer wieder ein komplexes Thema. Egal ob innerhalb eines Verbundes oder zwischen Verbünden. Der VRR versucht, das bisher nötige Detailwissen über das Tarifsystem automatisiert und im Hintergrund durch die technischen Systeme abzulösen“, sagte José Luis Castrillo, Vorstand des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr.

Einen ersten Schritt, um Nahverkehrskunden den Zugang zum ÖPNV zu erleichtern, hat der Verbund mit der Entwicklung von nextTicket bereits getan. Gemeinsam mit dem Verkehrsminister fiel im Februar der Startschuss für die Phase 1 des Praxistests. Mit rund 25.000 Fahrten, die die Testteilnehmer unternommen haben, blickt der VRR bisher auf einen äußerst positiven Verlauf zurück. Die Abrechnung der Fahrten über den Kooperationspartner BOGESTRA verlief reibungslos. Auch erste Ergebnisse aus der Marktforschung sind zufriedenstellend. Rund 3.000 Testteilnehmer haben sich zu einer Befragung durch die Marktforschung bereit erklärt.

„Wir haben eine Rücklaufquote von über 50 Prozent der Fragebögen. Das zeigt uns, dass die Fahrgäste das Angebot mitgestalten möchten und sich aktiv einbringen. Die bisherige positive Resonanz auf den Praxistest stimmt den VRR zuversichtlich. Mit dem umfangreichen Feedback der Kunden kann der Verbund seine aktuellen digitalen Services und Informationsdienste entsprechend ihren Erwartungen weiterentwickeln“, so Castrillo weiter. Seit dem 1. Juni läuft beim VRR die zweite nextTicket-Phase. Preisstufen spielen nun keine Rolle mehr – Fahrgäste zahlen immer nur die Leistungen, die sie tatsächlich auch in Anspruch nehmen.

Hintergrund: Bis Ende August erfasst die nextTicket-App Fahrten bzw. Fahrtenketten und berechnet automatisiert den Preis für die zurückgelegten Kilometer.
Das bedeutet allerdings auch, dass einzelne Strecken durchaus teurer werden können. Der Fahrpreis setzt sich aus einem Festpreis zwischen 1,40 und 1,45 Euro pro Fahrt und einem sogenannten Leistungspreis in Höhe von 0,20 Euro
pro gefahrenem Kilometer zusammen. Nahverkehrskunden müssen nicht mehr überlegen, welches Ticket das richtige für sie ist. Sie können Bus und Bahn spontan nutzen, wo und wann sie wollen. Bevor sie in ein öffentliches Verkehrsmittel einsteigen, checken die Fahrgäste über die nextTicket-App ein. Wenn das Ziel erreicht ist, checken sie wieder aus. Beim Umsteigen ist kein weiterer Check erforderlich. Bis zu fünf Personen können auf einem nextTicket-Account mitfahren. Die Anzahl der Mitreisenden wird vor dem Check-in eingegeben. Bei mehreren Mitfahrern fallen für diese auch die jeweiligen Fest- und Leistungspreise an. Mitgenommene Kinder bis 14 Jahre zahlen pauschal 0,99 Euro in der 2. Klasse. Der VRR hat in seinen Kilometertarif eine Preisbegrenzung eingebaut. Fahrgäste zahlen nie mehr als 15,30 Euro pro Fahrt in der 2. Klasse. Zudem ist jede fünfte Fahrt eines Erwachsenen in der 2. Klasse kostenlos, egal wie weit im VRR.

Mit diesem ergebnisoffenen Test will der VRR herausfinden, wie nextTicket von den Fahrgästen angenommen wird und unter welchen Voraussetzungen sie diese neue Art des Zugangs zum ÖPNV nutzen – auch vor dem Hintergrund der veränderten Preisbildung. Daher gilt es, die Ergebnisse in Ruhe zu analysieren und zu bewerten. Gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und der Politik wird der VRR ab Herbst 2018 über das weitere Vorgehen beraten.


The Curve kann nicht wie geplant umgesetzt werden

Das Projekt „The Curve“ am Innenhafen kann nicht wie geplant umgesetzt werden. In
nichtöffentlicher Sitzung entscheidet deswegen der Rat der Stadt Duisburg am
Montag, 2. Juli, über das weitere Vorgehen.

Die Gründe, die zu Problemen in der Entwicklung des spektakulären Grundstücks
am Duisburger Innenhafen führten, datieren ursprünglich bereits aus dem Jahr 2007.
Obwohl seinerzeit im Plangenehmigungsverfahren die Verfüllung des Hafenbeckens
mittels Kies-Sand-Gemisch gutachterlich vorgegeben wurde, entschied sich die
damalig verantwortliche Innenhafen Entwicklungsgesellschaft (IDE) stattdessen für
das Einbringen eines Abfallmaterials aus der Steinkohlegewinnung. Die dringend
erforderliche und ebenfalls vom Gutachter vorgegebene Verdichtung des wenig
tragfähigen Bodens im Hafengebiet mittels sogenannter Rüttelstopfsäulen unterblieb
ganz.

Als das Filetgrundstück im Jahr 2015 erneut ausgeschrieben wurde, gingen alle
Beteiligten davon aus, dass der Baugrund gemäß den seinerzeit gemachten
Vorgaben hergerichtet wurde. Entsprechend wurde die Ausschreibung konzipiert, im
Zuge derer die Düsseldorfer Projektentwickler „Die Developer“ den Zuschlag
bekamen. Um die vertraglich vereinbarte Tragfähigkeit von 300 kN pro Quadratmeter
sicherzustellen, sicherte die Stadt Duisburg außerdem zu, mit Hilfe der GEBAG die
entsprechenden Verdichtungsarbeiten vorzunehmen. Baugrunduntersuchungen und
ein nachfolgendes Gutachten bekräftigten zudem, dass eine Tragfähigkeit von 300
kN pro Quadratmeter erreicht werden könne.

Erhebliche Zweifel hinsichtlich der generellen Tragfähigkeit des Untergrunds kamen
erst Anfang November 2017 nach der Beauftragung eines Fachunternehmens,
welches die entsprechenden Arbeiten durchführen sollte. Diese Erkenntnisse
bestätigte sodann auch der Gutachter und revidierte seine ursprüngliche Annahme,
dass eine Tragfähigkeit von 300 kN erreicht werden könne. Infolgedessen wurde
gemeinsam mit „Die Developer“ versucht, die Planungen für das Gebäude
anzupassen, um dieses auch auf einem weniger tragfähigen Boden errichten zu
können.

Aufgrund des Mitte November 2017 auftretenden Hochwassers, das sich bis Ende
März 2018 fortsetzte, konnten keine Arbeiten am Boden vorgenommen werden und
dementsprechend auch keine weiteren Erkenntnisse gesammelt werden. Mit
Aufnahme der Arbeiten Anfang April 2018 ergaben sich weitere massive
Erschwernisse:

Die Teilverfüllung des Geländes mit sogenannten Waschbergen erschwerte eine
verlässliche Kampfmittelsondierung. Die Bezirksregierung hatte im Jahr 2008 die
Verfüllung des Hafenbeckens ohne weitere Auflagen als kampfmittelfrei eingestuft.
Diese Einschätzung revidierte sie jedoch im Sommer des vergangenen Jahres. Im
Anschluss durchgeführte Kampfmittelsondierungen mit Hilfe von ferromagnetischen
Sonden lieferten aufgrund der im Verfüllungsmaterial enthaltenen Eisenerze keine
verwertbaren Ergebnisse. Zusätzliche fanden sich Altlasten sowie Hafensedimente.
Als unmittelbare Folge dieser neuen Erkenntnisse wurde der Bauauftrag gestoppt.
Die zeitlichen Verzögerungen, die aus den beschriebenen Problemen resultieren,
machen es der Stadt Duisburg letztlich nicht mehr möglich, die gegenüber dem
Investor zugesagte Fertigstellungsfrist einzuhalten.

Um einen Fortgang der Entwicklung des Grundstücks sicherzustellen, wird dem Rat
nun vorgeschlagen, einer Erhöhung der bislang entstandenen Gesamtkosten um
1,85 Millionen auf 5,35 Millionen Euro zuzustimmen.

Zusätzlich sollen 500.000 € für ein alternatives Verfahren der Kampfmittelsondierung
beauftragt werden.

Des Weiteren soll nach Vorliegen der Ergebnisse der Kampfmittelsondierungen die
Erstellung eines technischen Konzepts für die abschließende Baureifmachung des
Grundstückes nebst Kostenschätzung in Auftrag gegeben werden. Mit den weiteren
Kosten soll sich der Rat in einer weiteren Sitzung befassen.

Da sich die Bodenverbesserungsmaßnahmen nicht in dem mit dem Investor
vereinbarten Zeitraum realisieren lassen, wird die Verwaltung zudem beauftragt, mit
diesem die Änderung der wesentlichen Vertragsinhalte zu verhandeln.

Schadensersatzansprüche gegen Beteiligte werden nun geprüft. Die Aufarbeitung
der Sachlage mit anwaltlicher Unterstützung wird fortgeführt.

Da das Vorhaben The Curve nach wie vor den hochwertigen Abschluss einer
städtebaulich wünschenswerten Entwicklung im Innenhafen darstellt, wird dem Rat
vorgeschlagen, zum Abschluss seiner Befassung zu bekräftigen, dass an der
Realisierung einer Bebauung des Grundstücks unter Beibehaltung der bisherigen
Planung, jedoch unter Wahrung der Kosten-Nutzen-Relation, festgehalten wird.

Diese Mitteilungen stammen von der Stadt Duisburg beziehungsweise vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.
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